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Thema: Fußballprofi werden als Torwart/Torspieler. Wie stehen die Chancen?

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  1. #1
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Zitat Zitat von Aufschlagwin Beitrag anzeigen
    danke für deinen Beitrag, trotz deines jungen Alters. In meinen Ausführungen schlägt das Herz eines Vaters, der das Beste für sein Kind will. Du bezeichnest es als krank, nun ich denke, da du ja (wahrscheinlich) noch kein Vater bist und nicht nachvollziehen kannst, was "Eltern fühlen" wirklich heisst.
    Es ist klasse, daß Du jemand, der Dir die Sicht des "Kindes" vermitteln will, gleich so kommst. Also stellen wir uns mit Dir auf eine Stufe und schlagen Dich mit deinen eigenen Waffen!

    Merkste was, Willkommen in Deutschland.
    Jap! Welchen Schulabschluss hast Du? Und welchen Beruf übst Du den aus?
    Sorry, für die Frage, doch als ich zur Schule ging, war es für den Hauptschüler schon schwer genug, in einer KfZ Werkstatt unter zu kommen, heute ist für viele technische Berufe sogar besser, wenn man Abitur hat.
    Betrachte Dich! Du möchtest das Beste für dein Kind. Super Idee! Willkommen in Deutschland - aber das gibt es auch anderswo. Nur da ist es schlimmer. Geh mal nach China. Schule? Viele Kinder sehen das nicht, dafür eine Sportschule. Wenn man sich die Schule nicht leisten kann, vielleicht schafft man es als Talent im Sport und dann kommt der internationale Durchbruch... und dann kann das Kind die Familie ernähren... ist das wirklich ein redlicher Beweggrund? Für ein so armes Land wie China vielleicht, doch für ein Land wie Deutschland?


    Glück und da gebe ich allen hier recht, das braucht man wirklich. Zur rechten Zeit am richtigen Ort. Doch vielleicht kann man dem Glück ja auch ein wenig nachhelfen nach dem Motto "den tüchtigen gehört der Erfolg".
    Das kann man versuchen, doch Fussball ist leider ein "Klüngelgeschäft"... schau, hast Du z.B. in München zwei große Vereine, dann schaut sich ein Auswahltrainer dort zuerst um, bevor er andere Vereine abklappert. So bleiben Talente zum Teil schlicht unentdeckt, weil sich hier die Leute, die es tun sollen, schlicht nicht die Mühe machen und die Vereine auch nicht mehr so 'scouten' wie früher üblich.
    Also nachhelfen, indem man das Kind zum Probetraining schickt. Doch die meisten Vereine ziehen dann vielleicht, aber die Entwicklung kann man nicht beeinflussen.
    Noch haben Vereine es gern, wenn die Kinder 'unterbelichtet' sind. Sprich: Es gibt Clubs, gerade mit Namen, die achten sehr auf die Zeugnisse der Kinder. Gerade in der C- und B-Jugend kenne ich Vereine, deren erste Mannschaft Bundesliga spielt, da müssen die Zeugnisse eingereicht werden. Zudem müssen die Älteren, wenn es nicht Abitur ist, zumindest eine klare Lehrstelle haben und auch dort erfolgreich sein.
    Also auch hier nachhelfen: Für eine gute Schulbildung sorgen, anstelle die Schule und Schulzeit in Frage zu stellen.
    Also schauen, was hat das Kind für ein schulisches Leistungspotential und dieses entsprechend ausbilden und fördern. Nicht zum Erfolg zwingen, weil das geht bei Bildung nicht.

