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Thema: Bürki, Roman (Borussia Dortmund, Bundesliga)

  1. #301
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    http://www.goalsarena.org/en/video/g...-freiburg.html

    Das 1-2...
    Also ich denke, dass man positionsbezogen RB38 hier nicht unbedingt einen Vorwurf machen kann. Ein Tw steht heutzutage soweit vorne, insbesondere bei einer so offensiv-ballbesitzhabenden Mannschaft wie der BVB.
    Was für mich aber ein Fehler darstellt ist sein "Laufweg". (2-57)
    Er läuft leicht seitwärts, mit der rechten Schulter nach vorne. Das finde ich okay in der Situation. Aber dann dreht er sich ein. Ich vermute, dass er hier übergreifen wollte. Für mich wäre es aber sinnvoller gewesen mit der linken Hand den Ball zu erwischen. Er hätte mehr "Kontrolle" gehabt.
    Bei 3-07 sieht man es sogar noch besser. Seine Reaktion nach dem Fehlpass ist schnell.
    Wer immer gut aussieht, bei dem fällt es irgendwann nicht mehr auf. (Toni Schumacher)

    Handschuh-Sammler (153 Paar, Stand 13.07.2018) und ausgewiesener Tester sowie Berater

  2. #302

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    Dennoch im Gesamten ein eher "unglücklicher Auftritt" Bürkis....
    torwart.de-Team

  3. #303
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Das mit "unglücklich" steht ausser Frage. Da waren einige Aktionen dabei, da wirkte Bürki nicht so souverän. Aber alles in allem muss man der gesamten Dortmunder Truppe diese Saison absprechen, daß ein souveräner Auftritt vorhanden wäre... gegen Freiburg war von einer Dominanz kaum etwas zu spüren, ja die Freiburger konnten frech und zum Teil recht frei vor dem Strafraum agieren und hatten sehr gute Möglichkeiten, auch das erste Tor zeigt duetlich, wie wenig konsequent man in der Defensive gegen den Ball arbeitet.
    Das zweite Tor ist natürlich ein Kuriosum, zeigt aber auch eins: Beim Ballverlust muss der Torwart rasch umschalten, und von der hohen Position zuerst wieder in eine tiefe Position kommen. Dieses Verhalten, um z.B. ein "Eins gegen Eins-fern" anwenden zu können, ist nicht immer rasch und schnell zu erreichen, zeigt aber wie wichtig es ist. Bürki steht nicht mal sonderlich hoch, sondern ca. 16er... doch der Fehler und der Abschluss passieren so rasch, daß er kaum Zeit hat.
    Hinzu kommt ein eher wenig starker Abdruck aus der dynamischen Laufbewegung und das agieren mit der ballnahen Hand, anstelle hier zur besseren Reichweite überzugreifen - all diese Faktoren kommen hier zusammen, verketten sich zu einem kuriosen Gegentor... Solche Dinger bekommst Du gedrückt, wenn Du einen Gegner hast, der eben frech und mutig agiert. Von 10 Stück gegen 9 vorbei, hier hat alles gepasst.

    Bürki ist schnell, aber am Ende strauchelt er ein wenig, bekommt daher den Abdruck nicht sauber hin und die Aktion mit der Ballnahen Hand beraubt Ihn der Reichweite... alles in allem unglücklich.
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  4. #304
    Internationale Klasse Avatar von TW-MiK
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    Stimme euch beim Wort unglücklich definitiv zu... andere (diverse Medien etc.) reden ja auch von Bock, Patzer etc. Ich denke aber das man dies -auch dank eurer Erläuterungen- anders sehen kann und das dies von den Medien nur aufgeblasen wird aufgrund seiner Aussagen nach dem Spiel, die ich zum Teil aber auch nachvollziehen kann...

  5. #305
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    Zitat Zitat von Steffen Beitrag anzeigen
    Aber alles in allem muss man der gesamten Dortmunder Truppe diese Saison absprechen, daß ein souveräner Auftritt vorhanden wäre....
    Selten so einen wahren Satz hier gelesen. Ich freue mich über jede Wahrheit, aber diese Wahrheit ist gleichzeitig so traurig...*schnief*
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    Handschuh-Sammler (153 Paar, Stand 13.07.2018) und ausgewiesener Tester sowie Berater

  6. #306
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Bahnschranke18, Ihr Fans müsst mal aufhören zu heulen. Noch vor einigen Monaten hat man just genau das Gleiche dem FC Bayern unter Ancelotti angedichtet, die Fans des schwarz-gelben Lagers wähnten sich schon der Meisterschaft sicher, während die Kameraden des blaune Vereins von neben gelb-schwarz eigentlich sich sicher waren, just dazu den schwarz-gelben in die Suppe spucken zu können.
    Hingegen war man sich ingesamt einig, daß man die roten Stiere als Fans weder achten noch respektieren muss, weil die alle gekauft sind und in Frankfurt plante man auf Facebook schon die zig hunderste Meisterschaftsfeier, weil sich die "da oben" eh nicht einig werden, und man daher diesmal sicherlich den Durchmasch schafft, mit dem keiner rechnet...

    Doch insgesamt, Bundesliga zeigt: Erstens kommt es anders, zweitens als man (als Fan) denkt....
    Bayern entlies den "großen Vater des Fussballs" und holte überraschend ein Urgestein aus dem Ruhestand... moderner Fussball an der Isar schien damit Geschichte zu sein, aber zweifels ohne hat der Ex-Rentner seine Hausaufgaben gemacht....
    Schwarz Gelb im Pott hingegen musste einen richtigen Saisonfehlstart hinnehmen, trennte sich dann auch vom Trainer - der doch so von sportlicher Leitung und Managment gefeiert worden war - und dümpelt jetzt in einem eher lauen Fahrwasser dahin, wo man einfach sagen muss: Da ist wenig übrig, was Dortmund unter Klopp ausmachte... und Kloppo? Der fühlt sich an der Anfield Road so wohl, den konnte niemand von dort zurück holen, auch wenn es für Dortmund wichtig gewesen wäre... Thomas Tuchel war letztendlich der Name des Risses im Grundgestein dieses Clubs... Gucken wir zum Nachbarn, rüttelt das zwar immer noch ein Torhüter beharrlich am Türchen der Nationalmannschafts, aber irgendwie richtig konstant kickt diese Truppe auch nicht... Hey, da freut man sich auf das Derby, weil diesmal wirklich ein Duel eher auf Augenhöhe statt finden kann... aalglatt...
    Apropos Aale: An der Küste sieht das auch nicht toll aus... weder an der Weser, noch an der Elbe ist man, was Fussball angeht glücklich. Viele nicht Fans der blauen Raute, wünschen sich seit langem, daß diese blöde Uhr endlich abgeschaltet wird, vor allem für den Fussball der dort gespielt wird, andere hingegen, wünschen sich, daß die Uhr zum Ärgernis aller anderen noch lange weiter läuft... es geht also mehr um die Uhr, als um guten Fussball...
    Colgone hat 4711 in der Glockengasse, hatte einen tollen Torwarttrainer und einen Torhüter, der eben auch irgendwie aus dem deutschen Nachwuchs kam, zudem hatte man dort einen Trainer... so einen richtigen Typen eben... doch irgendwie... diese Saison lief gar nichts und auch der junge Torwart laboriert immer noch an seinem Hüftleiden... dafür trägt er eine Panzerhose, wie BILD berichtete.. und hat sowohl einen neuen Mannschaftstrainer, als auch Tw Trainer bekommen... Jetzt soll da alles wieder in die Spur kommen, so im Schlussspurt. Von Schluss ist da aber mehr, als von Spurt zu erkennen...
    Hui, was wähnte man sich im Land der Wölfe so sicher... tolle Jugendarbeit, keine Probleme durch den Abgasskandal... aber der Motor der Wölfe schnurrt auch nicht mehr so, sondern eher stottert und sprotzt wie ein schlecht eingestellter Boxer vom Käfer... Er läuft zwar noch, aber rund und gut geht auch dort anders...
    Frankfurt hingegen wankt mal wieder voller Euphorie, der Blick auf die Tabelle führt bei vielen Fans zu Herzrasen und im Römer schaut m,an schon mal, welche Seite des goldenen Buches zur Meisterfeier geeignet erscheint... Liegts an Hradecky? Liegts an den Kovac Brüdern? Oder an beidem? Dem Frankfurter ist es egal. Endlich, nach so langer Durststrecke wieder Erfolge... und das, obwohl sich am Main relativ wenig getan hat, im Vergleich zu anderen Clubs...
    Guggt man sich den Wiederaufsteiger aus Schudugard an, stellt man fest: Tollen Zoo haben die, aber der stammt aus Kaiserzeiten... ansonsten? Bahnhof können die nicht und wenn man sich den Fussball ansieht, scheint auch das im Argen zu liegen und midenstes ein solches Problem zu sein, wie das Loch am Hauptbahnhof... der Trainer durfte jetzt auch gehen und irgendwie will man jetzt... klingt genau wie die Sprüche des Bahnvorstands zum Baufortschritt, und trotzdem murkst man weiter...
    Im Osten des Landes hingegen war man oben, jetzt ist man zwar nicht mehr ganz oben, aber man gibt sich zufrieden, weit genug weg von den Abstiegsplätzen festigt man sich, wie einst ein anderer Club aus dem Ländle sicher in der Liga... wenn es mit Europa nicht klappt, wird man dort mit den Schultern zucken und es wieder versuchen... als Zierde trägt man weiterhin eines der besten Nachwuchsleistungszentren zur Schau und spielt oft mit weniger teuren Sportlern enen doch ganz ansehnlichen Fussball... Dicke Fresse wie an der Isar, daß ist weniger Programm... dafür muss man eben dann nicht liefern, wie eben an der Isar vorgelebt.. Denn die haben JETZT auch ein NLZ gebaut, sich dabei an Hoffenheim, Leipzig und Bacelona orientiert, wie man so hört und man darf gespannt sein, ob damit die Talente geschmiedet werden... Apropos Talentschmiede... ein Trainer sitzt wacker auf dem Stuhl, haut die besten Interviews raus und sitzt im Breisgau in einer tollen Atmosphäre. Arbeitet ruhig, hat mit dem Abstieg weiter aus weniger Sorgen, als sein Kollege aus der Karnevalshochburg... Was Tuchel so erfolgreich machte, versinkt dort langsam...

