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Thema: Reusch A2 Haftschaum

  1. #51
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    Sollte man den Puma Aquabelag auch bei heißen Wasser das erste mal Auswaschen?

  2. #52
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    Man sollte wohl jeden Belag das erste Mal auswaschen. Und meine Aqua-Beläge mach ich vor jedem Einsatz im warmem Wasser nass.

  3. #53
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    Ist der A2 besser als der Aquasoft von Uhlsport? (sorry für die stumpfe Frage )
    Wer immer gut aussieht, bei dem fällt es irgendwann nicht mehr auf. (Toni Schumacher)

    Handschuh-Sammler (153 Paar, Stand 13.07.2018) und ausgewiesener Tester sowie Berater

  4. #54
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    Nimm dir mal den A2 BuLi Test von Manuel vor, da hat er glaub ich den Vergleich zu anderen Haftschäumen gezogen - ich glaub einer war auch der von Uhlsport.

  5. #55
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    Ahhh danke habs gefunden
    Wer immer gut aussieht, bei dem fällt es irgendwann nicht mehr auf. (Toni Schumacher)

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  6. #56
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    Konnte meinen A2 BuLi gestern abend im Vorbereitungsspiel wieder einsetzen. Nach ca 9 Monaten Nutzung (Spiel & Training) hält sich der Abrieb noch im mehr als erträglichen Bereich, auch der Grip ist noch recht ordentlich - allerdings schon merklich weniger als nagelneu. Dennoch lassen sich die Bälle gut festhalten.
    Hab hier auch 2 pics, auf denen der Abrieb hoffentlich gut zu erkennen ist. Für mich nach der Zeit noch völlig ok, ist ja immerhin ein weicher Aquabelag.

    Was allerdings aktuell beim A2 richtig scheiße ist: nasse HS bei diesen Außentemperaturen bedeuten irgendwann kalte Hände, obwohl ich immer Latexhandschuhe drunter trage - da wär jetzt ein A2 BuLi Stormbloxx oder GoreTex richtig geil

    IMG548.jpgIMG549.jpg

  7. #57
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    @motörmatze

    Hast du die Stormbloxx-Technologie schon bespielt? Wenn ja, erfüllt die auch ihren Zweck?

    Uhlsport und Sells haben da ja etwas ähnliches im Programm, doch da merkt man letzten Endes nix davon...
    "Warum fallen wir? - Damit wir lernen uns wieder aufzurappeln"

  8. #58
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    Nein, hab ich nicht - da ich nur noch den BuLi spiele, muss ich mich auf die klassische technologie verlassen. Und der A2 BuLi hat ja auch keine Neoprenteile, die da noch irgendwie vor Nässe bzw dem auskühlen schützen...

  9. #59
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    Schade... Danke trotzdem für deine Antwort
    "Warum fallen wir? - Damit wir lernen uns wieder aufzurappeln"

  10. #60
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    Um keine unnoetige Thread aufmachen zu muessen:

    @die Reusch kenner: gibts eine Groesse Unterschied zwischen die A2 und AX2 Belag in punkto Grip und Aufpralldaempfung?

  11. #61
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    Zitat Zitat von TJ Beitrag anzeigen
    Um keine unnoetige Thread aufmachen zu muessen:

    @die Reusch kenner: gibts eine Groesse Unterschied zwischen die A2 und AX2 Belag in punkto Grip und Aufpralldaempfung?
    Ja, gibt schon einige Unterschiede. Der Grip im Nassen ist beim AX2 nicht wirklich besser als beim A2, eher gleichauf würde ich sagen ABER der AX2 lässt sich schneller "aktivieren als sein Vorgänger. Heißt dass der optimale Grip beim AX2 schneller erreicht wird, der A2 braucht erst einige Bälle um das Optimum zu erreichen.
    Bei trockenen Bedingungen greift der AX2 deutlich besser als der A2.
    Zudem bietet er mehr Aufpralldämpfung und vor allem eine deutlich höhere Abriebfestigkeit. Ich persönlich empfinde den AX2 als abriebfestesten Aquabelag auf dem Markt, aber das sieht ja jeder anders. Hoffe ich konnte dir weiterhelfen.
    "Warum fallen wir? - Damit wir lernen uns wieder aufzurappeln"

  12. #62
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    Schließe mich da Kevko an, wobei ich die Sogwirkung und damit das Fangsicherheitsgefühl beim AX2 besser empfinde.
    Allerdings gibt es immer wieder Ballmodelle, die sich bei Nässe vom A2 bzw AX2 kaum bändigen lassen. Besonders Bälle mit glatter Oberfläche, der Adidas Tango Pasadena ist da so ein Kandidat.
    Aber bei den guten Spielbällen von Adidas gibt es keine Probleme, so meine Erfahrung.
    Aber wenn du die Wahl hast, nimm den AX2, fürs Training reicht aber definitiv der A2.

