Pepe_Reina, so etwas fällt doch in den Bereich "Beziehung zwischen Torwartkollegen" und das hatten wir - glaube ich - schon einmal besprochen. Nur als Anmerkung

Zitat Zitat von Torbinho Beitrag anzeigen
Nur solche inneren Gedanken sind halt da, was ich normal finde. Wichtig ist halt nur, dass man diese NIE nach aussen dringen lässt.
Diese Aussage kann ich hundertprozentig unterstützen. Die Hinrunde war für mich alles andere als erfreulich. Am Anfang der Saison schaffte ich es - nach "Kommunikationsschwierigkeiten der Trainer" (so nenne ich es mal) - noch gerade so in den Kader unseres ersten Teams. Es wurde für die Saison vom damaligen Trainer ein offener Konkurrenzkampf ausgegeben - die Wochenform sollte entscheiden. Meine Bilanz sieht bis jetzt jämmerlich aus: 2 Pflichtspiele für die erste Mannschaft und 4 für die Zweite. Bei zweien dieser 4 Spiele für unser zweites Team gab es mit 7:3 und 7:2 richtig ordentlich auf die Mütze und ich schien Gegentore fast magisch anzuziehen. In beiden Pflichtspielen für die erste Mannschaft hatte ich nicht eine einzige Situation, in der ich mich hätte beweisen können. Sie wurden relativ sicher gewonnen - es waren allerdings auch Pflichtsiege.

Mein Frust wuchs natürlich, da ich, ungeachtet meiner Trainingsleistungen, scheinbar nicht einmal die Chance auf einen Einsatz bekam. Die beiden Einsätze waren lediglich zwei Mitleidsspiele im Pokal und in der Liga, von denen keine wahnsinnig große Gefahr für die Tabelle ausging. In dieser Situation wurde es natürlich zunehmend schwieriger mein Team weiterhin zu unterstützen und die eigene Frustration zurück zu stellen. Dementsprechend wurde auf der Reservebank gegen Ende der Hinrunde auch ordentlich die jeweilige Verfassung untereinander ausgetauscht. Die Unzufriedenheit nahm nicht nur bei mir zu.
Nun wurde in der Winterpause seitens des Vereins gehandelt und ein neuer Trainer hat das Zepter übernommen. Ich hoffe natürlich darauf, diesmal eine - in meinen Augen - "faire Chance" zu bekommen. Das soll mir vorerst dann schon genügen.

Es wird immer an dem Punkt schwierig, wo man anfängt, sich immer mehr mitzuteilen und diese Unzufriedenheit auszustrahlen. Mit meiner Torwartkonkurrentin (ich würde sie eher als Konkurrentin und nicht als Kollegin bezeichnen) habe ich diese Gedanken natürlich nicht geteilt und würde das auch in Zukunft nicht tun. Denn zwischen uns gibt es da schon erhebliche Differenzen was z.B. die Einstellung angeht. Jedoch ist das wahrscheinlich auch eine der typischen Unterschiede des Frauenfußballs zum Männerfußball: Es wird nicht angesprochen. Man trainiert zusammen, flachst ein wenig oberflächlich, aber das war es dann auch schon. Gegenseitig kritisieren wir uns sehr, sehr wenig und Lob kommt auch eher selten vor. Das kommt wahrscheinlich auch daher, dass wir unterschiedliche Ansichten vom Torwartspiel als solches haben, denke ich.
Es ist wirklich interessant, wie unterschiedlich die Beziehungen zwischen Torhütern schon sein können...