7 Millionen Euro sind schon eine Hausnummer für einen Keeper, der nicht einmal 10 Bundesligaspiele hat. Ich bin gespannt...
7 Millionen Euro sind schon eine Hausnummer für einen Keeper, der nicht einmal 10 Bundesligaspiele hat. Ich bin gespannt...
"Das ganze Stadion wird gegen uns sein. Ganz Deutschland wird gegen uns sein. Etwas Schöneres gibt es gar nicht."
Oliver Kahn
da geb ich Dir schon recht... ne gewaltige Hausnummer. Aber die Leverkusener werden wohl wissen was Sie tun. Immerhin müssen die gewaltig von seinem Potential und Talent überzeugt sein. Weil sonst denkt man ja nicht drüber nach, für 7 mio ein "Talent" zu verpflichten, wenn man noch einen René Adler hat.
Er hat doch schon in der Champions-League bewiesen, welches Potential er hat. Ich denke nicht, dass die "Kohle" rausgehauen ist.
Bei einem Breno war die Kohle rausgehauen. Oder bei den vielen allen Südamerikanern, die in der BL verpflichtet wurden, bevor sie kein Spiel in Deutschland gemacht haben. Leno hat gezeigt, dass er in der BL nicht nur mithalten kann, sondern vor allem Leistung bringt. Und diese konstant.
torwart.de-Team
lg HannSchuach
5 Mio. plus x als "Winterzuschlag" erscheinen schon sehr viel. Allerdings hat es eine Entwicklung gegeben, dass Torhüter auch im jungen Alter zur begehrten und somit teureren "Ware" geworden sind. Was Lautern für Trapp oder Hannover für Zieler aufgerufen haben, als Schalke vorstellig wurde, dient nicht nur zur Abschreckung. Torhüter haben eine erheblich größere Bedeutung für defensiv- und offensiv-strategische Dinge erlangt. Auch wenn die Rückpassregel schon lange abgeschafft ist, die Viererkette bereits länger gespielt wird und vertikale bzw. horizontale Raumaufteilung Einzug gehalten haben, ist doch zu beobachten, dass sich das Torwarttraining bzw. die Ausbildung der Keeper erst seit ein paar Jahren auf die Möglichkeiten und Ansprüche umgestellt hat, die daraus erwachsen.
Der reine "Schnapper" ist out. Gleiches gilt für muskelbepackte Typen à la "Titan" oder "Ehrmann". Ein Torwart muss erheblich mehr am Spiel teilnehmen und wird vom Spezialisten zum Multi-Tasking-Spielmanager. Beleg dafür ist z.B. die Strecke, die ein Torwart nunmehr während eines Spiels zurücklegt. Je stärker ein Torwart diesen Ansprüchen gerecht wird, desto stärker geht der Marktwert in Richtung entsprechend talentierter Feldspieler. Daran sollte man sich wohl gewöhnen. Es gibt natürlich Unterschiede in der individuellen Ausrichtung der Torhüter. Der eine ist dann doch noch in der Tendenz eher Linientorwart, der andere ist offensiver. Doch in der Summe der Fähigkeiten muss ein Torwart universal ausgebildet sein. So etwas einzukaufen, kostet Geld.
Bei Leno kommt hinzu, dass er im Gegensatz zu Zieler und Trapp auch auf CL-Niveau schon eine hohe Stressresistenz nachgewiesen hat. Das bindet sozusagen noch ein Schleifchen ums ganze Paket, das der Junge mitbringt.
Dass ein Torwart in seiner Entwicklung eher länger braucht als ein Feldspieler, bis er sein höchstes Niveau erreicht, und die Sinuskurve seiner Leistungen starken Ausschlägen unterworfen ist, ist keine Frage. Je offensiver und proaktiver ein Torwart sich ausrichtet, sind solche Schwankungen bis mindestens 26 oder sogar 27 immer mal drin. Das ist einerseits ein Problem bei der Verpfichtung eines so jungen Torwarts zu diesen Konditionen. Andererseits zeigt das Beispiel Neuer, wie der Marktwert eines Torwarts hochgehen kann. Mit mehr als nur einem Jahr Restlaufzeit hätte Bayern sicherlich weit mehr als die 22-25 Mio. € investieren müssen. So gesehen sind 5 Mio. und womöglich ein bisschen Aufschlag ein gutes Investment für einen Torwart mit diesen Perspektiven.
Geändert von nik1904 (20.10.2011 um 10:55 Uhr)
Ich war vor allem über die Höhe der festgeschriebenen Ablösesumme (5 Millionen Euro) überrascht. Dafür, dass Leno bis vor kurzem noch Nummer 3 in Stuttgart war.
Leno ist zweifelsohne ein sehr großes Talent. Natürlich muss er seine Leistungen erst einmal über einen längeren Zeitraum beweisen, aber ich könnte es durchaus verstehen, wenn Leverkusen so viel Geld für ihn ausgibt. Denn dann könnte man den Posten des Torhüters - wenn alles gut läuft - für sehr lange Zeit (bis zu 20 Jahre) überdurchschnittlich gut besetzen.
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