    Und der arme Bürki? Nun, er wird weiter gescholten, auch wenn er ab und an gar nichts dafür kann... aber er reiht sich eben auch recht nahtlos in die saft und kraftlos agierende Truppe ein, die jetzt unter dem neuen Trainer aigentlich beißen wollten...
    Jetzt warten wir das Wochenende ab... nicht das der neue Dschungelkönig gekrönt wird, sondern Dortmund muss zum Schlusslicht....
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  7. #307
    Internationale Klasse Avatar von TW-MiK
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    Das in der BL diese Saison der allgemeine Wurm drin ist doch bekannt.
    Die Bayern sind zwar mit Abstand Erster aber bei weitem nicht so souverän wie es der Vorsprung erahnen könnte! Nicht die Bayern sind souverän, sondern die anderen Teams sind souverän inkonstant! Egal ob schwarz-gelb, blau-weiß, ob mit Pillen gefördert oder mit Dosen ...
    Heulen braucht man da nicht! Sondern der Realität ins Auge gucken! Die Bayern machen ihren Job! Die anderen scheitern derzeit an ihren Ansprüchen/Erwartungen.

  8. #308
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    Hallo in die Runde,

    wie wird eigentlich das Tor zum 1:1 der Kölner bewertet?

    Hier zu sehen ab 2:50.
    Ich habe in einem anderen (nicht Torwartspezifischem) Forum genug Meinungen gelesen die ganz klar von einem Patzer Bürkis sprechen.

    Hier mal ein Beispiel, wo ihm auch das 2:2 mit angekreidet wird:
    "Ich hab mir das Spiel und beide Gegentore nochmal genauer angeschaut.
    Tut mir leid, ich kann Bürki hier überhaupt nicht von Schuld freisprechen.
    Das 1:1 geht für mich einzig und alleine auf seine Kappe. Klar ist der Schuss auch nicht total harmlos, aber den darf er nie und nimmer dahin abwehren. Ecke oder Einwurf sind die Ergebnisse, die der Ball haben darf, aber nie und nimmer darf das Tor fallen.
    Und im übrigens sehe ich ihn auch bei der Ecke alles andere als schuldlos. Der Kölner kommt 3 Meter vor dem Tor zum Kopfball. Bürki steht wie angewurzelt genau auf der Linie.
    Ich diskutier das gerne wenn das jemand anders sieht, aber für mich ein glasklarer Torwartball. Der Kopfball findet völlig zentral 3 Meter vor dem Tor statt.
    Für mich bisher absolut eine Saison des Grauens was unseren Schweizer Keeper angeht.
    Ja, es patzen auch andere, aber seine Fehlerquote dieses Jahr dürfte schon ihresgleichen suchen."


    Ich selber sage das es einfach etwas Pech war, dass der Zoller da einfach steht und den Kopf hinhält.
    Aber irgendwie passt es auch zu Bürkis Saison. Meiner Meinung nach nicht wirklich schuld, unglücklich aussehend und daher für viele am Ende der Schuldige, weil ein andere Keeper den gehalten hätten...

    Daher die Frage wie seht ihr das?
    Geändert von TW-MiK (06.02.2018 um 08:16 Uhr)

  9. #309
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    Ich sehe das 2:2 im Kontext "Rauskommen" über den ganzen Spielverlauf.
    Erstmal stehen da 4 Mann direkt vor ihm im Weg, 2 Mitspieler und 2 Gegner. Und er hatte ca. 3 Minuten vorher einen Ball in ähnlicher Situation beim Rauskommen im 5er nicht festhalten können im Gerempel. Wurde nicht für ihn gepfiffen, Spiel lief einfach weiter. Vielleicht war das noch im Kopf und er bleibt auch deshalb passiv? Wir werden es wohl nicht erfahren.

    Dann kurz vor Schluß noch einen mit der Faust geklärt (als Kompromiss?), wird unmittelbar DANACH vom Stürmer umgerannt. Wieder kein Freistoß für ihn. Er beschwert sich noch - das ist dem Schiri aber egal wie's scheint.

    Diese 3 Szenen sind fast schon prototypysch für eine Diskussion an anderer Stelle finde ich.

    Gruß,
    Olli

  10. #310
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    Hallo @TW-MiK
    Wenn du das Bild beim Torabschluß zum 1. Dortmunder Gegentor anhälst, dann siehst du, wie 2 Dortmunder Defensivspieler die kurze Ecke zustellen, sodass Bürki sich eigentlich auf die lange Ecke konzentrieren kann. Wenn du die Szene als Standbilder weiter verfolgst, dann stellst du jedoch keine Positionsanpassung bei Bürki fest, sodass er lediglich per Hechtsprung noch an den Ball kommt. Hier ist also die Fehlerursache in der fehlenden Positionsanpassung zu suchen. Es ist allerdings nicht der Einzige beim Abwehrverbund. Denn während 4 Dortmunder den Raum im rechten Halbfeld verteidigen, gibt es im Zentrum ein 1 : 2 Unterzahlverhältnis, weshalb der Kölner Angreifer den Abstauber verwerten kann.

    Denn dass man einen Ball per Hechtsprung nicht immer kontrollieren lenken kann, weil Bodenunebenheiten, ein abgefälschter Ball oder ein besonderer Effet deine Chance dazu einschränken, sollte zugestanden werden. Darin sehe ich keinen Fehler, wenn der Hechtsprung nur noch als letztes Mittel übrig bleibt, weil dies durch kapitale Patzer der Vorderleute erst ermöglicht wurde.

    Auch beim 2. Dortmunder Tor kann man zu einem anderen Schluß kommen als der Fernsehreporter, der meint den Fehler darin zu erkennen, dass Timo Horn zu spät aus seinem Tor kommt. Für mich stand er zu tief, ist er im Sprint zu langsam, um als erster an den vorgelegten Ball des Gegners zu gelangen oder aber sich in ca. 1 1/2 Armlänge vor dem Ball "breit machen" zu können, statt während der Distanzverkürzung getunnelt zu werden.

    Tja, über den 2. Gegentreffer noch über Bürki`s Verhalten zu diskutieren, erübrigt sich wohl? Es sei denn, er hat Anweisung von oberster Stelle bekommen, von Bällen die Finger zu lassen, die nicht direkt ins Tor geschossen werden

    Ne, macht echt keinen Spaß manche Torszenen zu kommentieren oder?

  11. #311
    Internationale Klasse Avatar von TW-MiK
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    Danke für deine Einschätzung!

  12. #312
    Internationale Klasse Avatar von TW-MiK
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    Laut Kicker wird Bürki auch in der kommenden Saison die Nummer 1 bleiben (siehe hier), was ich persönlich auch für richtig halte!

    Bin gespannt wer daher als Nummer 2 geholt wird.

  13. #313

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    Meinungen zur Bürki Aktion?
    torwart.de-Team

  14. #314
    Blickfeld Avatar von liehmähn
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    Er bestätigt meine Meinung: Er ist und bleibt fußballerisch einfach beschränkt. Das ist ein Bock der passiert Kreisligaleuten (ohne jetzt jemanden zu nahe treten zu wollen). Aber sowas darf in so einem Spiel nicht passieren. Da muss ich - wie Oli Kahn sagen würde - bis in die Haarspitzen motiviert und konzentriert sein. Da geht’s um den CL Einzug!! Auch wenn er die Saison immer mal wieder ein gutes Spiel gemacht hat ist er für mich die Unkonstante der Saison. Ich hoffe nächste Saison einfach auf Hitz bzw. noch auf einen weiteren guten Neuzugang.

  15. #315
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    Ich glaube, es ist ein generelles Problem, dass von Torwarten die spielerische Lösung mit folgendem Spielaufbau erwartet wird. Das geht nicht nur Bürki so. Das gute alte aus dem Stadion dreschen ist aus der Mode gekommen.


  16. #316
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    Katastrophaler Fehler in der Ball Annahme. Das der Pass dann misslungen war hat dem noch den Puderzucker auf den Schmarrn gestreut.

    Szene bei 1:12


    https://www.youtube.com/watch?v=OR5uPraZFmQ



    der Wächter

  17. #317
    Blickfeld Avatar von motörmatze
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    Kommt's mir eigentlich nur so vor, oder hat Bürki hauptsächlich bei Aktionen mitm Fuß die meisten Kracken bekommen?
    Komisch, Weide war weniger Fussballer, hat aber weitaus weniger solcher Eier fabriziert...
    Ich bin auch gespannt, weil für mich ist Hitz nicht unbedingt klare Nr 2 bzw 1b...

  18. #318
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    Mir hat Bürki noch nie gefallen. Schon bei Freiburg haben seine überhasteten Aktionen Punkte gekostet oder sogar den Abstieg mit verursacht. Da war die Aktion als er den Ball in die Hände hätten nehmen können, er aber stattdessen den Ball überhastet wegdrosch, was prompt zum Gegentor führte und zwei Punkte kostete. Im vorletzten Spiel beim Hamburger SV flog er bei einem Kopfball für die Galerie und patschte den Ball einfach nach oben statt über die Latte, was eine Steilvorlage für einen Kopfball und ein Gegentor war, was wiederum zwei Punkte kostete. Vier Punkte, die dem SC Freiburg am Ende fehlten. Neben seinen überhasteten Aktionen fällt mir auch auf, dass sich Bürki sehr oft nach Bällen wirft, die er mit einem besseren Stellungsspiel auch anders lösen könnte. Das führt dann dazu, dass er Schüsse oft abprallen lässt. Und über die Aktion beim 0-1 gegen Hoffenheim brauchen wir nicht zu reden, das darf einem Profitorwart nicht passieren, ist Bürki aber schon mehrfach passiert. Und beim dritten Gegentor patscht er wieder daneben. In dieser Form ist Hitz klar der bessere Torwart.

  19. #319
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    An die Kollegen die Bürki kritisieren was das Fussballerische angeht(zu Recht) und auf Hitz hoffen -> Genau das wird Hitz als größte Schwäche vorgeworfen ^^
    Wer immer gut aussieht, bei dem fällt es irgendwann nicht mehr auf. (Toni Schumacher)

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  20. #320
    Blickfeld Avatar von motörmatze
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    Hitz muss gar nicht der bessere Fussballer sein, aber vielleicht sollte man dann drüber nachdenken, ob man die allgemeine Spielweise hintenrum verändert. Hat halt nicht jeder das Talent von Neuer oder MAtS (muss er auch nicht) mitm Fuß, aber dann sollte man evtl doch mehr auf das bauen, was man wirklich kann und soll - Tore verhindern, evtl auch damit, dass man diverse Situationen etwas "einfacher" löst oder gar nicht so provoziert.
    Ich bleibe auch BVB Fan, aber zu viel Vereinsbrille bringt leider nichts. Die Truppe war diese Saison weit unter Normalform, Bürki leider inklusive.
    Und vielleicht ist dann ein Duell mit Hitz auch der Faktor, der Bürki konstanter, konzentrierter und damit besser werden lässt.

  21. #321
    Internationale Klasse Avatar von TW-MiK
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    Zitat Zitat von Bahnschranke18 Beitrag anzeigen
    An die Kollegen die Bürki kritisieren was das Fussballerische angeht(zu Recht)
    zu Recht?!?!?

    Mal ehrlich, Bürki abzusprechen er könne nicht mit dem Ball am Fuss umgehen ist doch ein Witz!
    Früher bei Weidenfeller hat man bei jedem Rückpass fast gedacht das er sich die Hüfte bricht und das ist bei Bürki alles andere als der Fall!
    Sicher ist seine Saisonleistung bescheiden gewesen aber das hier - und auch in anderen Foren - permanent Bürki die BL-Tauglichkeit abgesprochen wird ist lachhaft!
    So wie sich die komplette Dortmunder Mannschaft präsentiert hat hätten Buffon, Neuer oder auch beide zusammen im Tor nicht besser ausgesehen. Der Keeper ist nun mal Teil des Ganzen auch wenn seine Fehler eben härter ins Gewicht fallen als wenn der Stürmer den Ball an der gegnerischen Eckfahne verliert...

    Ich kann die Kritik an Bürki einfach (nicht immer) nachvollziehen und sage, wenn der Junge vertrauen in der Truppe, vom Trainer und vom Umfeld bekommt wird er es mit entsprechenden Leistungen zurückzahlen!

  22. #322
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    Mal wieder ein fehlender Abdruck der gepaart durch ein schlechtes Stellungsspiel (vielleicht auch resultierend aus dem vorhergegangenen Fehler und der damit verbundenen Überforderung im Hirn) garnicht richtig möglich ist. Warum steht er so hoch?? Eine 1:1 Situation ist doch ausgeschlossen!
    Diesen Fehler sehe ich primär.

    Ball verstolpert? Mein Gott, kann passieren!

    bürki.JPG

  23. #323
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    Ich bin mir sicher, Matthias Sammer wird einen guten Rat für "Gürki" haben. Sammer hat sich als DFB-Sportdirektor sehr für die D-Jugend interessiert. Vielleicht wäre es die zweitbeste Idee, dass er dort seinen besten Keeper als Feldspieler (mit Armbinde) mitspielen läßt, damit der Ball am Fuß sein neuer Freund wird?

    Als Personen des öffentliches Interesses hat man auch mit Spott umzugehen. Aber mal Scherz beiseite!

    Schweizer Keeper waren vor einigen Jahren Exportschlager. Leider hat man sich allzusehr auf die sehr guten Fangqualitäten ihrer Torleute ausgeruht. Durch die Veränderungen im Torwartspiel hat man jedoch z.T. verpaßt. So z.B. bekam der Keeper eine dominante Rolle im Spielaufbau, bei der er selbst unter Gegnerdruck sicher in der Ballmitnahme und dem Paßspiel sein sollte. Das können viele Schweizer Keeper nicht so gut. Hat ein Keeper während seine Ausbildung hierbei keine gute Trainingsunterstützung erfahren, dann wird es im Seniorenbereich immer schwieriger diese Defizite erfolgreich zu minimieren.

    Allerdings sollten wir nicht den Fehler begehen, unsere deutschen Keeper darüber zu stellen, nur weil es einige sind, die besser mit dem Ball am Fuß umgehen können. Lehmann, Neuer und Ter Stegen gelten eigentlich als Ausnahmen. Entweder sind sie als Feldspieler in ihre Fussballkarriere gestartet oder sie haben mit großer Freude als Mannschaftspieleraufgaben während des Trainings übernommen.

    Beim großen Rest kann man sich die Frage stellen, ob der "Befreiungsschlag" nur die Zuschauer irgendwie beruhigen soll oder aber neue Fähigkeiten für die Keeper erworben werden müssen? Wir wissen zwar, dass der Keeper viele Aufgaben des früheren Libero`s erfüllen soll, aber wir trainieren ihn nicht in dieser Rolle. Wie können wir dann im Spiel erwarten, dass er lediglich anhand der Mannschaftsansprache theoretische Hintergrundinfos bekommt, was wie von ihm erwartet wird? Da bekommt jeder Einwechselspieler noch präzisere Anweisungen für seine Aufaben.

    Ich übertreibe an dieser Stelle bewußt, um auf die eigentliche Problematik aufmerksam zu machen. Ich will nicht auf den nächsten Bock eines Keepers bei der Ballverarbeitung warten müssen, sondern allen Verantwortlichen im Umfeld auch den Spiegel vorhalten, nach eigenen Optimierungsmöglichkeiten zu suchen. Es stellt sich die Frage nach der Trainingsmethodik? Können unsere Profikeeper als Hochleistungssportler noch spielnah trainiert werden, wenn die Trainingsschwerpunkte sehr häufig isoliert von der Mannschaft vermittelt werden sollen? Oder sollte das Torwarttrainng viel mehr als Gruppentraining stattfinden, bei der der Trainer mal in der Rolle des Torwarttrainers, mal in der Rolle des Defensiv- und mal in der Rolle des Offensivtrainers schlüpft, damit nicht nur die Feldspieler, sondern auch der Torwart etwas davon hat? Der Übungsleiter fungiert hierbei in der Doppelrolle als Mannschafts- und Torwarttrainer.

  24. #324
    Blickfeld Avatar von motörmatze
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    Ich denke schon, dass Bürki eigentlich ganz ordentlich mit dem Fuß ist - aber gerade da kommt die Frage auf, warum er trotzdem relativ häufig solche Böcke schießt. Wird er zu hektisch, ist er bisweilen nicht konzentriert genug?
    Meiner Meinung nach hat Bürki die Fähigkeit, ein spielender TW zu sein, er muss nur die Umsetzung besser hinbekommen. Falls das nicht funktioniert, sollte der künftige BVB Coach evtl drüber nachdenken, weniger hinten rum zu spielen und den TW damit unnötig in die Bredouille zu bringen...

  25. #325
    Nationale Klasse Avatar von Anadur
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    Wird hier gerade wirklich vorgeschlagen, dass eine Profimannschaft keinen Rückpass mehr spielen soll, weil der PROFI!!!!Fußballer da hinten im Tor Probleme mit einfachen Rückpässen hat?

  26. #326
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Zitat Zitat von axexl Beitrag anzeigen
    Mal wieder ein fehlender Abdruck
    DAS ist aber etwas, was mir inzwischen bei sehr, sehr vielen Torleuten auch im Amateurbereich auffällt. Abdruck schlecht bis nicht vorhanden. Wie die Engländer tippen viele Torleute seitlich und kippen dann, ein Wunder, daß diese überhaupt in die Luft kommen, aber Sprunghöhe, Reichweite, etc. alles völlig eingeschränkt, weil die Hubkraft und Explosivität im Abdruck einfach nicht im Bewegungsmuster verankert, noch trainiert sind.
    So lange also Tw Trainer es zulassen, daß die Torleute alles nur mit der körperlichen Reichweite lösen und lösen dürfen, der abdruck nicht mehr gefordert ist, auch im Juniorenbereich, wird das nach oben nix werden und ich habe die Befürchtung, daß wir bald Torleute bekommen, die sind so gut wie die Kerle von der Insel.

    Ball verstolpert? Mein Gott, kann passieren!
    Richtig! Wenn der torwart mitspielen soll, dürfen müssen die Tw Trainer und AMnnschaftstrainer hinnehmen, daß auch mal ein Stockfehler passiert. 100% immer gibt es nur im Videospiel. Somit passieren Fehler.


