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Thema: Unnerstall, Lars (Fortuna Düsseldorf, 2. Bundesliga)

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  1. #1
    Nationale Klasse Avatar von nik1904
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    Zitat Zitat von übergreifer Beitrag anzeigen
    Kann ich nicht so stehen lassen. Wenn man mit Beinen schneller am Ball ist, dann stimmt irgendwas mit der Körperposition nicht. Dann sind Oberkörper und Arme schlichtweg völlig falsch positioniert. Mit den Armen hat man wesentlich mehr Reichweite. Bei den Steilpässen verschenkt man maßig Reichweite wenn man mit Beinen voran geht. Ausnahmesituationen ergeben sich nur wenn irgendwie abgefälscht oder wie auch immer der Ball dem Torwart vor die Füsse fällt und der Stürmer einschieben könnte, also faktisch nur bei Zufallsprodukten. So bald man aber, wie in gestriger Situation, einen stinknormalen Steilpaß ablaufen muss ist jegliches Hingehen mit Beinen voran absolute Katastrophe, technisch gesehen total falsch und mit Torwartlehre nicht vereinbar. Wenn ein Torwart nur seine Füsse benutzt hat er sich entweder in die Hose geschissen, und hat Angst dass ihm keiner reingrätscht oder er spurtet sinnlos rein und vergisst kurz vor dem Ball den Oberkörper und Arme in günstige Position zu bringen. Deine Oberkörper-Position wird wohl in manchen Fällen nicht stimmen. Somit gehst du meistens mit Händen voran, und manchmal mit Füssen. Passiert mir auch manchmal wenn ich nicht konzetriert bin oder Situation falsch einschätze.
    Übergreifer nennt "Ausnahmesituationen", wo man sich vorstellen kann, dass es sinnvoll ist, mit den Füßen hinzugehen. Darin gehen wir konform. Allerdings möchte ich diese Situationen etwas weiter fassen. Im Vollsprint kann es die Situation sogar erfordern, mit den Beinen zum Ball zu gehen und regelrecht zu grätschen.

    Meiner Erfahrung nach (auch bei mir selber) ist es am ehesten eine Frage von Technik und Training. Angst zu überwinden klappt nicht im Spiel, wenn man an diese Grenzsituationen nicht schon im Training herangeführt wurde. Position, Position, Position - das sind die "drei" Zauberwörter. Und dazu muss der Körperschwerpunkt vorne bleiben, selbst wenn eine Kanone auf einen zurollt. Angst haben wir alle und die ist normal. Das Geheimnis liegt darin, sich die Fähigkeit anzutrainieren, nicht dem Instinkt, sondern dem Kopf zu folgen. Dazu gibt es Übungen. Wir machen es regelmäßig so, dass ein Torwart in den Kniestand geht und dann sehr scharfe Bälle um die Ohren bekommt, bei denen er vorne bleiben muss. Um zu verhindern, dass er nun ständig auf die Knie nach vorn fällt, mache ich drei Schüsse in Kniestellung und drei weitere, bei denen der TW von der Torlinie zur Fünferlinie kommt, Position einnimmt und dann den Ball wieder sehr scharf um die Ohren geschossen bekommt. Ziel ist immer: Kopf oben behalten, Gewicht auf dem vorderen Drittel der Füße, Reaktion auf den Schuss und nicht alibimäßig.

    Zu gestern und zum Aufhänger der Diskussion: Man muss klar festhalten, dass das Timing von Unnerstall nicht zum ersten Mal in der Saison katastrophal war, wenn er ins Laufduell muss. Und die Beine haben HIER gar nichts zu suchen. Mit einer konsequenten Aktion mit den Armen zum Ball wäre er m.E. rechtzeitig zum Ball gekommen.

  2. #2
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    Avatar von übergreifer
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    Zitat Zitat von nik1904 Beitrag anzeigen
    Übergreifer nennt "Ausnahmesituationen", wo man sich vorstellen kann, dass es sinnvoll ist, mit den Füßen hinzugehen. Darin gehen wir konform. Allerdings möchte ich diese Situationen etwas weiter fassen. Im Vollsprint kann es die Situation sogar erfordern, mit den Beinen zum Ball zu gehen und regelrecht zu grätschen.
    Man kann aber im allerletzten Abschnitt des Vollsprints den Körper nach unten bringen und pantherartig über dem Boden gleitend springen. Diese Übersetzung funktioniert manchmal nicht, und daher ist man im Vollspurt der Meinung nur mit Füssen vorangehen zu können. Wenn wir im letzten Moment tiefer gehen mögen wir ein paar Zentimeter durch niedrig gewordene Geschwindigkeit verlieren. Die gewonnene Reichweite holt diesen Verlust aber mehrfach raus. Achte mal ganz genau wie in solchen Steilpass-Situtationen BuLi-Torhüter agieren wenn sie es richtig machen, und du wirst sehen dass viele diese Übersetzung sehr gut hinkriegen und aus ihrem Spurt nicht eine Grätsche sondern ein Sprung mit Händen voran wird.

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