  13. #63
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    Also in sachen Dämpfung würde ich dem A2X auch den Vorzug geben (sofern man als vergleich den A2 NC nimmt).
    In Sachen Grip (nur bei Nässe getestet) geht der A2 aber als klarer Punktsieger hervor. Sowohl als RF als auch NC.
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  14. #64
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    Zitat Zitat von Bahnschranke18 Beitrag anzeigen
    Also in sachen Dämpfung würde ich dem A2X auch den Vorzug geben (sofern man als vergleich den A2 NC nimmt).
    In Sachen Grip (nur bei Nässe getestet) geht der A2 aber als klarer Punktsieger hervor. Sowohl als RF als auch NC.
    Da sieht man mal wieder, dass es keine EINE Wahrheit gibt, sondern nur subjektive Wahrnehmungen und Geschmäcker. Obi Wan Kenobi sprach vom "persönlichen Standpunkt"
    Ich persönlich kann nämlich in keinster Weise den Grip des A2 als deutlich besser im Vergleich zum AX2 anerkennen - ich bleib beim Unentschieden mit Tendenz zum AX2 aufgrund des besseren Sogs.
    Daher: selber testen und selber entscheiden.

  15. #65
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    Es ranken sich viele Dinge um die Torwarthandschuhe. Manches davon sind Verkaufsargumente, deren Nutzen gar nicht hinterfragt wurde.

    Habe in meiner Vergangenheit festgestellt, dass gerade die billigen Handschuhe besser waren. Wenn man sich davon 3 Paar kaufen kann, dann nützen auch die Teuren nicht, nur weil sie etwas länger halten.

    Es sind allein die Hände, die einen Ball fangen - nicht die Handschuhe! Handschuhe sind lediglich Arbeitsgerät mit geringem Schutz vor Verletzungen. Mit den falschen Handschuhen (z.B. nicht passender Größe an Breite und Lände, zu dicker Fütterung) ergeben sich eher negative Effekte im Spiel.

    Ob ich einen Ball festhalten kann, liegt weniger an den Handschuhen, sondern an meiner Fangtechnik. Dazu zählt auch dem Ball die Geschwindigkeit zu nehmen. Das geschieht durch die Federkraft in den Fingern, den Hand-, Ellenbogen und Schultergelenken sowie der Oberkörper- und Körperspannung.

    Damit der Druckpunkt des Balles der Kontakt gespürt wird, lasse ich meine Keeper zur Verbesserung ihrer Fangtechniken häufig und selbst bei dickstem Regen ohne Handschuhe trainieren. Diese Prozedur haben selbst die, die sich später über Einsätze im DFB-Team freuen durften, überr sich ergehen lassen müssen.

    Wer glaubt, dass der Grip darüber entscheidet, ob er einen Ball fängt oder nicht, der sollte sich mal seine Handschuhe anschauen, nachdem er zum Aufstehen mit beiden Handschuh-Innenflächen den Rasen berührt hat. Denn dann findet sich jede Menge Gras und Staub an den zuvor genässen Handschuhflächen und es hat sich mit dem Grip!

    Ich wollte, dass sie sich vertrauen statt irgendwelcher Versprechungen aus dem Sportmarketing. Am Ende ist die Frage nach den richtigen Handschuhen eine mentale Frage, worin ich mich am wohlsten fühle.

