Ich möchte an dieser Stelle meine sportliche Situation wiedergeben und wage nun erst einmal einen Blick zurück in die Vergangenheit:
Meine sportliche Situation war seit 2008 sehr übersichtlich. Vor zwei Jahren habe ich mit der B-Jugend des ABC's Wesseln knapp die Relegation für den Verbandsligaaufstieg verpasst. Das war natürlich sehr bitter für mich und die Mannschaft, ich konnte mich letztlich aber damit trösten, dass im Winter schon feststand, dass ich den Verein im Sommer 2009 verlassen werde und zu TuRa Meldorf's A-Jugend in die Schleswig-Holstein-Liga, die die höchste Jugendspielklasse im Bundesland ist, wechsele. Leider konnte ich mich dort nicht durchsetzen und kam nur auf Pokaleinsätze, dessen Trophäe ich schließlich im Finale in die Luft heben durfte. Der Kreispokal war bisher mein einziger Titel, den ich erringen konnte. Mir blieb indes nur die Rolle als Nummer zwei. Ein Jahr später, im Sommer 2010, musste ich Meldorf notgedrungen verlassen, da ich aus dem Kader gestrichen wurde. Ich wechselte zum Heider SV, dessen A-Jugend ebenfalls in der Schleswig-Holstein-Liga spielt, und auch dort schaffte ich es nicht, einen Platz als Nummer eins behaupten zu können. Ich wurde aufgrund meiner "altbackenen" Spielweise zur trostlosen Nummer drei ernannt und stand kurz vor dem sportlichen Nichts. Im Oktober 2010 zog ich dann die Konsequenzen aus meinem Tribünendasein und sprach bei der zweiten Herrenmannschaft vor, die aktuell um den Verbandsligaaufstieg spielt. Dort trainierte ich fortan mit und bekam einen Stammplatz zur Rückserie in Aussicht gestellt, wenn ich meine Chance dann im Training nützen würde.
Dies habe ich getan und wurde schließlich vor einigen Wochen zur alleinigen Nummer eins gekürt. Mit 18 Jahren, und noch einer halbjährig dauernden Spielberechtigung für die A-Jugend, werde ich nun am Sonntag mein erstes Ligapflichtspiel seit 2009 bestreiten. Das Spiel gegen den Tabellenführer findet in unserem heimischen Stadion statt. Am Donnerstag durchliefen wir den letzten Test, den wir mit 3:5 auswärts gewannen. Ich konnte überzeugen, fand aber noch etliche Baustellen an meiner Spielweise, die ich aufarbeiten und fertigstellen muss.
Bisher bin ich zufrieden, nicht glücklich, aber zufrieden und wünsche mir persönlich, dass ich entscheidend zum Mannschaftserfolg beitragen kann. Wie und ob dies gelingen wird, weiß ich nicht, Ausblicke sind meiner Meinung nach, und das nicht nur im Fußball, immer äußerst gewagt.
Euch viel Erfolg im restlichen Saisonverlauf.
Liebe Grüße




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