    @Anadur:
    Jaja, Du liest richtig!
    Für mich völlig unverständlich, denn jeder, der Patrick Foletti kennt, weiß, wie sehr er darauf wert legt, daß Torleute Fussballer sind und nahezu alle seine Übungen sind nun einmal weniger auf starken Abdruck, als auch eher Stellungsspiel gedrillt. Das ist nicht schlimm, zeigt nur, wie die Gewichtung der einzelnen Tw Trainer liegt, weil für mein Gefühl, viele eine einfach immer glauben, sie müßten das Tw Spiel neu erfinden oder neu definieren...
    Da gefällt mir eher eine unauffäligere Arbeit
    Das jetzt jemand schreibt, man müßte das Spiel ändern, ist eigentlich ein logischer Gedanke - ist aber Blödsinn, weil: Schaut man sich Foletti an, stellt man fest, daß alle Torleute der Foletti Schule nun einmal starke Fussballer sind und sein müssen. Denn dies wird in den Foletti Trainingsformen immer und immer wieder gemacht.
    Das jetzt Bürki hier sich einen Lapsus erlaubt, passiert. Das ist auch Ter Stegen bei der Ballannahme sehr deutlich, weil direktes Gegentor, auch schon passiert. Auch Manuel Neuer ist nicht frei davon..

    Ich kritisiere Bürki nicht wegen seiner Fussballerischen Fertigkeiten, sondern wegen seiner Schwächen in der Zielverteidigung - und diese kosten Punkte, definitiv.
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  27. #327
    Blickfeld Avatar von motörmatze
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    Hm, ich weiß zwar jetzt nicht, wo ich was von generellem Rückpassverbot geschrieben habe, aber man liest ja gerne das, was man lesen will, ne?
    Profi hin oder her, falls durch solche Aktionen vermehrte Gegentore fallen, wäre es definitiv blödsinnig, es einfach so hinzunehmen, so nach dem Motto: ach naja, einer von zehn darf schon Mal in die Hosen gehen. Und wenn ich schon den Keeper mit einbeziehe (was aber definitiv wichtig und richtig ist), muss dieser halt auch Mal wie eben Kahn oder Weide den Sack vordonnern, ohne dass man sich auch darüber gleich wieder das Maul zerreißt. Aber die Lösung der jeweiligen Situation (Ball spielen oder vorhauen) liegt in der Entscheidung des Keepers. Und da hoffe ich für Bürki, dass er mehr Ruhe und Sicherheit reinbringt.
    Was ihm halt auch noch zu häufig passiert, dass er Bälle nach vorne prallen lässt, was dann zu brenzligen Situationen führt oder halt dem Gegentor.
    Aber die Thematik hatten wir wohl schon.
    Und wenn Bürki an diesen beiden Schwächen arbeiten kann, ist er auch der TW, mit dem der BVB gut aufgestellt ist.

  28. #328
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    @motörmatze
    Ich denke mal, wir haben dich wohl schon richtig verstanden. Natürlich sollte man seine Mitspieler bestmöglich integrieren, damit es der Gegner möglichst schwer hat, zum Torerfolg zu kommen. Wenn also ein Keeper bei der Rückpaßverarbeitung seine größten Defizite hat, die sich auch nicht von einen auf den anderen Tag deutlich reduzieren lassen, dann sollte man dieses taktische Mittel auf ein Mindestmaß reduzieren.

    Dennoch darf die Frage erlaubt sein, ob man sich eines taktischen Mittels beraubt, wenn man an einen Torwart festhält, der hier nunmal seine Probleme hat? Wenn ich Bürki mit anderen Keepern in der Bundesliga vergleiche, dann ist das für ihn aber kein besonderer Makel. Da gibt`s noch ganz andere.

    So z.B. die "Bodenscanner", die bei der Ballannahme auf den Boden schauen und dort den Ball, ihre Füße und einen Quadratmeter Rasen sehen. Um einen Anspielpartner zu finden, müssen sie zunächst einmal die Augen in Spielfeldrichtung wechseln. Wenn sie dann eine gute Idee haben, dann kann es passieren, dass der Ball nun nicht mehr am selben Fleck liegt, weil die Ballannahme schampig war.

    Aber natürlich gibts auch noch den Typ, der sich gar nicht entscheiden kann, ob der den Ball mit der Hand oder mit dem Fuß kontrollieren will und deshalb der Ball ganz einfach an ihn vorbei rollt.

    Aber wir Trainer sind meist selbst die Initiatoren für spätere Defizite bei unseren Keepern, weshalb man nicht mit den Fingern auf die Torleute zeigen sollte.
    Man sieht soetwas ja im unteren Jugendbereich besonders deutlich, wo bereits bei den Bambinies ein "Stammtorwart" ausgesucht wurde. Wird der nicht ausreichend in die Mannschaftsübungen ausgebildet, dann wird die Technik mit dem Ball am Fuß vermutlich sein persönliches "Steckenpferd" sein, auf das der Gegner erfolgreich lauert.

  29. #329
    Blickfeld
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    Zitat Zitat von TW-MiK Beitrag anzeigen
    zu Recht?!?!?

    Mal ehrlich, Bürki abzusprechen er könne nicht mit dem Ball am Fuss umgehen ist doch ein Witz!
    Früher bei Weidenfeller hat man bei jedem Rückpass fast gedacht das er sich die Hüfte bricht und das ist bei Bürki alles andere als der Fall!
    Sicher ist seine Saisonleistung bescheiden gewesen aber das hier - und auch in anderen Foren - permanent Bürki die BL-Tauglichkeit abgesprochen wird ist lachhaft!
    So wie sich die komplette Dortmunder Mannschaft präsentiert hat hätten Buffon, Neuer oder auch beide zusammen im Tor nicht besser ausgesehen. Der Keeper ist nun mal Teil des Ganzen auch wenn seine Fehler eben härter ins Gewicht fallen als wenn der Stürmer den Ball an der gegnerischen Eckfahne verliert...

    Ich kann die Kritik an Bürki einfach (nicht immer) nachvollziehen und sage, wenn der Junge vertrauen in der Truppe, vom Trainer und vom Umfeld bekommt wird er es mit entsprechenden Leistungen zurückzahlen!
    Das am Smastag kann passieren. Aber es geht vorallem um seine langen Bälle. Die sind wirklich oft verschenkt.
    Wer immer gut aussieht, bei dem fällt es irgendwann nicht mehr auf. (Toni Schumacher)

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  30. #330
    Internationale Klasse Avatar von TW-MiK
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    Zitat Zitat von Bahnschranke18 Beitrag anzeigen
    Das am Smastag kann passieren. Aber es geht vorallem um seine langen Bälle. Die sind wirklich oft verschenkt.
    Naja, da muss man auch differenzieren. Er spielt die Bälle oft (auch risikoreich) nach außen und wenn der Mitspieler nicht 100%ig mitspielt oder den Ball falsch einschätzt geht es halt in die Buchse.
    Und dazu wird es bestimmt auch ne taktische Vorgabe geben diese Bälle so zu probieren...

    ABER er gehört zu den Keepern in der Liga, die man sowohl auf rechts als auch auf links anspielen kann, ohne das man im Normalfall nen Herzinfarkt bekommt wie bei so manch anderen.
    DAS zähle ich eben zur fussballerischen Fähigkeit und deshalb spreche ich ihm da garnix ab!

  31. #331
    Blickfeld Avatar von motörmatze
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    Sehe ich eigentlich wie TW-Mik.
    Bürki ist kein Anti-Fussballer und definitiv gibt es einige andere, die da weniger Talent haben... was mich aber wieder zu meiner Frage führt, warum dann einige seiner Pässe Kamikaze sind - spielt er zu riskant, oder zu unkonzentriert?

  32. #332
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Zitat Zitat von twtrainer Beitrag anzeigen
    So z.B. die "Bodenscanner", die bei der Ballannahme auf den Boden schauen und dort den Ball, ihre Füße und einen Quadratmeter Rasen sehen. Um einen Anspielpartner zu finden, müssen sie zunächst einmal die Augen in Spielfeldrichtung wechseln. Wenn sie dann eine gute Idee haben, dann kann es passieren, dass der Ball nun nicht mehr am selben Fleck liegt, weil die Ballannahme schampig war.
    Oh weia, welche Aussage.
    Mir fallen dutzende Spieler ein, die auch auf internationaler Eben das machen. Mir fält aber keiner ein, der einen Ball völlig "blind" annehmen könnte.
    Anstelle solcher publizistischen Aussagen, würde ich mir differenzierte Aussagen wünschen.
    Denn es unterscheidet gute Spieler, daß diese eben den Blick nicht lange auf den Ball richtigen und die Füsse sortieren müssen - aber schaut man auch nur ein Liga Spiel an, stellt man fest, daß nur statische Spieler Bälle oft recht "blind" annehmen, aber immer vorher den Ball taxieren müssen, einfach um sich selbst und die Balllaufbahn zu antizipieren und den Fuss zur Annahme auch zu positionieren. Geht es jetzt in Bewegung, dann wird nahezu jeder Fussballer zum "Bodenscanner", denn Balllaufbahn und eigene Bewegung, als auch der Fuss müssen vollständig in Harmonie gebracht werden. Je rascher daher der Blickwechsel, Spielfeld - Boden/Ball - Spielfeld funktioniert, desto wichtiger ist das.
    Völlig blind geht nicht und beobachten wir Spitzenspieler, wie z.B. Xabi Alonso, so können wir feststellen, das er, wie auch Thomas Müller, viele Blickwechsel macht. Er starrt daher nicht den Ball an, sondern der Blick wechselt in relativ deutlichen Intervallen zwischen Spielfeld und "Boden", aber auch können wir sehen, wie hochklassige Spieler, wie Rafinia im Vollsprint den Kopf kaum vom Ball trennen, aber in kurzen Intervallen den Blick heben, um ein "Blitzlicht" der Spielfeld und der Mitspieler zu machen. Völlig blind daher den Ball in so einem Tempo treiben, geht nicht...
    Und mit ein wenig Video Analyse kann man das sogar bei fast JEDEM Spieler belegen, daß diese den Ball anschauen vor der Ballannahme - ja anschauen müssen. Ja auch bei vielen Flanken oder Freistößen kicken die Spieler weniger "Blind", sondern haben oft sogar für eine sehr lange Zeit die Augen nur auf dem Ball...

