Ergebnis 1 bis 39 von 39

Thema: Stur sein oder auf den Trainer hören?

Hybrid-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #1
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
    Registriert seit
    05.02.2006
    Ort
    Frankfurt am Main
    Beiträge
    9.528
    Blog-Einträge
    167

    Standard

    Hann, wenn man 38% annimmt, dann verstehe ich, warum die Quote so niedrig ist: Er bietet auch eine Ecke an, und wenn dann die Quote unter Halbe-Halbe liegt, ist das für mich der Beweis, daß die Torleute etwas machen, es nicht verstehen, was sie falsch machen - aber im Glauben sind, daß es besser ist - und daher deren Erfolgsquote schlechter ist, als diese sein müßte.
    Ich beobachte gerade im 1 gg 1 viele Torleute und entdecke immer wieder Missverständnisse und Unwahrheiten. z.B. daß beifüssige Grätschen zum Ball, welches Trainer dann damit rechtfertigen, daß es ja wie mit den Händen ist... das es IM Strafraum statt findet, im Fall des Treffens des Gegenspielers ein hohes Verletzungsrisiko beinhaltet und vom Schiedsrichter daher schon Ansatzweise als "gefährliches Spiel" geahndet werden kann (die Folge im Strafraum sind wohl jedem klar) leugnen sowohl Trainer als auch Torhüter.
    Viele Trainer arbeiten rein ergebnisorientiert, nicht aufbauend und leistungsorientiert - und hier zeigen sich die weiteren Lücken der sogenannten Qualitäts- und Qualifizierungsoffensive des DFB und der Landesverbände.
    Sagt man hier als erfahrener TwT ein paar Sätze dazu, es wird einem nicht abgenommen - noch geglaubt. Das Besserwissen, es wird daher von den Trainern vorgelebt.

    Im 1 gg 1 ist wichtig, daß der Torhüter nach den Regeln:
    • Optimale Position und Distantz
    • Rechtzeitig Fertig
    • Richtiger Beginn

    agiert....

    Die größte Fehlerquelle ist hier nach wie vor, daß die Torleute nicht korrekt den "Winkel verkürzen", die Torverkleinerung wird daher nicht korrekt ausgeführt und damit die Einschussquote erhöht.
    Dabei bieten viele Torleute eine Ecke an, so daß deren Stand und Steuerung nicht mehr offen ist, sondern im Kopf schon fehlprogrammiert ist. Wie will so ein Torwart im 1 gg 1 eine höhere Quote erreichen, wenn er hier bereits inkorrekt steht?
    Denn die Situation bleibt ja zu einem Torabschluss aus der Mitte völlig gleich - steht der Torwart aussermittig, dann erreicht er den Ball nicht und wenn er dann noch im Kopf diese angebotene Ecke eher als wahrscheinlich annimmt, verlagert sich unbewußt schon Gewicht und Absicht in diese Ecke, er wird auf der 'zugestellten' Ecke förmlich überrascht und kann nicht rechtzeitig und präzise reagieren.
    Das kann man gerade im Amateurbereich dutzendfach beobachten - uind die Torleute sind sich sicher, alles richtig zu machen. Und wie gesagt, gerade im Jugendbereich entscheiden daher gerade diese Dinge... und wenn hier ein Torwart die "Ecke anbietet, und dann die Hüfte beobachtet" wundert mich nicht, daß er gerade mal ein Drittel der Bälle abfangen kann.
    Diese Quote kann man immens steigern, wenn man eben sich richtig positioniert, lauert und den Stürmer stellt... der Rest ist Reaktion und diese ist trainierbar...
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  2. #2
    User des Jahres 2012 und 2013
    Welttorhüter
    Avatar von HannSchuach
    Registriert seit
    31.05.2011
    Ort
    (Österreich / Oberösterreich)
    Beiträge
    3.094
    Blog-Einträge
    2

    Standard

    Also vom beidbeinigem Grätschen a la Wiese halte ich sowieso nichts, da nimmt man sich ja jeden Handlungsspielraum, den man als Torhüter hat. Ein Haken des Stürmers oder gekonnter Lupfer und vorbei ist es.

    Das mit dem "Ecke anbieten" ist ja auch so eine Sache. Funktioniert vielleicht noch irgendwo in der letzten Liga und das vielleicht nicht mal mehr dort.

    Man sollte seine Refelxe und seine Reaktion schärfen und sich darauf verlassen. UND auch einsehen, dass man nicht jede 1 gegen 1 Situation für sich entscheiden kann. Man kann alles "richtig" machen und trotzdem ist der Ball im Tor.

    Wie du schon sagtest Steffen: gut Positionieren, fertig sein und den Stürmer gut stellen etc......

    Zum Thema Winkel verkürzen hat ein ehemaliger Torwarttrainer im Jugendbereich gute Trainings dazu gemacht.

    Es wurde ein flexibles Gummiband im Tor gespannt. Torwart steht dahinter. Das Ganze wird auch noch gefilmt bzw. auch fotografiert. Ein Ball wird hingelegt und als Torwart sollte man so hingehen, wie man das in dieser 1 gegen 1 Situation machen würde. Die Situation wird angehalten und aus der Sicht des Stürmers fotografiert. Durch das Gummiband sieht man genau, wie die Winkel abgekürzt sind, sowohl lange als auch kurze Ecke. Das Foto kann man sich als Torwart selber anschauen und man sieht genau, was stimmt und was verbessert werden kann. Man merkt auch schnell, wenn man Gefahr läuft (oft auch unbewusst) eine Ecke anzubieten.

    Finde ich ganz einfach. Ist eine gute Verbildlichung solcher Situationen mit wenig Aufwand.

  3. #3
    Freizeitkeeper
    Registriert seit
    15.02.2013
    Ort
    Berge (Altmarkkreis Salzwedel)
    Beiträge
    20

    Standard

    Die 38 prozent ist ein Mittelwert des Torwarts.Einer hat dort seine stärken der andere weniger und es nur die Wahrscheinlichkeit ausgerechnet nach einer statistik ebenfalls wo die Wahrscheinlichkeit des Elfmeters wo der die Wahrscheinlichkeit 25% beträgt das der Torwart den Ball hält.Es ist nur die Wahrscheinlichkeit das der Schütze die bessere Chancen hat

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •