Umfrageergebnis anzeigen: Das Überrollen - Zulassen oder Abstellen?

Teilnehmer
76. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Es muss in jedem Fall abgestellt werden, der Torwart darf nie dem Spielfeld den Rücken zudrehen

    5 6,58%
  • Man sollte es abstellen, wenn daraus im Spiel sichtbar sich für den Torwart Nachteile ergeben

    5 6,58%
  • Man sollte es tolerieren, aber den Torwart darauf hinweisen, es möglichst zu vermeiden

    4 5,26%
  • Man kann es tolerieren, wenn im Spiel für den Torwart daraus keine sichtbaren Nachteile entstehen

    42 55,26%
  • Völlig in Ordnung, daß kann in jedem Fall zugelassen werden

    20 26,32%
Ergebnis 1 bis 41 von 41

Thema: Das Überrollen

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Freizeitkeeper
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    ich neige auch sehr stark zum überrollen, aber meistens nur auf der rechten seite...wollte es eig wieder wegbekommen nachdem ich darauf aufmerksam gemacht worden bin...ging aber leider nicht mehr. Ich bin aber der meinung dass das überrollen nicht grundlegend ein fehler ist. Habe auch noch nie deswegen ein tor kassiert

  2. #2
    Nationale Klasse Avatar von nik1904
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    Es gibt drei sinnvolle Varianten:

    Überrollen und Gesicht vom Spielfeld nehmen.

    Durchdrehen und über den Rücken drehend die Richtung wechseln.

    Torwartwippe / -schaukel

    Alle drei Varianten haben nur ein Ziel: So schnell wie möglich aus einer Aktion wieder für die nächste Aktion bereit zu sein und die Möglichkeiten zu optimieren, schnell wieder in eine gute Ausgangslage zurückzukommen. Ich persönlich drehe oft durch (mehr wörtlich als sprichwörtlich ) und benutze Wippe und Durchdrehen. Das Überrollen hat womöglich die größte Effizienz, wenn man sich abrollt. Ich werde das sicherlich ausprobieren.

    Rein vom Gesichtspunkt des "Blick vom Spielfeld abwenden" halte ich in der Praxis für beinahe egal, was man macht. Denn ohne die Gefahr zu erkennen, dass noch etwas passiert und der Gegner zum Nachschuss kommt, wird jeder Torwart die Aktion einfach sauber zu Ende bringen. Wenn ich weiß, dass die Situation noch nicht bereinigt ist, geht es nur und ausschließlich um die Frage, wie schnell ich es schaffe, wieder in die beste Ausgangslage zu kommen.

    Je weniger Zeit ich habe, sprich je näher der Ball zum Tor ist, wird das Überrollen problematischer sein, weil ich dann einen Tick später in die Grundhaltung zurückkehren kann und dann der ständige Blickkontakt absolut relevant ist. Wenn es darum geht, nach dem Aufstehen so schnell wie möglich mehrer Meter zurückzulegen, ist die Technik allerdings optimal, denn ich komme sehr schnell in eine Sprinthaltung und in die Gegenrichtung. Ausschließen würde ich nichts, können sollte man alles und zwar so gut, dass man es instinktiv für die entsprechende Situation einsetzen kann. Also werde ich das Durchdrehen trainieren.
    Geändert von nik1904 (11.01.2011 um 13:45 Uhr)

