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Thema: Kleiner Finger gebrochen: Operation

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  1. #1
    Nationale Klasse Avatar von nik1904
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    Das ist ja ein Ding: Mit Röntgenbildern...

    Also, ich äußere mich ungern dazu, was Du machen kannst, denn das wird Dir Dein Orthopäde besser sagen können. Ich sage es mal so: NACHDEM Du Dir wirklich ausreichend Zeit zur Gesundung des Fingers gegeben hast, fängt mit Training eine Zeit an, in der jeder, der wie und wo auch immer schwerer verletzt war, sich herantasten muss. Dass es nicht sinnvoll sein kann, mit Schrauben in der Hand als Torwart zu agieren, sagt einem ja der Menschenverstand - oder er sollte es zumindest...

    Gehen wir mal davon aus, dass der Arzt Dich anlächelt und sagt: Geh zum Training! Vom medizinischen Standpunkt aus, spricht nichts mehr dagegen.":

    Tape macht Sinn, um in der ersten Zeit die Stabilität zu erhöhen. Ich würde aber abraten, das dauerhaft zu nutzen, solange Du keine "Sollbruchstellen" hast. Bei mir haben ein paar Kapseln schon ein bisschen was mitgemacht, was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass ich selten so eine Verletzung auskuriert hätte. Womöglich werde ich dafür im Alter noch mit Gelenkproblemen bezahlen. Der linke kleine Finger wird nie mehr auf volle Streckung kommen. Selber schuld!!!

    Wie auch immer tape ich vier Finger. Ohne solch eine Indikation würde ich mir an Deiner Stelle einen Zeitpunkt (vielleicht vier Wochen Training) setzen, ab wann das Tape wieder abkommt. Sonst meint der Kopf, der Finger brauche das immer. Du kannst auch die Finger aneinandertapen und in der ersten Zeit des Trainings die entsprechenden Reha-Handschuhe von torwart.de nehmen.

    Für den Kopf sind Fingerschutzhandschuhe natürlich gut. Man hat den Eindruck, einen Panzer zu tragen und dieser ist förderlich, um die ersten robusten Trainingseinsätze mit einem guten Gefühl zu beginnen. Ich würde in jedem Fall die Zeit nutzen, um die Hände auf die Belastungen optimal vorzubereiten, sprich die Stabilität durch Kräftigung der Handmuskulatur erhöhen.

    Aber auch hier gilt: Ohne Indikation brauchst Du nicht länger damit spielen als notwendig. Es kann natürlich sein, dass das sehr lange notwendig ist, sollte es mit einer ausgeheilten Verletzung aber nicht. Aus eigener Erfahrung: Fingersafe-Handschuhe bringen eine ähnliche psychische "Abhängigkeit" mit sich, dass man sich ohne verwundbar fühlt. Das ist ok, Fingersafe muss kein Malus sein. Ich habe verdammt lange mit Fingersafe (zuletzt Bionik) gespielt. Vermutlich würde ich das immer noch, wenn der Cerberus AG Bionik noch auf dem Markt wäre. Ich trage jetzt mit lockerer Eingewöhnung seit Dezember und seit sechs sehr intensiven Trainingseinheiten das Fanghand-Sondermodell. Ich habe überwunden, dass mir etwas an der Hand fehlt und lediglich beim Fausten kommt noch ein leichtes Gefühl des Ungewohnten auf. Ich kann das nicht garantieren, aber ich habe nicht das Gefühl, dass ich Fingersafe wieder nutzen werde. Bei akuten Sachen hätte ich meinen Bionik noch im Schrank. Als Dauerlösung werde ich das nicht mehr machen, da ich ein wesentlich besseres Griffgefühl am Ball habe und das schon in der kurzen Zeit zu schätzen gelernt habe. Zudem mache ich konsequent Kräftigungsübungen für die Hände. Das ist torwarttechnisch und für die Sicherheit immer noch die beste Lösung.

    Das nur als eigener Erfahrungswert. Es gibt zahlreiche mögliche Vorgehensweisen, aber gerade nachdem Du die verletzte Hand lange nicht normal gebraucht hast, geht wie auch immer kein Weg daran vorbei, die Muskulatur aufzubauen. Aber bitte, bitte nach dem ok des Arztes!
    Geändert von nik1904 (26.01.2011 um 15:54 Uhr)

  2. #2
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    Hi Steffen, Hi nik,

    danke erstmal für die Antworten.

    Zunächst mal, auch wenns vielleicht im ersten Beitrag etwas missverständlich rüberkommt: ich werde definitiv nichts tun, bei dem ich nicht da uneingeschränkte Okay des Arztes habe, und bei dem ich mich vollständig sicher fühle. Klar will ich gerne (sehr sehr gerne sogar) wieder auf dem Platz stehen, aber die Stimme der Vernunft ist laut genug, mich davon abzuhalten, solange ich das noch nicht tun sollte.