    Aber, man kann ja den Fussballern einen Strick daraus drehen, vor allem den Torleuten... und Bürki?

    Wie gesagt, fussballerisch ist das schon definitiv für einen Torwart mehr als ausreichend - und ich wiederhole mich, was ich kritisiere, ist oft sein Verhalten in der Zielverteidigung oder im 1 gg 1...
    Und erneut behaupte ich: Auch wenn der BVB jemand hätte, der schlechter Fussball spielt, aber mehr Torverhindert hätte, wären einige Aktionen hier nicht diskutiert worden.

    Wir diskutieren immer um Gegentore und das Verhalten, aber bisher fehlt JEDER Beleg und JEDER Beweis, daß der Fussball im Strafraum ein Ergebnis signifikant beeinflusst hätte. Selbst der "Sweeper Keeper" gegen Algerien, Mr. Mittelfuss-Neuer, hat weniger Fussballerisch in diesem Spiel "geglänzt" - als wirklich den "Sweeper" gespielt. Dafür wurde er gefeiert, und nicht, weil er da hinten Ballhalten und Dribblings wie der beste Innenverteidiger gespielt hat. Er hat die Bälle kompromislos geklärt, ins Aus gespielt... Aber das kann man eine fussballersiche Meisterleistung nennen, nur dann habe ich eine andere Auffassung davon, was Fussball spielen ist.

    Bürki mag von dieser Spielweise Lichtjahre entfernt sein, denn dafür musst Du sehr hoch mit hohem Pressing spielen, aber auch einen Torwart haben, der dieses Risiko geht und auch in diesen Situationen dann sehr sehr kompromislos agiert, er muss weniger "sicher" sein, sondern eher diese Risikobereitschaft haben.
    Das wird auch bei der WM zu sehen sein, sollte Neuer nicht spielen und Ter Stegen die Mannschaft im Tor begleiten - Ter Stegen ist nicht so risikobereit, steht daher eher defensiv und wird keinesfalls solche Spiele liefern, wie Neuer gegen Algerien. Das wird nicht schlechter, es wird nur anders.
    Das macht Ter Stegen bestimmt nicht zum schlechterern Fussballer, zeigt nur die unterschiedliche Spielweise...

    Daher - Bodenscanner und dieses ewigliche Rumhacken auf den Torleuten, daß diese angeblich nicht fussball spielen können... es ist nicht mehr 1992, es ist über 25 Jahre her, mehr als eine vollständige Generation von Torleuten, die alle mit der Anforderung aufgewachsen sind, daß diese Fussball spielen können müssen.
    Es daher einem Torwart, der nicht mal 30 Jahre alt ist, einfach etwas anlasten zu wollen, was wir den Alten Torleuten, wie Kahn oder Buffon immer vorgehalten haben, schlicht Blödsinnig und bar jeder (!!) Wahrnehmung - denn alle diese Torleute, knapp 30 Jahre oder leicht darüber, haben einfach keinerlei Fussball kennengelernt, wo der Torwart NICHT hätte Fussballs spielen müssen, ja viele dieser Torleute kennen nicht mehr mehr das Spiel mit einem Libero oder wissen, was der Vorstopper ist.

    Der herausragende Fussballer im Tor, es fehlt jeder Beweis, daß dieser überhaupt solch signifikante Vorteile bringt, wie das die Studienersteller des WFV dereinst auf allen Tw Trainer Kursen mit deren Studei überhaupt erklären wollten... Aber der Beleg, daß ein Lapsus in der Zielverteidigung Punkte kostet, der ist so schnell erbracht, da muss man nicht mal aus der Oberliga der Landesverbände rausgehen, um sich dieser Sache versichert zu sein...

    Somit ist es Blödsinn, auf den Fussballerischen Fertigkeiten von Bürki rumzuhacken, auch wenn man sagen kann - einige Gegentore wären sicherlich vermeidbar gewesen, hätte er nicht toll Fussball gespielt, sondern eher nach guter alte Weide Manier das Ding grußlos und mit einem PostIt "kannste behalten!" nach vorn gekloppt...
    Den Fussball spielt man mit einer Mannschaft, mit einem Team... Tore, die verhindert in eingien Situationen der Torwart nahezu allein... und das ist etwas, was ich Bürki oft vorwerfe, daß er allein dazu nicht immer in der Lage ist, obwohl er das sein sollte...
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  33. #333
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    Das hat rein gar nichts mit rumhacken zu tun! Die Bilder zeigen mehr als man Bücher darüber schreiben könnte. Die Defizite der fussballerischen Fähigkeiten beziehen sich auf eine falsche Ausbildung, bei der man auch heute noch nicht versteht, sie proportional zu den Anforderungen des Wettkampfs auszurichten. Nicht die Torhüter, sondern ihre Trainer sind die Verursacher, dass bei höherem Pressing reihenweise Keeper überfordert sind. Auch ich mag nicht, das permanent auf Bürki herum gehackt wird. Denn man darf ihn nicht als Stellvertreter für die vielen Keeper sehen, die mit ähnlichen Defiziten zu kämpfen haben.

    Vielleicht bin ich mißversanden worden? Das Beispiel "Bodenscanner" läßt sich sicherlich auch auf alle Spieler übertragen. Denn es meint den langen Blick aufs Spielgerät und klammert das Umfeld aus. Diese Spieler mag man auf Kreisebene finden, ich sehe sie aber nicht im Profifussball. Denn von Profis darf man einen größeren Blickwinkel erwarten, bei dem Ball, Mitspieler und Gegner gleichermaßen kontrolliert werden. Es ist also das genaue Gegenteil von bind auf den Ball oder blind für das ballnahe Umfeld zu sein.

    Ich hoffe, es ist jetzt etwas klarer geworden?

  34. #334
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    Teddy de Beer hat als Torwarttrainer beim BVB aufgehört. Er wird jedoch in anderen Aufgaben dem Verein weiterhin zur Verfügung stehen. Seine Nachfolge tritt Matthias Kleinsteiber an, der ebenfalls BVB-Stallgeruch mitbringt. Ob es der gewünschte "frische Wind" in verantwortlicher Funktion ist, wird man sehen. Ansonsten waren dort noch ein paar hochtalentierte Torwarttrainer, denen man diesen Job durchaus zutrauen würde.

    Zuletzt geriet auch de Beer aufgrund der schwankenden Leistungen seines Stammkeepers Bürki in der Kritik nicht mehr zeitgemaß zu trainieren. Der Verein ist ihm jedoch aufgrund von 32 Jahren Vereinstreue zu großem Dank verbunden, sodass er zukünftig eine Aufgabe im Fan-Bereich übernehmen soll.

  35. #335

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    BVB: Bürki endlich angekommen im „Revier“

    Borussia Dortmund begeistert momentan die Bundesliga und fast ganz Europa! Einer der Gründe ist sicherlich das gute Offensivspiel. Der andere Grund ist die gute Zusammenarbeit zwischen der Defensive und Keeper Roman Bürki, der endlich in Dortmund angekommen zu sein scheint. Torwart.de geht noch einmal auf den Grund! mehr
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  36. #336
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    Beim BVB haben ganz offensichtlich die neuen Trainer frischen Wind ins Spiel hinein gebracht! Schon Klopp und Tuchel verstanden es das Team aufs schnelle Umschaltspiel einzustimmen. Ob aber diese Leistung konstant über die Saison abgerufen werden kann, das muß abgewartet werden?

    Bei Bürki hatte ich bereits die Vermutung geäußert, dass diverse Unsicherheiten auch an falschen Trainingsinhalten liegen können. Das kann immer dann ein Problem sein, wenn der Trainerstab eine Szene mit Torwartbeteiligung nicht umfassend analysiert, um zu erkennen, in welchem Detail der häufig komplexen Situation der Torwart einen Fehler gemacht hat?

    Auch die TW-Trainer müssen infrage gestellt werden, wenn über einen längeren Zeitraum die Torwartleistungen im Spiel unzufriedenstellend sind und man diese Situationen im Training nicht spielnah trainiert werden, damit die Defizite minimiert werden können.
    Weil aber der moderne Torwart nicht mehr der Spezialist (wie er gern in der traditionellen Betrachtung beschrieben wird) ist, sondern seine Leistung in die der Defensive integriert werden muß, braucht es andere Trainingsmethoden als die eines isolierten Trainings. Es gibt hier die Möglichkeit in Kleingruppen zu trainieren, bei der jeder situativ Aufgaben erhält, sodass er nach und nach eine komplexe Situation theoretisch und praktisch gut bewältigen kann, weil er sie hinreichend verstanden hat. Beim BVB hat dieser Umbruch im TW-Training scheinbar funktioniert? Das Problem wird nach wie vor der Status des "Stammtorwarts" sein! Denn wenn Bürki ausfällt, dann wird ihn Hitz trotz eines sehr guten TW-Trainings nicht ausreichend ersetzen können, weil ihm die Spielpraxis fehlt.