  16. #66
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    Alles schön und richtig, dennoch wirst du keinen Profi (oder denjenigen mit der nahezu perfekten Fangtechnik) ohne HS oder mitm 5 Euro Modell vom Flohmarkt sehen - und da spielen Sponsoren & Marketing absolut keine Rolle, das Thema hatten wir ja schon ein paar Mal.
    Und ich bleibe weiter stur, ketzerisch & rebellisch mit meiner Aussage bzw Frage: wie viele Dorfclubs, egal ob Jugend oder Herren, haben denn a) Torwarttrainer und b) vor allem Torwarttrainer mit Ahnung vom Torwartspiel & seinen Techniken? Wie viele Amateure kommen wohl wirklich in den Genuss, saubere Techniken vermittelt zu bekommen & richtig korrigiert zu werden?
    Vielleicht komme ich ja ausm kleinen gallischen Nest & nur mir ging es so, aber wenn ich mir meine TW-Kollegen in meiner Gegend bzw in meiner Klasse so ansehe, bleibe ich dabei: ich bin Gott sei Dank (oder eigentlich leider) nicht allein.
    Da heißt es dementsprechend auf genügend Fangtalent hoffen und autodidaktisch (probieren) zu lernen UND auf die Qualität eines Handschuhs zu vertrauen. Wie dieses Vertrauen ausfällt, ob Grip, Optik oder preistechnisch, bleibt letztendlich rein subjektiv.
    Aber wer sich seinem Geldbeutel und subjektivem Empfinden entsprechend das für ihn beste Modell leisten kann, der holt es sich, und sei es am Ende "nur", um die sehr gute Fangtechnik zu unterstützen.
    Und ein "guter" HS ist das wert, das weiß definitiv jeder TW, der sich auch mal mit billigem (am Ende: minderwertigem) Equipment ausgerüstet hat und vielleicht auch dadurch gemerkt hat, dass er nicht die Fangtechnik eines Manuel Neuer besitzt.

    Schlussendlich stimme ich der Wichtigkeit einer guten Fangtechnik zu, aber ich hab bisweilen den Eindruck, manch einer denkt und arbeitet nur in Profisphären, wo alles wie im rosaroten Lehrbuch funktioniert und dann Sachen wie gutes Werkzeug total banal und nebensächlich sind.
    Und dabei ist es scheißegal, welche Marke von wem gespielt wird, weil es da ab nem gewissen Punkt nur noch qualitative Kleinigkeiten und wieder mal subjektive Wahrnehmungen als Unterschiede gibt!

    Ach ja, eines noch: wenn du mit nem HS spielst, der nach einmal aufn Boden kommen und aufm Rasen abstützen keinen Grip mehr hat, hast du definitiv nen Scheiß HS

  17. #67
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    @motörmatze

    In vielen Dingen möchte ich dir uneingeschränkt recht geben. So verdienen Profis verdienen viel mit Ausrüstern. (Ronaldo - zwar kein Torwart - soll angeblich 1 Millarde € mit Ausrüstern verdienen)! Nur sind Handschuhe dort kein Thema mehr, weil sie die entsprechenden Techniken besitzen.

    Im Amateurbereich gibt es nur ausnahmsweise qualitativ hochwertiges TW-Training. In den Dorfvereinen gibts meist gar kein TW-Training oder man macht dort Ballbeschäftigung wie vor 20 Jahren, als der TW-Trainer selbst noch aktiv war. Was bleibt da einem engagierten Keeper anderes übrig, als autodidaktisch kleine Fortschritte zu erzielen?

    Wie du schon richtig erkannt hast, sind es oft Kleinigkeiten - so auch bei den Fangtechniken - die darüber entscheiden, ob sie sicher ausgeführt werden können oder aber ob manches dabei unsicher bleibt?

    Was man nicht weiß, dass möchte man gerne glauben. Weshalb es nur allzu menschlich erscheint, in teuren Torwarthandschuhen besser zu werden. Schafft doch auch die imaginäre Welt der Werbung zusätzliches Selbstvertrauen. Klappt es dann doch nicht, probiert man es vielleicht mit einem noch teureren Paar.

    Manch einer hat ein Torwart-Idol, weshalb nur dessen Marke in die Sporttasche kommt. Der Glaube (so gut wie das Idol zu werden) versetzt Berge. Aber allzuoft bleiben nur Träume, die zerplatzen, wenn die eigene Karriere stagniert.

    Werbung funktioniert! Sie setzt mehr oder weniger Menschen in die Hoffnung glücklicher zu werden. Doch schon bald nach dem Besitz beginnt die Unzufriedenheit mehr haben zu wollen. Es genügt oft ein kleiner Funke, einen Bedarf zu befriedigen, der ohne Werbung so gar nicht vorhanden wäre. So gibt es seit einigen Jahren das Studium der Wirtschaftspsychologie, die sich damit auseinandersetzt, wie Menschen sich fremdsteuern lassen. Sport bzw. Sportler sind hierbei eine lohnendswerte Zielgruppe.

    Ich möchte mit meiner Aussage: "nicht die Handschuhe, sondern die Hände fangen einen Ball" eigentlich nur einen Denkanstoß geben, nicht alls ungefragt zu übernehmen, sondern auch mal etwas kritisch zu hinterfragen. Denn sich aufgrund ausreichender Erkenntnisse freier in seinen Entscheidungen zu machen, kann auch ein Fortschritt eigener Entwicklung gesehen werden.

