Zitat Zitat von bobo Beitrag anzeigen
ausserdem super wichtig für die Muskeln: Eiweiß
Jaein! In der Regel nehmen wir genug Eiweiß auf, als das dies gesondert nicht zugeführt werden muss. Zudem ist der Körper in der Lage, durch die in der Verdauung gelösten Nährstoffe selbst Eiweiße zu bilden und daher ist das Gedröhne um die Eiweiße sicherlich kritisch zu sehen.
Allerdings hilft eine eiweißhaltige, Kohlenhydratarme und fettreduzierte Diät gut, wenn man Gewicht reduzieren möchte. Allheilmittel ist es nicht.

Halten wir mal fest: Nach der Belastung ist eine Versorgung mit Mineralstoffen, Vitaminen und nicht allzuvielen Fetten angeraten. Ob man nun Kohlynhydrate zu sich nimmt, oder lieber Eiweiß hängt davon ab, ob man wieder in Belastung gehen muss und will, oder ob man eher eine ausgedahnte Ruhepahse nach der Belastung anstrebt.
Ist Belastung angezeigt, kann der Blutzuckerspiegel im Keller bleiben und in der Ruhe hat der Körper genug Zeit, die Fettreserven anzugehen und damit den Blutzuckerspiegel wieder zu stabilisieren. Würde man also Abends nach der Belastung Zucker zu sich nehmen, bleibt das Fett wo es ist - zudem erschwert es, weil der Blutzucker sofort hoch geht - das Schlafen und die Ruhephase.

Nach einem sehr intensiven Training kann die Muskulatur durch Eisbäder gekühlt werden. Dies bewirkt eine Anregung des Stoffwechsels und steigert die lokale Durchblutung, was den Abtransport der Schlacken verbessert. Zudem werden Microverletzungen der Muskulatur wirksam gekühlt, der Muskel zieht sich zusammen und es kommt nicht zu entzündlichen Reaktionen - die man mit Muskelkater im Verdacht hat.
Hier kann Gevatter Kneipp zu Rate gezogen werden, weil das schlicht meines Erachtens richtig gut ist.
Calcium und Magnesium sind überbewertet, denn der Mehrverbrauch wird nur durch wenige Studien bei absoluten Topathleten bestätigt, bei dem Normalsportler, selbst denen mit Anspruch, trägt es nicht auf. Allerdings:
Nächtliche Wadenkrämpfe, vor allem bei 'Nichtsprotlern' nach einer sehr anspruchsvollen Einheit sind möglich - sind aber kein Zeichen von Magnesiummangel, auch wenn eine damit angereicherte Flüssigkeit hilft. Sie sind eher Ausdruck einer völligen Muskelüberlastungsreaktion und stellen damit die ärgste Form der Erschöpfung dar. Daher sind Wadenkrämpfe im Fussball häufig zu beobachten - auch bei Spitzensportlern, wenn diese über die persönlichen Leistungsgrenzen hinaus gehen und Geist über Körper stellen. Hier hilft nichts - ausser Pause.
Das kühlen der Waden mit Eis schafft Linderung, Ruhe und Hochlagern der Füsse bringt langhaltende Besserung, eine entsprechende Belastungspause ist absolut nötig.

Sauna zur Regeneration ist nach Belastung eher kritisch zu sehen. Erst muss die Erholung eingetreten sein, damit man den Kreislauf und das Gefäss-System erneut stressen kann. Sauna ist wie Sport ohne Bewegung für das Kreislaufsystem. Herzpatienten wissen dies, denn der Blutdruck wird bei den Saunagängen bewußt und kontrolliert von Ruhe auf absolute Spitzenwerte getrieben. Bei gesunden Menschen kann ein eiskalter Guss direkt nach der Sauna Schwellwerte von über 2000 mmHg erreichen, 210 gelten als Gesundheitlich bedenklich. Man kann sich also vorstellen, welchen Belastungen das Herz und die Gefässe ausgesetzt sind, wenn man Sauna übertreibt und vielleicht versteht man, warum Menschen in der Sauna schlicht zusammen klappen: Das Kreislaufsystem streikt rasch. Somit kann man in der Sauna mit einem normalen Blutdruck von 120 zu 75 rechnen, nach der Sauna sind es dann meist 150 zu 100, bei einigen Menschen auch mehr. Der Aufguss kann hier schon Werte von 180 bis 200 zu 120 bis 150 provozieren - die nachfolgende Eisdusche dann eben kurzfrist denn vollständigen Rahmen sprengen. Wer also sehr erschöpft aus der Sauna kommt, sollte auch hier eher den Schweiß lauwarm abspülen und danach erneut nach Pfarrer Kneipp Anwendungen zum Kühlen betreiben, als Überhitzt ins Eiswasser zu springen.
Der positive Effekt ist die Ruhe danach. Die Ruhe nach dem Saunagang läßt das Gefäss System weit bleiben, der Blutdruck fällt dabei relativ rasch in den Keller, so daß bei großen Gefässvolumen eine sehr rege Durchblutung des Körpers erfolgt. Daher sollte man sich auch dick einpacken, damit eben die Wärme erhalten bleibt und dieser Effekt nach der Sauna für mindestens 10 Minuten erhalten bleibt - schlicht um jetzt die Gefässe mit niedrigem Blutdruck maximal zu durchbluten und dabei eine Art 'Niederdruckspülung' durchzuführen.
Viel trinken, um die dabei abgeführten Schlacken und Reste aus dem Körper zu schwemmen, versteht sich von allein.
Zudem sollte man relativ fettarm essen, leicht und wenig Kalorien, dafür gern ein wenig Süsser. Das oft gepriesene Banenenweizen ist, wenn es aus Alkoholfreiem Weizen hergestellt wird, ein gutes Beispiel: Mineralstoffreich, kohlenhydrathaltig und mit einem deutlichen Wasserüberschuss. ideal für die Sauna.

Ein guter Trainer sollte so etwas wissen!