    Bei den Feldspieler ist die Rotation bei den Spitzenteams schon seit Jahren Praxis. Nur beim Torwart, da tut man sich noch schwer!

    Warum eigentlich?

  37. #337
    Internationale Klasse Avatar von Icewolf
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    Schön zu sehen, dass das Dogma vom abgesenkten Knie Müll ist und sich alle daraus resultierenden Nachteile bestätigen.
    Schon eine sehr krasse Kirsche für einen Bundesliga-Keeper.
    Es ist sehr viel besser geworden, aber er hat immer mal wieder so ein Ding drin.
    Die Qualität des Breierzeugnisses ist reziprok proportional abhängig von der Quantität der partizipierten Köche.

  38. #338
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    Welches Dogma? Bis 3 Schritte kommt man in der Regel höher mit abgesenktem Knie. Danach ist eine normale Absprungbewegung nur noch mit angewinkeltem Knie möglich. Hier ist aber das dynamisch Gleichgewicht durch die Vorwärtsbewegung gewährleistet, während im Stand ein besseres Gleichgewicht mit abgesenktem Knie erzielt werden kann. Schau dir zu den Sprungabläufen mal andere Sportarten die natürlichen Bewegungsabläufe an. Warum soll der Fußball hier eine Ausnahme machen? Wenn ich als Torwart nicht hoch genug komme, ist die Gefahr eines Unterlaufens noch größer. Allerdings hab ich die Wahl, ob ich einen Ball fange, fauste oder lenke. Entscheide ich mich falsch, dann mag alles andere (Timing, Bewegungsablauf) richtig gewesen sein.

    Ähnlich historisch überfrachtet sehe ich in diesem Zusammenhang den Mut, der solchen Torhütern zugesprochen wird, denen nichts besseres einfält, als ihrem Gegner mit dem Knie die "Einbauküche" zu richten. Bei uns gehört soetwas zum Glück längst der Vergangenheit an. Aber braucht ein Torwart überhaupt einen besonderen Mut, wenn es sowieso keine Sportart gibt, die besonders für Angsthasen und Feiglinge geeignet wäre? Oder sollte man Mut besser durch Intelligenz und Handlungsschnelligkeit ersetzt und kann vielleicht den kleinen Rest an Aktionsungewissenheit besser in der Risikobereitschaft beschreiben?

    Meine Worte enthalten eine Provokation, denn ich bin mir selbst nicht sicher, was man Gutes aus der Vergangenheit in die Zukunft übernehmen kann?

  39. #339
    Internationale Klasse Avatar von Icewolf
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    Ehrlich gesagt - keine Ahnung wovon Du redest/schreibst.

    Ich meinte das abgesenkte Knie.
    "Knie runter, damit der Ball nicht durchrutscht!", höre ich leider total häufig.
    Was für ein Müll.
    Die Qualität des Breierzeugnisses ist reziprok proportional abhängig von der Quantität der partizipierten Köche.

  40. #340
    Blickfeld Avatar von motörmatze
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    Über die Knietechnik kann man sicherlich streiten... Fakt ist aber, WENN man das Knie ordentlich runterbringt, geht da kein Ball durch - was natürlich auch mit ordentlicher Handhaltung (und ohne das Knie am Ende zu maltretieren) funktioniert.
    Am Ende isses a Krack, der die Meisterschaft wahrscheinlich mitentschieden hat.

  41. #341

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    BVB: R. Bürki: "Wir wollen unser Spiel gewinnen!" `


    Auf der Pressekonferenz vor dem Champions League-Gruppenspiel gegen Slavia Prag sprach BVB-Torwart Roman Bürki über die zwei vergangenen Siege und die Hoffnungen auf das mögliche Erreichen des Achtelfinales für den BVB. torwart.de hat die besten Aussagen zusammen gefasst! mehr
    torwart.de-Team

  42. #342
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    Schade, 1 Fehler und das Spiel vergeigt. Ansonsten Top Partie, hielt seine Mannschaft im Spiel. Aber beim Gegentor leider 1 Meter zu weit vor dem Tor


    https://www.youtube.com/watch?v=yYAov5kL3vI




    der Wächter

  43. #343
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Standard Übergreifen - und Dortmund hätte einen Punkt gehabt

    Zeit für eine kleine Video Analyse.

    Es ist viel diskutiert worden, über das "Kimmich Traumtor". Das tor, welches wohl das Rennen um die Corona Meisterschaft 2020 entschieden hat. Das Tor im Klassiker, dem Spiel des BVB Dortmund gegen den Tabellenführer FC Bayern München, am Dienstag den 25.5.2020 im leeren signal Iduna Park von Dortmund.
    Ein Spiel auf Augenhöhe und Roman Bürki, als Torwart des BVB stand hier im Fokus.

    Zwar gelingt Ihm eine eigentlich gute und nahezu fehlerfreie Partie und nach Chancen kann man eigentlich sagen - ein 0:0 hätte hier drin sein müssen oder können, aber erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.
    Es sind diese Kann-Bälle... denn muss man nicht halten, aber den kann man halten.
    Ein Patzer ist es, wenn ein Muss-Ball durchgeht... das sind Fehler, die sind offensichtlich... doch bei Kann-Bällen will ich nicht von einem Feher sprechen, sondern von unglücklichen Entscheidungen, die einem die Möglichkeiten nehmen, etwas großartiges zu leisten.
    Es ist die 43. Minute und die entscheidende Szene, folgendes Video (Video Quelle YouTube, Kanal DAZN Bundesliga:

    Nach mehr oder minder zufälligem Anspiel von Kingsley Coman bekomt Josua Kimmich den Ball 22 Meter vor dem Tor in fast zentraler Position. Kurz vorgelegt, abgezogen.


    1:36 Fram 11 - Ballannahme Kimmich, rechter Fuss
    1:37 Frame 19 - Kimmich Abschluss aus rund 18 Meter von Tormitte. Roman Bürki steht leicht nach links (aus seiner Blickrichtung) ca. 3 Meter vor dem Tor.
    1:37 Frame 24 - Bürki Auftakt, rechter Fuss nach rechts, leicht rückwärts.
    1:38 Frame 6 - Bürki Gewichtsverlagerung rückwärts, alles Gewicht liegt nach rückwärts, er hat eine fast 90° Kniewinkelstellung und "sitzt" förmlich im Standbild
    1:38 Frame 14 - Bürki hat einen weiteren Schritt mit rechts nach rückwärts gemacht, hat das linke bein nun fast gestreckt, das rechte ist leicht gebeugt.
    1:38 Frame 18 - Bürki beendet den Kreuzschritt mit dem linken Fuss kreuzt er vor dem Rechten.
    1:38 Frame 24 - Bürki hat den Kreuzschritt beendet, mit rechts einen Auftakt gemacht, allerdings OHNE eine tiefere Kniebeugung, alles an Sprungkraft kommt nur aus der Bewegung. Hier zieht er bereift die linke (!!!) Schulter und den linken Arm hoch.
    1:39 Frame 0 - Bürki reißt die linke Schulter und den linken Arm nach oben, der linke Fuss hat keinen Bodenkontakt mehr. Ball ca. 2 Meter vor Ihm, über Ihm.
    1:39 Frame 1 - Der Absprungt, Bürki zieht das linke Bein als Schwungbein hoch und zieht mit der linken Schulter und dem linken Arm nach oben - der "Lift" beginnt. Bürki steht nun ca. 1 Meter höchstens vor dem Tor in zentraler Position.
    1:39 Frame 2 - der rechte Fuss verliert Bodenkontakt, der "Lift" ist da, doch die linke Schulter fällt jetzt, dafür hebt sich der rechte Arm, der auf Schulterhöhe war nun nach oben
    1:39 Frame 3 - der rechte Arm ist jetzt auf Kophöhe, der linke Arm hat jegliche Spannung verloren und ist nun seitlich vom Kopf "schwerelos", der rechte Fuss hat den Bodenkontakt verloren.
    1:39 Frame 4 - Flugphase. Der Rechte Fuss ist vom Boden weg, die rechte Hand streckt sich dem Ball aufwärts entgegen. Der Ball dürfte sich jetzt ungefähr auf Höhe der Querlatte befinden. Die Wirbelsäule ist vollgestreckt, ebenso das rechte bein und der rechte Arm geht in Streckung, das linke Bein ist im Knie angewinkelt.
    1:39 Frame 5 - die letzten Frames werden wir uns aus anderer Perspektive nochmals ansehen, aber hier nun berührt die rechte Hand den Ball. Es ist nicht erkennbar, ob die volle Hand oder nur die Finger, aber deutlich ist eine Antspannung des rechten Beines, ebenso die volle Entspannung des linken Beines zu erkennen, Zugleich zieht Bürki die Kopf nach hinten, schafft so der rechten Schulter mach Raum nach oben und streckt den rechten Arm voll durch, dabei wird eine Verkrümmung der Wirbelsäule sichtbar, weil sich Bürki so versucht mehr Reichhöhe zu verschaffen.
    1:39 Frame 6 - der Ball ist berührt, wird aber nicht nach oben, sondern eher seitlich abgefälscht. Das linke Bein kommt in eine leicht gebeugte Haltung, der rechte Fuss zieht hoch in Richtung Gesässs. der linke Arm weiterhin entspannt und "schwerelos", der Kopf nach hinten, dabei jetzt eine leichte Drehung um die Körperachse, so daß die rechte Schulter weiter nach vorn oben kommt, der rechte Arm weiter voll gestreckt.
    1:39 Frame 7 - deutlich ist die Drehung der Wirbelsäule zu erkennen, ebenso deren Krümmung. das Linke bein ist nun fast gestreckt, das rechte angezogen, der Fuss hinter dem Körper, dabei ist die Hüfte noch in Absprungrichtung gelagert, rechter Hüftkamm eher zum Boden zeigend. Der Schultergürtel ist hingegen gedreht, er liegt nin eigentlich parallel zu Boden oder Querlette, wobei die rechte Schulter sogar noch nach vorn / oben gehoben ist.
    1:39 Frame 8 - linkes Bein gestreckt, rechtes Bein angezogen, Fuss hinter dem Körper. Rechter Arm nach oben überstreckt, rechte Schulter nach vorn oben gestreckt, linke Schulter dreht sich nach hinten und unten, Hüfte links noch licht vorn und links, rechter Hüftkamm jetzt rechts, noch eher abwärts. Ball ist ca. 0,5 Meter von der Hand entfernt.
    1:39 Frame 9 - Linkes Bein nun vollgestreckt, nach links unten, rechter Fuss vollständig hinter dem Körper, rechtes Knie vollgeweugt, alles eher hinter dem Körper. Linke Schulter eher links und unten, rechte Schulter vorn / oben, rechter Arm immer noch gestreckt nach oben. Kopf hinten, Blickrichtung aber jetzt so gedreht, daß der Ball im Blick bleibt.
    1:39 Frame 10 - Wir sind durch, denn der Fall setzt ein, der rechte Arm senkt sich nun, auch der rechte Fuss kommt hinter dem Körper (der Fuss war wirklich fast vollständig auf der Rückseite des Körpers über dem Gesäss(!), der linke Fuss ist weiter gestreckt, bewegt sich nun aber nach vorn. Die rechte Schulter senkt sich, und dreht sich zudem wieder nach rechts unten.