    Wichtig ist nur auf dem Platz (nicht im Sportgeschäft)!

  18. #68
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    Dein Psychologie-Ansatz mag auf manch einen zutreffen, aber das empfinde ich als sehr weit hergeholt. Frag dich doch Mal, wie viele (jugendliche) Amateurkeeper sich einfach so das teuerste Modell holen können? Und teuer bedeutet nicht automatisch toll, ebenso wie billig nicht automatisch schlecht heißt.
    Ich kann natürlich immer nur für mich selbst sprechen, daher antworte ich auf deine Aspekte: obwohl es rein finanziell überhaupt kein Problem wäre, den teuersten HS zu kaufen, mach ich es nicht. Warum? Weil ich keinen Geldscheißer habe und nach ein paar Jährchen Torwartdasein einfach WEIẞ, worauf es mir bei nem HS ankommt: der Grip, nichts weiteres. Ich nehm als einfaches Bsp Reusch, weil ich mich bei der Marke wohlfühle, aber vor allem auskenne: das einfache Außen- bzw Innnennahtmodell kostete gewöhnlich zwischen 50 und 70 Euro, während das super duper Deluxe Modell locker auf das Doppelte kommt. Der Belag, sprich der Grip, 1:1, null Unterschied. Da nicht Mal ein Profi diesen überteuerten Unsinn trägt und ich mit meinen postjugendlichen 36 Jahren dem Fanboy-Lager knapp entwachsen bin, kaufe ich natürlich NICHT das Deluxe Modell, obwohl meine Karriere nicht in der Bundesliga endete.
    Natürlich beeinflusst Werbung, war so und ist immer so. Aber ich sollte von einem Menschen, sobald er nicht mehr als Kind durchgeht, erwarten können, dass manche Dinge hinterfragt werden bzw eigene Erfahrungen gesammelt werden - auf den "perfekten' HS bezogen bedeutet dies, dass ich mich frage, womit fühl ich mich am sichersten und was kann ich (oder die Eltern) dafür ausgeben? Gerade das Geld lässt ja viele Kids dazu tendieren bzw zwingt das Budget, billigere Produkte auszuprobieren, weil das als Profi-SMU angepriesene 200 Euro-Modell von Idol X eben nicht erschwinglich ist. Wenn Geld keine Rolle spielt, ok, dann erübrigt sich dieser Streitpunkt.
    Wenn Geld aber keine Rolle spielt, wäre ich blöd, wenn ich mir nicht das Produkt hole, das zu mir passt wie die Faust aufs Auge! Also geht es um subjektive Aspekte wie Wohlfühlfaktor, Optik... oder Grip. Ich denke, Grip bei nem HS ist nicht messbar, also bleibt die Qualität eines Belages immer ein Mysterium bzw ein Diskussionsthema. Wie kann ich beweisen, dass der A2 Belag deutlich besser oder schlechter als der AX2 ist? Laut Reusch's Tabelle liegen beide Beläge gleich auf - aber was bedeutet dieser Zahlenwert, wenn ich subjektiv empfinde, dass die eine 10 besser als die andere 10 ist?
    Auf dieser Frage gründet unsere Diskussion letztendlich; aber ob wir zu ner "echten" Antwort kommen, ohne immer weiter abzudriften? Ich fürchte nein.

    Aber dein Denkanstoß bleibt absolut richtig, ohne wenn und aber! Ich erweiter das ganze nur mit meiner These: der subjektiv richtige/beste HS greift deiner Fangechnik nochmals unter die Arme!

    Ich habe fertig.

  19. #69
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    @motörmatze

    Ich denke mal mit deinen 36 Lenzen und zig Jahre Torwarterfahrung wirst du dich zwar beim Kauf beraten lassen, aber letzendlich dich in deine Kaufentscheidung nicht von irgendeinem Verkäufer dreinreden lassen.

    Im Nachwuchsbereich hat sich allerdings einiges verändert. Da wird, wenn überhaupt bei der allerersten Ausstattung auf den Preis geschaut. Wenn später die Eltern das Geld für teure Handschuhe nicht ausgeben wollen, sind es die Großeltern oder Onkel und Tante.

    Später dann wird verglichen, wer welche Handschuhmarke trägt. Natürlich spielt es auch eine Rolle, was für Handschuhe das Idol bevorzugt.

