Zitat Zitat von Steffen Beitrag anzeigen
Vielleicht mal schlicht: Die Vorbereitung dient dem Aufbau. Hier kann man wirklich mal Vollgas geben und muss es auch. Schließlich muss man ein hohes Niveau erreichen und anstreben. Also arbeitet man an der Kraft und der Ausdauer sehr intensiv - und versucht auch, eine sehr gute Erschöpfung zu erhalten - damit eben der Körper gegenarbeitet und damit die Reserven vergrößert.
Zudem muss man intensiv an den Techniken arbeiten, um diese erneut abzurufen und das Programm wieder sicher einzuspielen. Die Automatismen müssen wieder aktiviert werden und oft braucht es dafür intensive Übungen mit zum Teil einer größeren Fehlerquote - damit wirklich auch aktives Lernen sicher gestellt ist.

In der Saison macht man meistens schwierige Einheiten, die mehr Wert auf Ausdauer und Koordination legen eher am Anfang der Woche, vor den Spielen sind dann technisch taktische Einheiten angezeigt.
Dabei geht es insbesondere um das Verfeinern und vor allem erhalten der richtigen Technik, der Koordinations und auch Reaktionsfähigkeit. Man trainiert mehr situationsgebunden. Es gilt also, Koordination, Ausdauer und Technik aus der Vorbereitung zu erhalten und ggf. in kleinen Details zu verbessern, am Besten mit den Anreizen aus spielnahen Situationen.
Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Die Jungs und ich sind an unsere Grenzen gegangen und das machen wir auch immer wieder. Man merkt auch deutlich, dass wir diese Grenzen sukzessive weiter hinausgeschoben haben. Nur muss klar sein, dass in solchen Phasen kein anschließendes Mannschaftstraining mit Torhütern mehr stattfindet. Denn entweder man steht erhitzt herum und kühlt wieder aus oder die Power ist nicht mehr da, um vernünftig dabei zu agieren. Ich denke, dass ich damit ganze gute erste Erfahrungen gesammelt habe. Was ich allerdings schon selber überlegt habe ist, dass wir im Anschluss an das Mannschafttraining, in das wir integriert sind und für das wir Konzentration benötigen, noch eine Krafteinheit hinterherschieben, bis der Tank vollkommen leer ist. Wichtig ist, dass das mit dem Mannschaftstraining abgestimmt ist und das klappt bei uns super!

Das Prinzip, am Anfang der Woche die Kraft- und zum Ende hin die Technik-Schwerpunkte zu setzen, ergibt sich, meine ich, schon aus den eigenen Erfahrungen und der Logik.