  3. #3
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Zitat Zitat von nik1904 Beitrag anzeigen
    Also werde ich das Durchdrehen trainieren.
    Nik,
    das schöne daran ist, daß ich selbst einen Torwart habe, der das eigentlich oft und regelmäßig macht... daher liebe ich mit Ihm Doppelballübungen: Hier ist er einfach Granatenschnell, wenn es darum geht, von einer Ecke in die andere Ecke zu kommen. Also der Richtungswechsel ist phänomenal schnell und kommt nahezu an die Technik heran, wenn man die "Spanische Wende" benutzt, also über das Gesäss wendet, wie der Tw im Video es tut. Schön auf dem Video zu sehen ist aber: Egal wie, der Schwung den der Torwart mitbringt, der muss irgendwohin, je mehr der Tw also seitlich sich in die Ecke wuchtet, desto höher daher der Bremsweg. Sprich es geht nicht völlig ohne einen "Bremsweg" auf dem Boden, was gerade auf dem Hartplatz bei einer reinen Seitwärtslandung den Körper belastet. Wer es nicht glaubt, soll mal ins Judo Training gehen und sich 20 Mal mit einem Schulterwurf auf die Körperseite werfen lassen. Macht man so einen Blödsinn, als Torwart ja gern, über Jahre hinweg, halte ich das durchaus für sehr bedenklich. Zudem rutscht man immer minimal über den Boden, denn irgendwie muss die seitliche Bewegungsenergie ja aufgezerrt werden, damit der Torwart eine Ruhelage erreicht - es gilt ja immer noch das Energieerhaltungsgesetz. Daher wird die Bewegungsenergie in Wärme, sprich Reibungsenergie umgewandelt. Auf der Judomatte ist das nicht so arg, auf einem Kunstrasen geht's noch (allerdings ist dann auch der Weg weiter ) und auf dem Hartplatz gibt es je nach Schwung vielleicht sogar Schürfwunden...
    Beim Überrollen hingegen tritt das Newtonsche Gesetz der Bewegungsumkehr in Kraft, sprich die Energie der Bewegung bleibt erhalten, wird nur vollständig in die andere Richtung umgelenkt... Dieses "Rückstoß" Prinzip ist es auch, was es dem Torwart so ermöglicht, rasend schnell in die andere Ecke zu flitzen, er hat sozusagen fliegenden Start. Dabei wird kaum Energie in Reibung verwandelt und selbst auf harten Böden ist damit die Gefahr von Schürfungen auf ein Minimum reduziert...
    Trotzdem: Bei Doppelballübungen in die gleiche Ecke ist das Rollen unvorteilhaft und führt im Training immer und immer wieder zu Gelächter und epic fails..
    Im Spiel hingegen, da war es noch nie ein Nachteil... mein Torwart war immer schnell genug auf den Beinen und ich habe es lange genug beobachtet: Wenn der Torwart den Ball nicht sicher geklärt hat, sondern nur vor sich hat abklatschen können, rollt er nicht über... instinktiv und völlig korrekt fällt er seitlich, um sofort irgendwie wieder mit den Händen, Füssen, was auch immer an den Ball zu gelangen.
    Gerade jetzt in der Halle fällt es auf...

    Daher: Ich sehe keinen Nahteil darin und lasse es zu...

    Beobachtet man Rensig beim Training mit Daniel Weber fällt auf, daß er das wie Weidenfeller nahezu notorisch im Training tut... man muss nun nur schauen, ob das im Spiel ein Nachteil ist oder sein kann... ich glaube, hier wird von einigen zu sehr aus der Mücke der Elefant gemacht... und es werden Ausreden und Begründungen gesucht, weil es bisher sich niemand wirklich klar angeschaut hat... Leitert gefällt mir:
    Ist es kein Nachteil im Spiel - soll er doch!
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  4. #4
    Torwarttalent
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    Zitat Zitat von Steffen Beitrag anzeigen
    Beim Überrollen hingegen tritt das Newtonsche Gesetz der Bewegungsumkehr in Kraft, sprich die Energie der Bewegung bleibt erhalten, wird nur vollständig in die andere Richtung umgelenkt... Dieses "Rückstoß" Prinzip ist es auch, was es dem Torwart so ermöglicht, rasend schnell in die andere Ecke zu flitzen, er hat sozusagen fliegenden Start. Dabei wird kaum Energie in Reibung verwandelt und selbst auf harten Böden ist damit die Gefahr von Schürfungen auf ein Minimum reduziert... [/I]
    Das hab ich jetzt nicht ganz verstanden mit dem fliegendem Start? Könnstest du das vielleicht nochmals ausführen, da es mich schon interessiert?

  5. #5
    Nationale Klasse Avatar von nik1904
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    Zitat Zitat von FC_Keeper Beitrag anzeigen
    ich neige auch sehr stark zum überrollen, aber meistens nur auf der rechten seite...wollte es eig wieder wegbekommen nachdem ich darauf aufmerksam gemacht worden bin...ging aber leider nicht mehr. Ich bin aber der meinung dass das überrollen nicht grundlegend ein fehler ist. Habe auch noch nie deswegen ein tor kassiert
    Schau mal nach im Rensing-Thread, da siehst Du, dass er ebenfalls zwei Techniken hat, die er je nach Seite einsetzt (Wippe und Durchdrehen). Ich nehme an, dass sich das ursächlich aus dem Instinkt des Torwarts entwickelt, sich so zu verhalten, wie er möglichst schnell sein Sprungbein auf den Boden bekommt, um sich am effektivsten in die Gegenrichtung abzustoßen. Wir haben ja hier schon festgestellt, dass es zu tolerieren ist, wenn daraus kein Nachteil entsteht. Das scheint bei Dir - zumindest subjektiv - der Fall zu sein. Besprich das mal mit einem Torwartkollegen und Deinem Trainer. Auch hier ist ein Video sehr hilfreich!

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