Zitat Zitat von das Tier im Tor Beitrag anzeigen
Hmmm, dann hätte ich aber noch ne Frage: wenn Du im Alltag keine Schmerzen hast, ist die Stelle die Dir im oder nach dem Training wehtut denn ansonsten druckempfindlich? Oder spürst Du da auch nichts? Denn wenn das Problem nur während der Belastung auftritt und dann noch eine Zeit anhält, könnte es sich auch um ein sog. funktionelles Kompartmentsyndrom handeln. Ich würde mir auf jeden Fall einen anderen Orthopäden suchen, und wenns nur für eine zweite Meinung ist. Aber bei der Problematik einfach zu sagen da kann man eh nichts machen zeugt von einer unglaublichen Ignoranz, um nicht zu sagen Inkompetenz.
Trainingstechnisch mag ich Dir jetzt keine Tips geben, weil ich so per Ferndiagnose nicht feststellen kann was Du genau hast. Shin Splints sind eben nur ein Überbegriff. Schlimmstenfalls könnte ich Dir einen Rat geben, der absolut kontraproduktiv ist. Das Risiko mag ich nicht eingehen. Ich würde das vielleicht mal mit der Physio absprechen. Übrigens kann auch Dein Hausarzt Physiorezepte ausstellen, wenn Du zu dem ein gutes Verhältnis hast und der Orthopäde nicht schnallt um was es wirklich geht. Probier doch das mal! Mach ich auch immer wenn ich kurzfristig was brauch.

Heißt das dann, dass Du auf eine Einblutung hinauswillst, die nur bei Belastung aktiviert wird oder eher darauf, dass der Kompartment nur bei Belastung aktiv wird, weil der Muskel ein durchblutetes Volumen bekommt, an das die Fascie nicht angepasst ist?

Ich frage nur, weil ich schon ein akutes Kompartment-Syndrom im Oberschenkel hatte, das notoperativ geöffnet werden musste. Da interessiert mich die Thematik.

Dass auch eine ursächliche Einblutung tendentiell nicht von jedem Arzt gesehen wird, musste ich selber schon feststellen, als ich einen abgekapselten Bluterguss zwischen Trochanter und Hüftmuskel hatte. Wochenlang ging es immer nach dem Muster: Training, Kontakt, höllischer Schmerz, Arzt, kein Befund außer "Knochenhaut", mehrtägige Pause, Training, Kontakt, höllischer Schmerz... Der Erguss wurde dann von einem anderen Orthopäden erfolgreich punktiert, was schon binnen einer Woche Pause mit Behandlung in Form von Kühlen und entzündunsghemmender Salbe zu einer völligen Genesung führte. Jetzt weiß ja niemand, was a-girl wirklich hat und ich maße mir keine Ferndiagnose oder -therapie an. Die Moral von der Geschicht ist aber: Korrekte Diagnose, korrekte Behandlung und korrektes Verhalten bringt in den meisten Fällen auch Genesung. Selbst, wenn es noch so frustrierend ist, wenn keine sofortige Besserung eintritt.