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Thema: Torwartgrätsche erlernen

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  1. #1
    torwart.de-Team Avatar von Schnapper82
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    Klar ist die Grätsche eine beliebte Option, allerdings sollte diese nur in absoluten Ausnahmefällen angewendet werden, wenn überhaupt. Im Idealfall nutzt man andere Techniken, denn durch die Grätsche ist man im Prinzip tod. Man fliegt in einen Ball oder Angreifer und hat kaum noch Möglichkeiten seine Bewegung überhaupt gezielt zu steuern. Die meisten fallen bei der Grätsche noch nach hinten und nehmen sich somit noch mehr Fläche, die abgedeckt werden könnten mit einer sauberen Technik wie der tiefen Pantherstellung oder aber bei flachen Bällen das schnelle Tauchen!
    In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
    Lasst uns rausgehen und Bälle fangen, Spiele gewinnen und was noch viel wichtiger ist:
    Lasst uns jede Sekunde des Lebens leben und geniessen - nichts ist für immer ! ! !

  2. #2
    Nationale Klasse Avatar von nik1904
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    Typisch ist ja beim Torwart, dass es sich idealerweise um eine koordinierte Bewegung von Beinen und Händen in Richtung Ball handelt, wenn der Abschluss aus kurzer Distanz erfolgt bzw. im 1gegen1, um die mögliche Trefferfläche für den Schützen extrem zu verkleinern. Es gibt die Frage, wo und ob der Grätschschritt Sinn macht. Im 1gegen1 und bei Abschlüssen aus kurzer Distanz ist das zweifelsohne der Fall - so sehe ich das zumindest. Hier habe ich übrigens die Situation vor Augen, die der im Handball ähnelt: Ein Spieler kommt aus kurzer Distanz zum Kopfball - also von oben nach unten. Ansonsten müssen wir als Fußballtorhüter aufgrund der Größe des Tores mit mehr Varianten rechnen, wie wir uns zum Ball bewegen müssen, um erfolgreich abwehren zu können. Das "Planquadrath" des Handballtorhüters ist damit nicht ganz zu vergleichen.

    Oft vertretene Meinung ist, die Grätsche nur dann als letzte Option zu nutzen, wenn es gar keine Möglichkeit mehr gibt, mit der Hand zum Ball zu gehen, weil nur dabei die größte Kontrolle über die Situation erhalten bleibt. Und das ist grundsätzlich auch korrekt. Ich würde aber z.B. bei mir aufgrund sehr langer Beine einen Nachteil darin sehen, dieses nicht als Mittel zu nutzen. So schnell würde ich mit der Hand kaum die gleiche Reichweite haben. Die Hauptschwierigkeit liegt darin, den Körperschwerpunkt weiterhin möglichst weit vorne zu halten, wie es idealerweise beim Grätschschritt im 1gegen1 der Fall ist (Kahn/Neuer). Nur so kann ich die Mitte kontrollieren und verhindern, dass ich getunnelt werde.

    Zum Training: Dieses zu trainieren ist schwer. Ich sehe in den hier dargestellten Trainingsformen auch nicht immer fußballspezifisch sinnvolle Vorgehensweisen. Ich habe uns nun eine Holzplatte besorgt, die wir vor dem Fanggitter anbringen. Ziel: Bei den rückprallenden Bällen aus der Grundstellung heraus auf jede Eventualität zu reagieren. Dazu gehört dann auch, seitlich mit dem Fuß abzuwehren. Das ist nicht revolutionär, das ist mir klar. Aber ich habe schon länger überlegt, wie ich das hinbekomme, ohne dass der Verein eine teure Konstruktion bezahlen muss.

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