    1:39 Frame 20 - Bodenkontakt über den Unterschenkel... sowie den rechten Arm. Dabei sind drei Landepunkte zu markieren: Fussspitze rechts, Knie rechts und Hand des rechten fast gestreckten Arms. Bürki bricht daher nach rückwärts weg, beugt den Ellenbogen und läßt die Hüfte nach rückwärts zu Boden fallen. Er landet am Ende auf der rechten Seite, aber mehr in Rücklage als seite (1:40 Frame 0) und geitet in Folge der Bewegung in Rücklage (auf dem Rücken liegend !!!) ins Tor aus, wobei er in Richtung beider Schultern hoch rollt (Beginnende Rückwärtsrolle)

    Schauen wir aus der eher Hintertorkamera nochmals hin, bei 2:01 Frame ist die Schusslösung. Ball liegt vielleicht einen Meter vor der Strafraummarkierung, ca. 2 Meter vom Rand des Schnittkreises entfernt.
    2:04 Frame 8 - Bürki kommt ins Bild
    2:05 Frame 4 - Es ist der Punkt wie oben bei 1:38 Frame 24. Wir bekommen die Bewegung bestätigt, und auch, daß Bürki ca. einen Meter noch vor dem Tor steht.
    2:05 Frame 11 - der Absprung. Rechter Schwungbeineinsatz, gute Streckung, Aber auch hier, die linke Schulter, die eben noch nach oben war, wird jetzt entlastet, der rechte Arm nun gehoben
    2:06 Frame 1 - wir erkennen jetzt den Moment, da Bürki in der Luft ist, wir sehen das der Kopf den Weg frei macht, indem er nach hinten geneigt wird, die rechte Schulter sich weiter hebt. Auch die Drehung im Schultergürtel, linke Schulter nach hinten und runter die rechte Schulter nach vorn und oben wird sichtbar.
    2:06 Frame 6 - Bürki berührt den Ball mit den Fingern. Es sind alle vier Finger vollflächig am Ball, allerdings eher von unten, nicht hinter dem Ball. In Frame 8 kommt der Daumen und die Handfläche dazu. Die Verdrehung Hüfte Schultergürtel wird mehr sichtbar, weil Bürki die rechte schulter noch mehr nach vorn und oben zieht, wozu er sicht auf der rechten Körperseite überstreckt, und die linke Körperseitenmuskulatur dafür sich vollständig zusammenzieht - eine Wirnelsäulenkrümmung ist die Folge
    2:06 Frame 19 und davorige. Gut kann man noch erkennen, daß Bürki sich bis dahin noch aufwärts bewegte, eine tolle Sprunghöhe erreicht, aber den Ball nur seitlich abfälschen kann. In Frame 19 ist der Ball bereits von der Hand weg und geht seitlich halb abgelnkt weiter Richtung Tor, diesmal aber in Richtung Kreuzeck. Bürki hat es nicht geschafft, dem Ball einen "Lift" zu geben.

    Nun aus der Hinter dem Schützen Perspektive:
    2:11 Frame 7 - die Schusslösung
    2:11 Frame 7 - Bürki steht ca. 2,5 Meter vor dem Tor
    2:13 Frame 19 - Der Absprung Moment. Genau angeleichen können wir nicht, weil die Füsse nicht mehr im Bild sind, können aber aufgrund der Schultern und Arme darauf schließen. Wir sehen die links erhobene Schulter und den links gehobenen Arm, der rechte Arm ist hin noch unten...
    2:13 Frame 22 - der rechte Arm kommt ins Spiel, der linke Arm wird ausgekoppelt, er führt die aufwärtsbewegung nicht weiter fort, die rechte Hand ist etwas unter Kopfhöhe.
    2:13 Frame 24 - rechte Hand auf Kopfhöhe
    2:14 Frame 4 bis Frame 7 - die rechte Hand streckt sich dem Ball entgegen, gut wird in diesen Bildern sichtbar, wie die linke Schulter mehr abfällt und sich vor allem auch schon beginnt, in Richtung abwärts und rückwärts zu drehen, wodurch der Schultergürtel in die Rotation kommt, was der rechten Schulter den Freiraum gibt, nach oben und vorn gedreht zu werden. Der rechte Arm ist gestreckt.
    2:14 Frame 9 - eine Krümmung der Wirbelsäule ist deutlich erkennbar.
    2:14 Frame 13 - jetzt sehen wir die vollständige Krümmung der Wirbelsäule, die rechte Schulter ist nach oben und vorn gestreckt, der Kopf nach hinten und der linke Arm entspannt, auch das Absprungbein ist nun entspannt, das linke ist leicht gebeugt. Der Moment, da Bürki den Ball berührt.
    2:14 Frame 14 bis Frame 16 - die Krümmung ist nun vollständig, die komplette Wirbelsäule ist gebogen, die linke Körperseitenmuskulatur ist wahrscheinlich komplett angespannt, die rechte Körperseite vollüberstreckt, durch die Krümmung überkreuzt das rechte, gestreckte Bein das linke Bein hinen kurzzeitig, die rechte Schulter ist nach oben und vorn verlagert, die linke schulter nach unten und hinten.
    2:14 Frame 17 - Ablenken des Balls, allerdings, wie zuvor festgestellt, nich nach oben, sondern eher seitlich.

    Nachfolgend können wir in der Bild für Bild Schaltung des Videos erkennen, wie der Ball auf Höhe der Querlatte verbleibt, aber nach links, aus der Sicht der Kamera, abgefälscht weiter fliegt, dann an Höhe verliert und ins Tor fällt.

    Die Reporter waren ja rasch dabei zu attestieren, daß Roman Bürki zu weit vor dem Tor steht und auch Lothar Mattäus war sich sicher, daß Bürki den Ball halten muss.
    Wie gesagt, ich bin bei Kann Bällen, nicht bei Muss Bällen. Wir wissen aber nach der analyse: Nein, er stand nicht zu weit vor dem Tor, eigentlich steht er genau richtig! Weder Stellungsfehler, noch die Fussarbeit sind falsch, sondern diese sind eigentlich perfekt. Aber der Entschluss mit der Führhand nach einem Ball zu angeln, der über der Körperachslinie liegt, ist mehr als fraglich.
    Und meiner Meinung nach wird hier deutlich, wie viel Reichweite der Torwart verliert, wenn er bei solchen Bällen nicht übergreift.
    Allein weil Bürki wie erwähnt im Moment des Absprungs schon die linke Schulter und den linken Arm hochzieht, verdeutlicht, daß er eigentlich richtig unterwegs war, diese Bewegung hätte er nicht zur Leithandstreckung "umwandeln" sollen, sondern eher die rechte Schulter weiter abziehen, die linke Schulter weiter heben und die linke Hand voll ausfahren sollen.
    Da wir aufgrund 2:06 Frame 6 wissen, daß er mit der rechten Hand und damit verkrümmter Wirbelsäule (2:14 Frame 13) den Ball mit den Fingern berührt, also mit einer eigentlich großen Fläche, können wir klar attestieren, daß wenn er die Wirbelsäule gestreckt läßt, einen Reichweitenvorteil bekommt. Nicht vergessen: Eine Kurve ist immer von einem Punkt zum anderen länger, als die gerade Linie.
    Zudem kann die linke Schulter viel freier gehoben werden, weil diese nicht mit der Wirbelsäulenfortsetzung zum Kopf in Konflikt gerät, das rechte absprungbein kann gestreckt bleiben und über die diagonalen Rückenmusklen wird der Rechte, nach unten durch den Absprung arretierte Hüftkamm zur gehobenen linken Schulter keine Konfliktspannung aufgebaut, die Wirbelsäule bleibt stabiler. (Diagonale Spannung, rechte Schulter abwärts, linker Hüftkamm aufwärts! Dies stabilisiert die Wirbelsäule in der Streckung!!!)
    So bekommt er einen Richtweitenvorteil und kann mit der linken Hand im Übergreifen denn Ball nach OBEN, anstelle nur seitlich ablenken. Der Ball wird über die Querlatte ins Toraus abgewehrt.
    Die Null steht...
    Geändert von Steffen (29.05.2020 um 09:50 Uhr)
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  44. #344
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    Steffen, Hut ab! Eine sehr detaillierte Analyse!

