chef33,
nein, weder Sprungkraft, noch Technikkenntnis, es dürfte bei Dir sich rein um ein mentales Problem handeln.
Dafür haben wir eigentlich Fachleute hier

Denn wer sauber über die Hürde kommt, der hat keine Probleme mit Sprungkraft und auch der Technik erst einmal nicht. Ja, meistens ist es mit der Hürde sogar für die Torleute schlimmer, als ohne Hürde.
Ich kann dir sagen, daß es eine reine, reine Kopfsache ist.

Du musst diese Bewegung 'erzwingen'. Das ist ehrlich so. Nichts geht von allein oder von selbst. Die Hürde ist also deine mentale Hilfe, die diese Blockade aufhebt. Nun musst Du es schaffen, daß eben diese mentale Hilfe unnötig wird, indem Du es ohne Hürde so tust, als wäre die Hürde da.
Hier kann man z.B. anstelle einer Hürde einen Strich auf den Boden machen, ein paar kleine Markierungskegel aufstellen... einfach, damit dein Kopf sich von der hohen Hürde an die 'kleine Hürde' und die Markierung auf dem Boden gewöhnt, bis dann eben zu 'keiner Makrierung auf dem Boden.
Andere zwingen sich gleich zum Absprung.

Letzteres nenne ich immer "trocken" ausführen. Sprich ohne Ball geht der Torwart durch die Übung und visualisiert diese. Dies steigert sich von der Auftaktbewegung bis zum vollständigen Ausführen der Bewegung, aber ohne Ball und ohne damit die äussere Reizeinflussnahme.
Das macht man in fast jeder Sportart und bei Olympia kann man viele Teilnehmer beobachten, wie diese solche Bewegungen durchführen, also "Trocken" ausführen und visualisieren.
Letztendlich sieht man es hier im Video mit der Fallschule.

Fallschule für Jugendtorhüter - ab 2:10 sieht man hier die "trocken" ausgeführte Falltechnik, mit dem Ball in den Händen. Dabei kommt dann ab 2:20 die Ausführung mit einer Auftaktbewegung und einem Abdruck, ebenfalls trocken dazu.
Diese Heranfürhung und das "Trocken" ausführen der Formen ist sehr wichtig.
Nun geht man her, stellt eine Hürde auf...
Wie das geht, sieht man im Video

Hechten für Kinder - Eine Idee für das Heranführen der Jugendlichen an Fallschule und Technik.

Immer wieder siehst Du die trockene Ausführung, also ohne Ball. Nur geht man hier den umgekehrten Weg, also kein Hinderniss, tiefes Hindernis, hohes Hinderniss. Aber immer auch trocken ausgeführt und erst am Ende wieder mit Ball.

Wie gesagt, ich glaube bei Dir an eine mentale Blockade, und diese überwindet man, indem man erneut, von leicht nach schwer sich in vielen, vielen Wiederholungen heran tastet...