Ich habe mich zu einem Verbleib entschlossen. Mein Leben braucht endlich etwas Konstanz und ich hoffe, dass ich diese Komponente bei meinem jetzigem Verein genießen kann. Aus persönlicher Sicht verlief die bisherige Saison 2010/2011 eher durchwachsen. Zwei schwere Verletzungen kosteten fast die komplette Rückrunde - meine erste als Torwart im Herrenbereich. Nur vier Spiel absolvierte ich, zwei davon über 90 Minuten. Dementsprechend bin ich natürlich vollkommen bedient.

Mein Knöchelbruch liegt nun schon fast vier Wochen zurück. In 1 1/2 Wochen möchte ich eigentlich meine Rückkehr ins Tor feiern. Momentan bin ich davon aber relativ weit entfernt. "Trainieren", wenn man es denn so nennen darf, geht ausschließlich barfuß, denn meine Stützschiene reibt bei erhöhtem Tempo zu sehr an meinem Knöchel. Das ist äußerst unangenehm. Zudem mache ich überhaupt keinen fitten Eindruck, obwohl ich mich verhältnismäßig viel bewege. Ich sehe daher schwarz, diese Saison überhaupt noch einmal zum Einsatz zu kommen.

Die Mannschaft zur neuen Saison wird stark umgekrempelt. Wir verlieren bisher acht Stammspieler, fünf davon wechseln im Block zu einem anderen Verein. Unsere dritte Mannschaft wird aufgelöst und die dortigen Spieler füllen unsere Lücken provisorisch auf. Zwei A-Jugend-Spieler sollten nach jetzigem Stand auch den Weg zu uns finden. Der Klassenerhalt wird ausgeschriebenes Ziel sein, doch rechne ich mir mehr aus. Mein Ziel wird es sein, in die zweithöchste Liga unseres Verbandes aufsteigen zu wollen. Getreu dem Motto: Schneller, weiter, höher.

Einen direkten Konkurrenten habe ich noch nicht. Ob sich das ändern wird, ist fraglich. Ich denke schon. Das wäre aber halb so wild, denn ich denke, dass ich die nötige Qualität besitze, um mir den Stammplatz zu ergattern. Meine Vergangenheit hat aber gezeigt, dass nicht alle Rechnungen beim ersten Mal aufgehen. Manchmal braucht es auch drei oder vier Versuche. Zusätzlich zu unserem Mannschaftstraining werde ich noch Sonderschichten bei der Ersten einlegen, die einen sehr guten Torwarttrainer ihr Eigen nennen dürfen. Das möchte ich auch durchgängig weiter so handhaben, egal, was während der Saison passiert. Denn eins ist klar, wer oben ist, bleibt nur oben, wenn er mehr macht, also trainiert, also andere, oder schon von Haus eine solche Qualität mitbringt, dass er es auch ruhig etwas gelassener angehen kann. Da ich aber nicht zum letzteren Kreis gehöre, heißt es ackern. Und wenn nötig, bis zur Verzweiflung.

Danke, Manuel. Ich habe deinen Beitrag gerne gelesen. So habe ich es mir vorgestellt.

Liebe Grüße