    Wir Eltern versuchen natürlich, Schule und Hobby so gut wie möglich miteinander zu verbinden und unterstützen, wo es nur geht. Daran liegt es nicht. Aktuell spielt unser Kind (Jugendlicher) in einer guten Mannschaft und trainiert 3x pro Woche + Mannschafts-Wettbewerbe in der Runde.
    Und nun denkt daran: Für angehende Profis gilt - Schule, Ausbildung, ggf. Studium - das ist Pflicht!
    Viele Eltern verstehen es nicht.. doch es passiert schnell: Eine doofe Verletzung und die Fussball Karriere ist vorbei... was dann? Ohne entsprechenden Abschluss droht sofort Ausschluss. Das ist z.B. in den USA noch schlimmer als hier, in Brasilien ist es der Absturz in die Slums... hier in Deutschland vielleicht nur HartzIV... doch bitte: Das kann nicht das Ziel fürsorgender Eltern sein.
    Sprich: Was ist wenn der Sport nicht greift, was dann? Einen Zivilversager, nur weil die Eltern meinten, Ihr Kind wird Profifussballer, zu züchten... also ich halte es nicht für Sinnvoll.
    Ich kann daher verstehen, daß hier einige mit schierem Entsetzen reagieren.
    Wenn man das ernst nimmt, welcher Rückschluss sollte man dabei auf Fürsorge und vor allem Welt- und Lebensverständnis der Eltern sich ziehen lassen? Bitte, das möchten wir nicht jetzt diskutieren.

    Meine urspr. Frage zielte primär darauf ab, ob es betroffene User gibt, die selbst oder eben auch Erfahrungen mit ihrem Kind schon mit diesem Thema "Profifußball" konfrontiert wurden und berichten können.
    Was erhoffst Du Dir? Glaubst Du wirklich, daß es hier Eltern gibt, Dir Dir verraten können, wie man einen Profifussballer züchten kann? Oder wie darf man diese Frage verstehen?

    Und als nächste Frage hatte ich gefragt, wie denn die Job-Chancen für einen Torwart gegenüber einem Feldspieler zu werten sind. Was ist meist gesuchter, Tor- oder Feldspieler?
    Also ganz klar: Es sind die Feldspieler. Komm mal vom dem Gedanken ab, daß die Chancen als Torwart aufgrund Ehrgeiz und Willen größer sind. Totaler Blödsinn. Hier unterscheidet einen guten Feldspieler auch nichts mehr von einem guten Torwart.
    Bedenke, daß eine Mannschaft aus 22 Spielern oft besteht, also 2 Torleuten und 20 Feldspielern. Das ist der Pool einer großen Mannschaft. Wenn ich im Feld Talent habe und daher 2 oder mehr Positionen wirklich erfüllen kann, so ist meine Chance wesentlich höher, als die eines Torwart, der im Feld vielleicht relativ gut ist, doch von einem Spezialisten auf der Position immer ausgestochen wird.
    Das muss Dir zuerst bewußt werden, und dieser Wahrheit muss Du Dich zuerst öffnen...

    Achja: mir tun 10 Euro für eine 1 in Mathe oder Deutsch extrem weh, viel mehr als 2 Kugeln Eis... Doch wenn ich es recht bedenke: Die 10 Euro sind wohl angelegt, und wenn er anstelle wie erträumt Profi dann doch "nur" Maschinenbauer wird, so freut es mich dennoch, weil er damit gelernt hat, daß Leben immer auch bedeutet, alternativen zu haben und flexibel agieren zu können. Natürlich bezahle ich auch gern Eis... aber mir sind dann doch die 10 Euros wichtiger, die ich bezahlen muss... egal wie sehr er Profi werden möchte
    Und die etwas älteren Jugendlichen hier, die werden mir beipflichten... und viele Profi Clubs sehen das - zum Glück - ähnlich
    Geändert von Steffen (01.12.2011 um 16:20 Uhr)
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  2. #2
    Aufschlagwin
    Gast

    Standard Airbus,

    Airbus, verstehe deine Ansätze und nach denen es auch heisst, erst Schule, dann Hobby. Das ist genau das, was alle sagen.

    Wir haben auch schon Kontakt mit einer sportkooperierenden Privatschule aufgenommen, die aber 40Km von unserem Wohnort entfernt ist. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln, im Winter, bei Dunkelheit, alleine in einer Großstadt unterwegs zu sein. Für ein jedes Kind ein Greuel und das möchte ich unserem Kind nicht zumuten, 1,5 Stunden tagtäglich einfache Strecke unterwegs zu sein. Hin- und her schutteln, noch aufwendiger.

    Also, dann doch erst Schule und nebenbei Hobbyfußball, und wenn Abi mit 18 in der Tasche, dann anfangen richtig zu trainieren?

    Und Leno spielt mit 19 in der 1.Liga.

