@motörmatze
Ich denke mal, wir haben dich wohl schon richtig verstanden. Natürlich sollte man seine Mitspieler bestmöglich integrieren, damit es der Gegner möglichst schwer hat, zum Torerfolg zu kommen. Wenn also ein Keeper bei der Rückpaßverarbeitung seine größten Defizite hat, die sich auch nicht von einen auf den anderen Tag deutlich reduzieren lassen, dann sollte man dieses taktische Mittel auf ein Mindestmaß reduzieren.
Dennoch darf die Frage erlaubt sein, ob man sich eines taktischen Mittels beraubt, wenn man an einen Torwart festhält, der hier nunmal seine Probleme hat? Wenn ich Bürki mit anderen Keepern in der Bundesliga vergleiche, dann ist das für ihn aber kein besonderer Makel. Da gibt`s noch ganz andere.
So z.B. die "Bodenscanner", die bei der Ballannahme auf den Boden schauen und dort den Ball, ihre Füße und einen Quadratmeter Rasen sehen. Um einen Anspielpartner zu finden, müssen sie zunächst einmal die Augen in Spielfeldrichtung wechseln. Wenn sie dann eine gute Idee haben, dann kann es passieren, dass der Ball nun nicht mehr am selben Fleck liegt, weil die Ballannahme schampig war.
Aber natürlich gibts auch noch den Typ, der sich gar nicht entscheiden kann, ob der den Ball mit der Hand oder mit dem Fuß kontrollieren will und deshalb der Ball ganz einfach an ihn vorbei rollt.
Aber wir Trainer sind meist selbst die Initiatoren für spätere Defizite bei unseren Keepern, weshalb man nicht mit den Fingern auf die Torleute zeigen sollte.
Man sieht soetwas ja im unteren Jugendbereich besonders deutlich, wo bereits bei den Bambinies ein "Stammtorwart" ausgesucht wurde. Wird der nicht ausreichend in die Mannschaftsübungen ausgebildet, dann wird die Technik mit dem Ball am Fuß vermutlich sein persönliches "Steckenpferd" sein, auf das der Gegner erfolgreich lauert.




Zitieren