    Insofern war die Frage nach den Fingerschutz-HS nicht darauf abgezielt, früher wieder zu spielen als ohne. Es ging mir da eher um eine Mischung aus psychologischem Vorteil, weil man eventuell nach Verletzung etwas Respekt hat, mit der betroffenen Hand wieder richtig zum Ball zu gehen, dem Schutz vor der erneuten Verletzung und der Unsicherheit, wie ein Finger mit Schrauben drin reagiert.
    Wenn ich schon nicht aktiv fußballen (wie LvG so schön sagt) kann, wollte ich mich wenigstens theoretisch damit beschäftigen. was z.b. meine nächsten HS sein könnten... Ich wäre also trotzdem an Deiner Meinung zu FS-HS interessiert, Steffen. Wie gesagt, erst, wenn der Bruch vollständig verheilt ist. Nik hat sich ja schon dazu geäußert. Wenn Du das aus pädagogischen Gründen trotzdem nichts sagen willst, fair enough. Drüber freuen würde ich mich trotzdem.

    Was die Schutzvorrichtung für die Hand angeht: Auch hier gilt, ich möchte keine Gefahr oder sonstwas eingehen bzw. irgendetwas riskieren. Sicher nicht. Dazu sind mir meine Hände zu wertvoll, und ich habe nur zwei davon Aber es wäre ja möglich, dass es eine Schutzvorrichtung gibt, die Stöße an der Hand so sehr abfängt, dass es tatsächlich irgendwann möglich ist, zumindest schonmal als Feldspieler ein bisschen zu kicken. 100%igen Schutz gibt es natürlich nicht. Aber den habe ich auch nicht im Alltag, auch da kann man mit dem Finger irgendwo hängenbleiben oder dagegenstoßen.
    Meine Überlegung war daher: Möglicherweise kennt jemand von Euch eine Schutzvorrichtung, die sowas leisten kann, die mein Arzt nicht kennt. Ich bespreche das mit ihm, er kann entscheiden, ob es tatsächlich unbedenklich ist oder nicht, und ich weiss dann, ob ich vielleicht schon etwas früher kicken (nicht halten) kann oder nicht. Wenn nicht, Pech gehabt.
    Aber ich will wenigstens gefragt haben.

    Zum Thema "Schrauben ziehen":
    Die operierende Ärztin hat mir vor der Operation gesagt, man könne die Schrauben drinlassen oder nach 6-12 Monaten wieder entfernen, das mache prinzipiell keinen Unterschied. Sollten die Schrauben keine akuten Probleme verursachen gäbe es keinen Grund, sie rauszunehmen. Nach mehr als 12 Monaten sei es sehr schwierig, sie wieder rauszubekommen.
    Direkt nach dem Aufwachen aus der Narkose hat sie mich "begrüßt" mit der Information, die OP sei gut verlaufen und die Schrauben säßen "sehr fest" und sie empfiehle mir, sollte ich keinen triftigen Grund haben, sie nicht wieder rausnehmen zu lassen.

    Bzgl. Schwimmen, das ist in der Tat eine gute Idee, ich werde das mal ausprobieren. Steffen, meinst Du mit Paddel sowas in der Art?
    paddel.jpg
    Wenn ja, werde ich mich mal auf die Suche machen, wo ich hier sowas finde...

    Nochmal, um es zu betonen: ich hasse es, rumzusitzen und nicht alle Möglichkeiten ausgelotet zu haben, um ein Problem zu lösen. Aber ich werde niemals einen Teil meines Körpers für 2 oder 4 (oder wieviele auch immer) Wochen Fußballspiel opfern.

    Bis dahin,
    erstmal vielen Dank für Eure Antworten

    P.S.: kleine nutzlose Info für diejenigen, die sich das beim Lesen gefragt haben (und in meinem Bekanntenkreis sind es mittlerweile gezählte 29, die mich das gefragt haben): Nein, man piepst bei der Flughafenkontrolle nicht

  3. #3
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Zitat Zitat von hans_dampf Beitrag anzeigen
    Bzgl. Schwimmen, das ist in der Tat eine gute Idee, ich werde das mal ausprobieren. Steffen, meinst Du mit Paddel sowas in der Art?
    paddel.jpg
    Wenn ja, werde ich mich mal auf die Suche machen, wo ich hier sowas finde...
    Genau, daß sind Paddles. Diese gibt es von Speedo und anderen Hersteller.... Sie helfen Dir, richtig und gut zu schwimmen, vor allem im Kraulen.
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

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