    Am schlimsten sind dann noch die Fingersave-Handschuhträger Marke "Kopfkissen". Können fast keinen Ball fangen, weil sie in den dicken Dingern den Druckpunkt fast gar nicht spüren. Aber die müssen ja so dick sein, damit es nicht weh tut, wenn der Ball mit entweder ganz ausgestreckten, ganz am Körper anliegenden oder ganz seitlich bzw. ganz über den Kopf ausgestreckten Armen prallt.

    Kein Mensch zeigt ihnen, wie man einen Ball fängt!

    Dann will der neue Trainer, dass man den Ball beim Abschlag so weit wie möglich drischt, aber das verdammte Ding fliegt beim Abwurf fast immer zu kurz, sodass der Ball beim Wurf auf das Schienbein statt auf dem Fuß landet.
    Aber kein Trainer sagt ihnen, dass es an der Konstruktion der Fingersave-Handschuhe bedingt schwierig ist den Ball so zu werfen, dass er beim Abschlag auf dem Fuß landet.

    Ja, davon hat der Verkäufer nicht gesprochen. Nur das sich bei diesem hervorragenden Grip "der Ball fast von allein in die Handschuhe" fällt.

    Die Kunst der Werbung besteht darin einem Produkt einen höheren Wert durch nicht hinterfragte bzw. schwer wiederlegbare Nutzenargumente zu erzeugen. Eine wesentliche Rolle dabei spielt auch die Verpackung. (so ist z.B. bei vielen Tütensuppen die Herstellung der Verpackung teurer als der Extrakt des Inhalts. Man kauft meistens die Pizza, deren Farben auf der Verpackung besonders stark leuchten, weil man meint schwache Farben würden für einen faden Geschmack stehen.)

    Tagtäglich fallen viele Menschen auf Werbung herein und werfen schwer verdientes Geld aus dem Fenster. So manches Kinder- und Jugendzimmer ist voll mit Bällen, Tricot, Fussballschuhen, Torwarthandschuhen. Spätestens in der D-Jugend weiß man schon gar nicht mehr wohin mit den ganzen Medaillen, Urkunden und kleinen Pokalen.
    Wenn dann ein blöder Trainer als Brüllaffe auf der Bildfläche erscheint, die Eltern plötzlich Stress machen, weil man trotz teurer Handschuhe unnötige Tore kassiert hat, dann hat es sich mit dem Grip, dem Fingerschutz oder sonstigen Versprechungen. Selbst das Idol und der Lieblingsverein kann einem plötzlich gestohlen bleiben. Das Bild aufs Equipment verändert sich binnen weniger Wochen und Monate.

    Der Glaube versetzt Berge - aber nur solange man sich im Erfolg badet! Denn die Handschuhe werden ja nur von den Stars präsentiert, nicht von den vielen, die jedes Wochenende mit den nahezu gleichen Handschuhen zig mal daneben greifen.

    Wohl dem, der einen guten Ratgeber an seiner Seite hat und beim Kauf seiner Torwartausrüstung mit ausreichend Hintergrundwissen realstisch ans Werk geht.

  20. #70
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    Mich muss bzw kann man nicht mehr beraten, aber nur, weil ich weiß, was ich will.
    Klar, ich wollte als Kind auch die HS von Andi Köpke, nur gab es die damals nur als Erwachsenen-Modell... also spielte man mit HS in passender Größe, aber klar, es waren dennoch Reusch. Der große Vorteil damals: es gab nicht tausend Marken und die Werbung war lange nicht so verführerisch ohne Internet und Co.
    Aber was willst du heutzutage erwarten? Dass dir der Sportgeschäftsverkäufer alle Vor- & Nachteile eines Produkts aufzeigt? Will er nicht, KANN er hauptsächlich aber nicht, außer du hast nen Keeper vor dir, der etwas ausm Nähkästchen erzählt. Solche Typen sind rar, leider. Da bekommt man die beste Expertise tatsächlich über spezielle TW-Shops, wo oftmals auch echte Keeper arbeiten und beraten - im Kaufhof um die Ecke kannst du das vergessen.
    Auch daher ist ein ordentlicher TW-Trainer was wert, weil auch dieser erste sinnvolle Tips beim HS-Kauf geben kann.
    Und beim Trainer geht es weiter: da wird dir einer von zehn sagen können, dass ein zu dicker HS das fangen erschweren könnte oder Fingersage diverse Nachteile mit sich bringt.
    Du merkst also, am Ende ist auf diesen Punkt beschränkt der HS wahrlich unwichtig - ABER darum kommt dann das subjektive Empfinden, das 'Feeling', ins Spiel. Dieses Feeling muss dir letztendlich sagen, welcher HS der richtige ist - logischerweise im persönlichen Preissegment. Ist wie bei nem Auto: ich würd auch gern im 57er Bel Air durch die Gegend cruisen, aber leider ist ein 80.000 Euro Auto aktuell nicht drin. Daher tut's dann ein Fiat, auch der fährt von a nach b

