@anadur

Besser hätte ich die Defizite in der Talentförderung in den Verbänden, beim DFB und den NLZ nicht beschreiben können. Da hast du voll in ein Bienennest gestochen, wo man häufig mehr verwaltet, statt entwickelt.

Was die Spieleröffnung anbelangt, so sehe ich viele Keeper als Autodidakten, weil ihnen die praktische Erfahrung als Feldspieler fehlen. Auch hier möchte man all zu sehr an Traditionen in der Ausbildung festhalten, ohne das veränderte Anforderungsprofil des modernen Spiel ausreichend ins Kalkül zu ziehen.

Wir brauchen eine Kompetenzübertragung in der Torwarttrainerausbildung, sodass eine flächendeckende systematische Torwartausbildung sichergestellt werden kann. Dazu sollte man das Know-How der Profi-Torhüter nutzen. Die TW-Trainer-Lizenz sehe ich auch nicht als Kopie des Mannschaftstrainer-Lizenz-Systems, weil es sich von der Art und Form des Trainings doch deutlich unterscheidet. Allerdings fehlen nach meinem Geschmack ganzheitliche Situationsbetrachtungen, weil allzuhäufig nach dem Torabschluß und dem gehaltenen Ball schluß ist. Dabei fängt der Spaß doch eigentlich erst nach dem gehaltenen Ball erst richtig an

Insofern möchte ich die Keeper ein wenig aus der Schußlinie nehmen, wenn man ihnen anhand sehr isoliert betrachteter Statistiken ohne tiefgreifende Analyse Fehlleistungen unterstellt. Denn die Torwartleistung ist von einer sehr großen Zahl an Determinanten abhängig.

@steffen
Ich wollte mit meinem Hinweis auf die Diplomarbeit über unsere subjektiven Wahrnehmungen hinweg wissenschaftlich belegbare Erkenntnisse aufzeigen. Leider gibt es noch zu wenige wissenschaftlichen Arbeiten, die sich mit den Torleuten beschäftigen!