    Mich würde interessieren, welche Schulabschlüsse unsere Weltstars im Fußball haben.

    Ich tippe auf 40% Hauptschule, 55% Realschule, 5% Gymnasium.

    Liege ich falsch?

  3. #3
    Amateurtorwart
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    Standard

    Zitat Zitat von Aufschlagwin Beitrag anzeigen

    Also, dann doch erst Schule und nebenbei Hobbyfußball, und wenn Abi mit 18 in der Tasche, dann anfangen richtig zu trainieren?

    Und Leno spielt mit 19 in der 1.Liga.

    Mich würde interessieren, welche Schulabschlüsse unsere Weltstars im Fußball haben.

    Ich tippe auf 40% Hauptschule, 55% Realschule, 5% Gymnasium.

    Liege ich falsch?

    Du musst bitte auch bedenken, wie viele Nachwuchsfussballer gibt es in Deutschland? Wie viele von denen schaffen es bei einem großen Verein unterzukommen? Wie Steffen schon angemerkt hat, hat eine Mannschaft im Normalfall um die 20-22 Spieler im Kader(ich rede hier nur von den 1.Jugendmannschaften) - prozentual also ein sehr geringer Teil. Du führst einen Bernd Leno an, gut, aber kennst du seine Vita? Wann wurde er "entdeckt"? Ähnlich verhält es sich doch mit einem ter Stegen. Ein Ron-Robert Zieler war in jungen Jahren sogar im Ausland. Alles richtig, doch sind das doch nur Einzelfälle, die man nie pauschalisieren sollte.

    Bei deiner Auflistung der Schulabschlüsse solltest du auch bedenken, dass wir hier von der Fussball-Elite sprechen, die es tatsächlich geschafft haben. Zudem kommt hinzu, dass sich auch hier die Sichtweise der Vereine geändert hat (siehe z.B.: Schalke 04 und Julian Draxler - Internat, Abitur, Rene Adler bei Leverkusen), aber auch dahingehend hat sich Steffen schon entsprechend geäußert.

    Ich persönlich kann es verstehen und finde es toll, dass du deinen Nachwuchs wirklich in seinen Träumen unterstützen möchtest, aber bedenke bitte immer beide Seiten der Medaille. Ein solide Ausbildung ist in der heutigen Zeit das A und O.
    Auch möchte ich anmerken, dass dein Sohn "erst" 13 Jahre alt ist. Bis zum Herrenbereich sind es noch gute 5 Jahre in denen auch die Pubertät erst noch durchschlägt. Wer weiß denn, ob er nicht in 1-2 Jahren auf einmal keine Lust mehr am Fussball hat, weil auf einmal Frauen/Mädchen oder Partys mit Freunden erstmal interessanter sind?
    Wenn man ein 0:2 kassiert, dann ist ein 1:1 nicht mehr möglich. (Aleksandar Ristic)

  4. #4
    Amateurtorwart
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    Was hat denn die Schulform überhaupt mit dem Wunsch Profi zu werden zu tun in dem ALter?

    Der ist 13. Soll er schon zweimal täglich trainieren? Sprungkraft Ausdauer bolzen? Maximierung? Glaub doch nicht das Ehrgeiz reicht! Wir haben es doch gesagt. Es gibt so viele andere Faktoren. Nur weil ein Kind aufs Gymnasium geht heisst es doch nicht dass es keine Zeit mehr für Sport hat.

    Ausser man schickt das Kind aufs gymnasium und Peitscht dann nach den Hausaufgaben noch den Nachhilfelehrer drauf damit das Kind auf jeden Fall Herzchirurg oder International anerkannter Psychologe wird. Ich verstehe es nicht.

    Welche Vereine gibts denn in deiner Nähe mit höherklassigen Jugendmannschaften? Da vlt mal hin. Fragen nach Probetraining? Dann mal weiter gucken.

