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Thema: UEFA Champions League

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
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    Avatar von Stetti
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    Vorne unkreativ (gerade gegen gut verteidigende Mannschaften braucht man eben Ideen...), hinten anfällig.

    Was mir aber noch mehr Sorgen bereitet, ist, dass nach dem Spiel eigentlich alle ganz happy waren. Ob Lahm, ob Neuer, ob Guardiola, die waren jetzt alle nicht wirklich unzufrieden. Klar, 0:1 im Bernabeu ist jetzt keine Katastrophe, aber es war vom Potential der Mannschaft eben deutlich mehr drin. Wenn's im Rückspiel ein Gegentor gibt, ist Bayern in der aktuellen Verfassung (und der aktuellen Verfassung Rals) schon fast raus, würde ich behaupten, und das ist keine gute Ausgangssituation, wenn es gegen Ronaldo, Bale, Benzema und co. geht.

    Ich bin gespannt, aber wirklich optimistisch bin ich nicht.

  2. #2
    Nationale Klasse Avatar von Anadur
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    Das Spiel auf so einem Niveau wird letztendlich durch die Trainer entschieden. Guardiola hatte sehr viel Respekt vor dem Umschaltspiel der Madrilenen. Ähnlich im übrigen wie es Morinho vor dem anderen Madrid hatte. Welche taktische Ausrichtung nun besser ist, mit so einem Gegner umzugehen, sei mal dahingestellt, deshalb bleiben wir mal bei Bayern.

    Das Halbfinale dauert nun mal 180 Minuten, eine Lektion die schon viele sehr bitter lernen mussten. Deshalb hat Guardiola gestern sehr defensiv begonnen, aber leider dadurch auch den entscheidenden Fehler gemacht. Unter Guardiola bilden die AV zusammen mit dem 6er die Abfangstationen bei Ballverlust. Lahm ist dafür allerdings zu Zweikampfschwach in der Zentrale. In entscheidenden Momenten spielt er da viel zu oft Alibizweikämpfe, wo es krachen muss oder ist sich zu fein, ein Foul zu spielen. Im Prinzip spielt Bayern also ein 2 (IV) - 3 (AV+6er) - 4 (ZM+LM+RM) - 1 (St) bei Ballbesitz. Dieser offensiven Ausrichtung fehlt halt die Durchschlagskraft, weil sie kaum in der Lage ist Druck aufzubauen. Es fehlt die Breite im Spiel um Lücken zu reißen und 1vs1 Situationen zu schaffen, weil es sowohl das Spiel von Robben, als auch von Ribery ist, in die Mitte zu ziehen. In dieser Aufstellung können beide relativ einfach zugestellt werden, so wie es Real gestern praktizierte. Sonderlich gut oder gar überragend mußten sie dafür noch nicht mal verteidigen. Das hat Chelsea viel besser gemacht gegen einen Gegner, der mehr Zug zum Tor entwickelt hat.
    Heynkes hat diese Schwäche des Van Gaal/Pep/Barca Systems erkannt und deshalb modifiziert. Er hat einen klassischen Abräumer gekauft und einen ZM nach hinten gezogen um die beiden AV offensiv werden zu lassen. Dazu war/ist Kroos ideal um lange schnelle Wechsel zu spielen als 10er.
    Nichts desto trotz ist das Bayernsystem extrem effektiv dabei das Spiel zu kontrollieren. Deshalb auch Lahm im Zentrum und nicht Martinez, weil die Bayern eben mit Pressing durch Madrid gerechnet haben. Im Prinzip hat Guardiola bis zum Schluss nicht glauben können, dass Madrid sich zurückzieht. Deshalb hat Guardiola auch erst spät umgestellt.

    Wie auch immer, Ziel gestern war ein gutes Ergebnis am besten ein 0 zu 0, kein Sieg. Das Problem sehe ich eher im Kopf. Die Kommentare, allen voran Lahm, klingen doch sehr 1 zu 1 nach denen, die die Barca Spieler im letzten Jahr im Halbfinale von sich gaben. Ich kann gewisse blöde Antworten bei den gestellten Fragen durchaus nachvollziehen, aber eine gewisse Demut hätte den meisten Spielern, allen voran dem Kapitän durchaus gestanden.

  3. #3
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    Das Ziel war zu gewinnen, das wurde im Vorfeld immer artikuliert! Man hat sich nur des falschen Mittels bedient. Wenn man zeitweise 80% Ballbesitz hat in der gegnerischen Hälfte, zeigt man auch das man die Intention hat da zu gewinnen. Für mich war das von Pep einfach eine schlechte Taktik. Wenn man Real kommen lässt, hat man selbst Platz zum kontern. Nimmt Real dieses Angebot nicht an, dann geht man mit 0:0 nach Hause und alles ist gut.

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