Ich finde das gar nicht neu, weil mir in der Jugend von meinem Opa und dessen Bruder schon immer eingetrichtert wurde, dass der Keeper mindestens eine Klasse tiefer als Feldspieler Stammspieler sein muss. Also von seinem Können her. Und mein Opa war Jahrgang 1914. Das ist also wirklich keine neue Erkenntnis. Ich finde, in Deutschland kam es aufgrund der Änderung der Rückpassregel zu einer fatalen Entscheidung. Während vorher ganz selbstverständlich Torhüter mit ins Aufbauspiel eingezogen worden sind, hat man in Deutschland sich kollektiv dazu entschieden, den Keeper ab dem Zeitpunkt zu ignorieren. Man hatte ja noch den Libero da hinten. Nach der Abschaffung des Liberos stand man natürlich ziemlich blöd da. Es hat halt seine Gründe, warum deutsche Keeper im Ausland nicht gefragt sind und selbst in der Bundesliga ("zu")viele Ausländer spielen.
Ich finde es auch gar nicht schlimm, wenn man weg kommt von dem üblichen Dogma, dass Torhüter quasi eine Mannschaft in der Mannschaft bilden und höchstens mal zum Torschuss gemeinsam mit dem Rest trainiert. Im Gegenteil, ideales Torwarttraining ist so abgestimmt, dass man am Mannschaftstraining fast durchgehend mitmacht und Torwartspezifische Dinge dann trainiert, wenn die Feldspieler Dinge trainieren, die man als Torhüter so nicht braucht. Also z.B. wenn Sprinttraining bzw. Sprinteinheiten gemacht werden, gerade auf Seite gehen und wenn diese beendet sind, wieder zur Mannschaft dazustoßen. Das würde natürlich ein hohe Maß an Organisation, Flexibilität und Absprache im Trainerteam benötigen, sollte aber auf Profiniveau und gehobenerem/ambitioniertem Amateurniveau eigentlich kein Problem darstellen.





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