    Ich kann das nur etwas einfacher zusammenfassen aus meiner früheren Praxis:

    Im Rückwärtslaufen kann man nur dynamisch agieren, wenn man übergreift. Rechter Arm bei Absprung mit rechtem Bein KANN in der Rückwärtsbewegung nicht funktionieren.

    Das ist das gleiche wie beim vorwärts laufen mit einhändigem Fausten: Auch hier geht es nur, mit links abzuspringen und mit rechts zu fausten (oder umgekehrt). Alles andere widerspricht sich in der Bewegung.

  45. #345
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    Zitat Zitat von Keeper12 Beitrag anzeigen
    Das ist das gleiche wie beim vorwärts laufen mit einhändigem Fausten: Auch hier geht es nur, mit links abzuspringen und mit rechts zu fausten (oder umgekehrt). Alles andere widerspricht sich in der Bewegung.
    Naja, halten wir mal fest: Die Aussage, auch hier im Forum, daß Bürki zu weit vor dem tor stand, kann man so nicht stehen lassen, darf man auch nicht, denn im Endeffekt passiert seine Parade eigentlich vom Timing her korrekt, mit korreter Fussarbeit - das alles ist absolut vorbildlich und könnte einem Lehrbuch entpsrungen sein.
    Alles super!
    Nur dann eben, es ist wie immer: Der Ball ist über der Körperachse! Damit meine ich die Linie von der Mitte des Beckens zur Mitte des Scheitels, also bem stehenden Menschen die völlig zentrale vertikale Achse durch den Körper.
    Du kannst nur mit der Leithand sicher agieren, wenn der Ball unter oder genau auf dieser Linie ist. Überschreitet der Ball diese Linie, diese Achse, ist das Übergreifen effektiver.
    Das ist so ein Stück egal... niemand würde versuchen, mit der linken Hand nach einem Glas zu greifen, daß rechts von Ihm steht - wenn er beide Hände frei hat. Das ist ergonomischer Blödsinn und nicht mal der Linkshänder macht das. So greifen wir auch instinktiv zu Dingen über uns mit der Hand die richtungsgebunden ist: Linksüber uns, linke Hand, rechts über uns, rechte Hand... Auffällig wird es dann im Bereich der Beine: Greifen wir rechts hoch und müssen uns strecken, dann entlasten wir das rechte (!!!) Bein und holen ein paar Zentimeter raus. Würde man das gleiche versuchen, rechtes Bein, rechte Hand, wir kommen nicht dran, nur mit linkes Bein, rechte Hand erreichen wir diese Centimeter... Warum?
    Es ist die diagonale Muskuläre Arbeit im Rücken. Wir können nicht Muskeln strecken, nur zusammen ziehen. Sprich wenn ich mich strecken will, muss ich irgendwo ziehen.
    Das heißt ist kann nur die rechte Schulter ein Stück höher bekommen, wenn ich den linken Schulterteil dafür runter ziehe. Ich kann das rechte Bein nur länger bekommen, wenn ich dafür die linke Hüfte hochziehe. Du liest aber schon was passiert: Ziehe ich beide Seiten links zusammen, dann kann ich die Krümmung der Wirbelsäule nicht verhindern, sie wird gekrümmt... meine Hand wird daher nicht länger, sondern wird sogar ein Stück seitlich vom objekt wegbewegt und kürzer.
    Reiche ich also hoch, dann muss ich z.B. links die Hüfte hoch ziehen, damit rechts die Hüfte runter geht und das rechte Bein ein paar Centimeter bekommt. Damit die Wirbelsäule aber gerade bleibt, muss ich nun den rechten Schultergürtel runter ziehen, damit der Schultergürtel links hoch geht, und der linke Arm ein paar Centimeter länger wird... dann erreiche ich die Kirsche oben im Baum.

    Nun stehe ich in der Luft nicht, das heißt dieses ziehen und zerren der Muskulatur beeinflusst mich viel, viel stärker...und immer noch: Ich kann keine Muskulatur verwenden, etwas zu strecken, sondern ich muss 'ziehen', also Muskeln verkürzen... daher kommt die "Flugbanane" bei Bürki, die man so schön sieht... er zieht auf der linken Seite alles zusammen und versucht, dait länger zu werden, wird aber in Wirklichkeit kürzer, weil die Wirbelsäule jetzt gekrümmt und damit kürzer wird. Ist ergonomisch einfach so, sollte ein guter Tw Trainer einfach wissen. Flugbanane ist schei..e...
    Zudem auch hier wieder... wäre der Ball unterhalb der Achse seines Körpers gewesen, dann ist alles gut... so aber ist der Ball in der Fluglage dann am Ende über dieser Achse und damit die Entscheidung mit der Führhand nicht wirklich gut, Du erreichst den Ball damit nicht gut, weil: Keine diagonale Spannung, und damit keine Streckung möglich.
    Stehst Du genau unter dem Ball und musst nur gerade hoch springen, dann ist die Führhand gut, reicht locker - jedenfalls bei den meisten Torleuten. Hier aber geht es um eine Flugparade, also eine Parade, die von einer basllistischen Flugbahn abhängig ist (Ja, auch hier wieder: Gravitation gilt für Torleute und Tw Trainer ebenso wie Newtons Gesetze)... und dabei sieht man schön, wie einfach die Achse des Körpers am Ende so liegt, daß der Ball darüber ist... und weil man in der Luft nicht "hochreichen" kann, weil nichts da ist zum Abstützen, reicht es nicht.
    Beim Übergreifen wird Bürki hier erstens in der Luft stabiler, zweitens erreicht er mehr Reichweite und kann so den Ball 100% sicher über die Querlatte heben... und es steht weiterhin 0:0... so aber haben die Bayern Glück, weil wieder ein Torwart da ist, der nicht Übergreifen kann oder vielleicht sogar soll... dann musste mit solchen Toren leben.
    Dann musste einfach sagen: "Er soll nicht übergreifen, daß ist nicht gut und dann fallen diese Tore. Fertig!" dann ist aber eines klar: In solchen Spielen darfst du dann keinesfalls den verlorenen Punkten und vielleicht sogar dem verlorenen Meisterschaftskampf hinterher heulen.
    Denn Du hast nur verloren, weil der torwart aufgrund DEINER Philosophie (darf nicht übergreifen) oder eben seiner Ausbildung (soll nicht übergreifen, nie gerlent) schlicht diese Dinge nicht alten und nicht holen kann.

    Und halten wir mal fest: Bürki war an dem Ball mehr als deutlich dran. Das ist so ein mieses Gefühl, weil im Endeffekt spürst Du, daß du den Ball hättest halten können!

    Ich bin nicht gern bei Lothar Mattäus, weil der über Torleute gern viel und Bullsh.t erzählt... aber hier muss ich ein Stück weit beistimmen: Ja, den Ball kann man als Torwart halten. Insbesondere, wenn man sich als Torwart eben ChampignosLeague, internationale Klasse und Meistertitelambitionen auf die Fahne schreiben möchte.

    (Sorry, Thomas Schlieck, Du kannst gern widersprechen - aber hier lasse ich mich NULL erweichen. Hier geht ergonomie einfach gegen Philosophie!)
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  46. #346
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    Sauber Übergreifen, und er hätte ihn sicher über die Latte befördert.

    Aber hätte, hätte Fahrradkette. Übergreifen entspricht in Deutschland nicht mehr der gängigen Lehrmeinung des Mainstreams, somit ist es böse und wird in den meisten Fällen auch nicht mehr trainiert (zu trainingsintensiv, beidfüßiges Sambatanzen mit Ball ist wichtiger, zu hohe Verletzungsgefahr, usw., für mich nicht nachvollziehbar...).

    Und da bin ich voll bei Steffen, wenn die Lehrmeinung dies nicht mehr möchte, und man als Trainer mit dem Trend geht, dann darf man sich auch nicht beschweren wenn eigentlich sicher zu haltende "Kann" Bälle reingehen und dadurch wichtige Spiele verloren gehen.
    Shit happens, that's life... :-)

  47. #347
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Zitat Zitat von Pro Arrow Beitrag anzeigen
    Übergreifen entspricht in Deutschland nicht mehr der gängigen Lehrmeinung des Mainstreams, somit ist es böse und wird in den meisten Fällen auch nicht mehr trainiert (zu trainingsintensiv, beidfüßiges Sambatanzen mit Ball ist wichtiger, zu hohe Verletzungsgefahr, usw., für mich nicht nachvollziehbar...).
    Und wehe Du sagst was anderes... dann sind die Lehrgangsdozenten und Ausbilder und "Profi" Torwarttrainer ganz wild und man hat auf ewig "verschi..en"... Für mich belegen diese Szenen und genau dieses Spiel, warum es soo wichtig ist. Denn wenn du den Ball holst, als Torwart, dann holst Du ggf. einen Punkt und bleibst im Meisterschaftsrennen.
    Das sind, ehrlich gesagt, fett Einkommensmöglichkeiten... diese sind aber, nur weil Du Mainstream bleibt, plötzlich weg.

    Aber ja... beidfüssiges Zuckerpass-Spielen wird heute oft als wichtiger angesehen, zum Glück weiß ich, daß Thomas Schlieck beim BVB es anders sieht... aber einige der Kollegen, für die ist in der Tw Trainingseinheit schlicht 2 Stunden Füsschen Arbeit angesagt, und nicht mehr solche Bälle halten..
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

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