Also, scheinbar ist dein Verständnis vom Judo ein wenig geringer. Judo, oder der sanfte Weg hat nichts mit Tritten oder Schlägen zu tun.
Es ist eine weiche Kunst, die den Gegner mittels Gleichgewichtbrechen, Würfen und Hebeln bezwingt. Da man dabei zwangsweise nicht unbedingt was hören muss, ist Judo gerade für Leute, die schlecht sehen, schlecht sprechen oder schlecht hören können ideal, weil die Partner immer Kontakt suchen, und damit einander spüren. Distanz ist hier wichtig, doch es ist Distanz in Reichweite... und daher ist Kommunikation und normale Sinneswahrnehmung von Vorteil, nicht aber Notwendigkeit.
Und bei keiner Kampfkunst die ich kenne, wäre es von Nachteil, wenn man die akustische Wahrnehmungshilfe abnimmt, so wie ich oft die optische Wahrnehmungshilfe abnehme, oder beim Judo im Bodenrandori bewußt auf optische Wahrnehmung verzichte, indem ich die Augen schließe - also mich aktiv und bewußt blind mache... ich versuche meinen Partner zu spüren, nicht zu sehen.




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