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Thema: Spekulieren oder breit machen?

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Freizeitkeeper
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    Grundsätzlich geht es doch darum das Gegentor zu verhindern, bzw. es der gegnerischen Mannschaft so schwer zu machen, wie nur möglich.
    Meinen Torspielern die ich im STP trainiere gebe ich immer mehrere Lösungswege mit auf den Weg, die wir zusammen in der Trainingseinheit
    erarbeiten und dann abschließend nochmal besprechen. Hier treffen dann oft unterschiedliche Meinungen aufeinander. Gerade als Torspieler
    gibt es pauschal für alle keine perfekte Lösungsmöglichkeit. Der eine, wie "LinusNr1" setzt lieber auf seine Reflexe und bleibt stehen. Ein anderer
    sprescht heraus um den Winkel zu verkürzen und somit die Chance zu erhöhen den Ball irgendwie erwischen zu können. Hier würde ich nochmal
    neu ansetzten und beides einfach ausprobieren. Muss nicht im Spiel sein, es reicht ja schon ein Trainingspartner auf dem Bolzer.

    In dieser Situation würde ich aber wohl rauskommen. Solange der ballführende Spieler noch dribbelt und läuft, komme ich heraus.
    Erst in dem Moment in dem er zum Schuss ausholt, muss ich stehen. Bis dahin habe ich vielleicht 3-5 Meter an Distanzverkürzung geschafft
    und stehe plötzlich fast vor ihm. Zumal ich als Torspieler auch noch mit mind. der doppelten Geschwindigkeit auf ihn zukomme, als er zurücklegen kann.
    Nun ist die Frage. Reicht diese Konstellation um mich klein und breit zu machen, oder besteht eine erhöhte Gefahr des Überlupfens?

    Letzten Endes ist es abhängig von der Spielsituation und dem Vertrauen des Torhüters in seinen jeweiligen und auch individuellen Fähigkeiten.
    Da ja aber kein Mitspieler in der Nähe ist, müsste der Torspieler eigl. rauskommen. Meinen Torspielern würde ich es dann angepasst an dessen Fähigkeiten
    und dessen Wohlbefinden ihnen selbst überlassen welchen Weg sie gehen wollen. Aber dennoch - zumindestens in unteren Altersklassen - mind. zweigleisig trainieren
    und methodisch erarbeiten.

  2. #2
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Zitat Zitat von TSTR Beitrag anzeigen
    Meinen Torspielern würde ich es dann angepasst an dessen Fähigkeiten
    und dessen Wohlbefinden ihnen selbst überlassen welchen Weg sie gehen wollen. Aber dennoch - zumindestens in unteren Altersklassen - mind. zweigleisig trainieren und methodisch erarbeiten.

    Unterschreibe ich!
    Ich finde es immer nett, wenn man z.B. im 1 gg 1 dem Torspieler mit auf den Weg gibt, daß solange der Stürmer hohe Geschwindigkeit geht, der Torspieler auch mit hoher Geschwindigkeit entgegen kommen sollte. Dann kann man, wenn der Stürmer den Speed mitnimmt, auch einen direkten und sehr konsequenten Ballangriff aus der Bewegung versuchen. Denn je schneller der Stürmer ist, desto weiter legt er sich den Ball vor, desto wahrscheinlicher ist ein erfolgreicher Ballangriff.
    Bei langsamer Dribbling Geschwindigkeit sollte der Torhüter die Distanz verkürzen, rasch und konsequent - aber auch immer mit der Option, stehen zu bleiben und dann zu reagieren. Hier ist Spekulieren keine Option, denn der Torwart macht damit eine Seite förmlich auf, und gute Stürmer sehen es und schieben ein, indem diese dann antäuschen und damit dem Torwart jede Möglichkeit nehmen, gerade im Dribbling.
    Hinzu kommt, daß wenn der Stürmer ins Dribbling geht, er oft versucht, gerade den Torwart zu einer Aktion zu verleiten. Hier tendiere ich auch dazu, dem Torwart zu erklären, daß wenn der Stürmer so nahe gekommen ist, daß der Torwart den Stürmer fast mit den Händen anfassen kann, spätestens dann Muss der Ballangriff erfolgen, oder der Stürmer geht vorbei. Denn dann ist der Stürmer in seinem Element, im direkten Zweikampf und hier hat er die größere und meist geläufigere Erfahrung gegen gute Verteidiger, so daß der den Ball meist vorbei legt - und bevor der Torwart reagiert am Torwart auch vorbei ist, denn Ball wieder einholt und den Abschluss tätigt.
    Diesen Moment darf der Torwart nicht zulassen, und sollte in dem moment, bevor der Stürmer diesen Raum des direkten Zweikampfes erreicht, den Angriff versuchen, eine Reichweite nutzen... ob nun im Schreitsitz (Torwartgrätsche) zum Blocken, oder mit den Händen zum klassischen Ballangriff... das ist dann eine Sache, wo der Torwart sehen sollte, was Ihm besser liegt und die größeren Chancen hat. Hier sollte ich als Trainer Möglichkeiten anbieten, aber nicht meine persönlichen Präferenzen auf den Torwart übertragen.


    Ich denke ab 3:15 findet man auch, was ich meine...
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  3. #3
    Freizeitkeeper
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    Hallo,
    Ich hatte heute mein erstes Testspiel und habe mal ein bisschen experimentiert, zuerst stand der Stürmer alleine vor mir, bin raus gerannt und habe die Linke ecke mit einer Körpertäuschung zu gemacht. So musste er um mich rum spielen, dann kam der Moment wo ich mich einfach in den Stürmer geschmissen habe und ihn den Ball von den Füßen nahm. Andere Situation, Gegner kam von rechts habe ein klein schritt nach vorne gemacht und wieder zurück, da die rechte Ecke zu war konnte er nur auf's Tor schießen oder in die Mitte spielen, als ich den einen schritt zurück machte hat der Spieler in die Mitte geschaut, mit Risiko bin ich auf den Gegner drauf und habe den Ball irgendwie mit meinen Beinen abgewehrt. Ich weiß nicht was die anderen dazu sagen, aber für mich persönlich ist es eine Entscheidung von wenigen Millisekunden, sobald der Ball in Richtung 16er geht muss eine Entscheidung getroffen sein, ehe es zuspät ist und man irgendwas falsch macht.

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