    Ich habe in der Jugend mal mit jemanden gespielt der jetzt Profi ist. War zwar ein Feldspieler aber egal. Der hat im Pisseldorf angefangen und hat da mit 13 noch gespielt. DAnn ist er mit 14 zu uns gekommen um überkreislich zu spielen. Von da ist er (weil bei uns in der Liga gespielt und dort gesehen) zu Preußen Münster. Dort noch als zentraler Mittelfeldspieler und super Techniker angebote bekommen von Werder und Bayern fürs Fussballinternat. DAs war aber erst Ende B- Anfang A-Jugend. Sportinternat und direkt mal Verteidiger statt zentrales Mittelfeld. Und dann gehts weiter. Er war Kapitän der A-Jugend bei Bayern, ist Meister geworden, Jugendnationalmannschaft usw. Hatte er es damit schon geschafft? Nein. Er war erstmal in der zweiten Liga und musste lange kämpfen. WEnn irgendwo auf dem Weg eine kapitale Verletzung passiert ists aus.

    Wie oben schon gesagt. MAn kann sowas überhaupt nicht planen. Nur die besten der besten schaffen es. Und eine prognose ist unmöglich.

    Schule hat damit garnix zu tun.
    Torhüter sind wie Hausfrauen: Wenn Sie einen guten Job machen redet keiner drüber. Wenn Sie einen Fehler machen ist das Geschrei groß.

  5. #5
    Aufschlagwin
    Gast

    Standard

    Ja, Schule hat nichts damit zu tun und deshalb war ja auch ein Thema, ob nicht auch eine mittlere Schule (wie Realschule) ausreicht um dann mehr Zeit für die schönste Nebensache der Welt zu haben um zu sehen, obs was wird?

    Und wenns nichts wird, dann setzt man halt das berufl. Abitur drauf und damit kannste dann auch was ordentliches studieren.

    Ist korrekt, Verletzungen ist immer ein Thema. Wir setzen nicht alles auf eine Karte, das ist klar.

    Der Plan "B", wenns nicht klappt, aus welchen Gründen auch immer, muss fast genauso gut sein, wie Plan "A". Das ist für uns klar und da wird unser Kind jegliche Unterstützung bekommen, welches uns möglich macht.
    Geändert von Paulianer (01.12.2011 um 20:43 Uhr) Grund: Doppelbeitrag

  6. #6
    Amateurtorwart
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    Zitat Zitat von Aufschlagwin Beitrag anzeigen
    Ja, Schule hat nichts damit zu tun und deshalb war ja auch ein Thema, ob nicht auch eine mittlere Schule (wie Realschule) ausreicht um dann mehr Zeit für die schönste Nebensache der Welt zu haben um zu sehen, obs was wird?

    Und wenns nichts wird, dann setzt man halt das berufl. Abitur drauf und damit kannste dann auch was ordentliches studieren.
    Wozu denn mehr Zeit ich könnte jeden Tag mindestens 2 Stunden trainieren und selbst die Zeit braucht man nicht *kopschüttel*

  7. #7
    Freizeitkeeper
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    Mische mich jetzt mal ins Gespräch obwohl hier ja schon ein festes Gespräch geführt wird.
    Was ich auf jedenfall sagen kann ist das man nicht aufhören sollte an Ziele und Träume zu glauben und dafür zu arbeiten.
    Weil von nichts kommt sowieso nichts, das steht schonmal fest.
    Die Entscheidungen der Eltern, da werde ich mich hüten irgendein Wort zu verlieren. Das geht mich einen feuchten an, jede Eltern wissen am besten was für ihre Kinde ist. Ist Gewalt im Spiel, dann ist es ja eine andere Sache, aber im Moment kann ich da nicht reinreden.
    Wenn er wirklich so ein Talent ist, dann würde ich dieses halbe Jahr einfach nochmal richtig Gas geben und an mir arbeiten.
    Wenn die neue Saison anfängt, dann spricht ja nichts dagegen einfach mal wo ein Probetraining zu machen.
    Darf ich fragen wo ihr herkommt? Vielleicht kann man ja so mal schauen welche passenden Vereine es in der Nähe gibt.

  8. #8
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    Zitat Zitat von Aufschlagwin Beitrag anzeigen
    Also, dann doch erst Schule und nebenbei Hobbyfußball, und wenn Abi mit 18 in der Tasche, dann anfangen richtig zu trainieren?
    Was spricht dagegen, "richtig" zu trainieren, wenn man sein Abitur macht?!
    Farblegende: Moderator | Privatperson

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