    Einigen wir uns drauf, dass ein HS allein nix hält und ein Schuh allein kein Tor erzielt. Das Werkzeug ist nur so wirksam wie die Hand, die es führt. Aber ein hochwertiges Werkzeug bzw ein auf die Bedürfnisse des Benutzers zugeschnittenes erleichtert bzw sichert die Arbeit.

  21. #71
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    Darauf können wir uns gern einigen.

    Ich seh das auch so, dass man in den meisten Läden keine Berater, sondern nur Verkäufer findet. Einige Eltern kaufen gleich mehrere Paare, weil man ihnen erzählt hat, der Nachwuchskeeper bräuchte unbedint unterschiedliche Handschuhe für Rasen, Kunstrasen, Schlacke, Halle, fürs Training und den Wettkampf, für trockenes und für nasses Wetter, usw. Weil aber die Hände noch wachsen, kannst passieren, dass später ein noch ungebrauchtes Paar gar nicht mehr passt. Genauso frustriertend für die Eltern ist es, wenn der Nachwuchs noch kurzer Euphorie keinen Bock mehr hat auf die Torwartposition.

    Aber es wäre doch toll, wenn der Heimatverein es so organisiert, dass ein Seniorenkeeper oder falls vorhanden ein TW-Trainer erklärt, worauf es beim Kauf von TW-Handschuhen für dien Nachwuchskeeper ankommt. Das könnte bei einer der ersten Treffen für die neue Saison geschehen.

  22. #72
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    Wo wir wieder bei dem Punkt ankommen, dass man einen TW-Trainer braucht...
    Unterschiedliche HS sind nicht verkehrt, sofern man sie benötigt. Hab ich keinen Aschenplatz oder spiel ich 2x pro Jahr auf Kunstrasen oder in der Halle, kann ich mir spezielle Modelle dafür schenken. Spiel ich dagegen nur auf Beton, brauch ich sicher kein ultraweiches Aqua Modell usw.
    Ansonsten gelangen wir wieder zum subjektiven Geschmack bzw der Strapazierfähigkeit des Geldbeutels...

  23. #73
    Amateurtorwart
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    Kaufst du dir nie was, was du nicht brauchst und es erst zuhause merkst?

    Wenn aber ein Laie bei der Torwart-Ausstattung auf "Shopingtour" geht, dann ist das Ergebnis kaum vorher sehbar. Je nach dem, wie gut die teuren Produkte beworben werden und wie glaubhaft der Verkäufer im Laden ist, wird gekauft, was das Zeug hält.

    Dabei ist das Sicherheitsbedürfnis besonders hoch, weshalb besonders viel Geld für die teuren Fingersave-Handschuhe ausgegeben wird.

    Nur schnell die Kreditkarte an der Kasse reinstecken, die Pin eingeben und fertig.

    Der Gedanke sich zu fragen, ob der Einsatz auf Ascheplatz, Kunstrasen usw. überhaupt notwendig ist, kommt erst danach.

    In fast jeder Sportanlage gibt es einen Raum, indem alles das, was bei den Veranstaltungen liegen gelassen wurde, aufbewahrt ist. Dort findet man:
    - Traiingsklamotten (Jacken, Hosen, usw.)
    - Fussballschuhe
    - TW-Handschuhe

    Paßten die nicht abgeholten Sachen vor ein paar Jahren noch in einen Ballsack, so finden die Mengen von anscheinend niemand vermißten Sportsachen kaum noch in einer Gitterbox platz!

    Auch aus diesem Grund würde ich ein Beratungsgespräch vor der Saison für sinnvoll erachten. Denn das hat alles mal Geld gekostet, dass man vielleicht sinnvoller hätte ausgeben können, wenn man denn eine kurze Beratung bekommen hätte.
    Vielleicht kann man im Rahmen dieser Veranstaltung klären, dass Fussball eine Sportart ist und kein "Germanies next Topmodel"?

  24. #74
    Blickfeld Avatar von motörmatze
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    Um den Thread jetzt nicht bis zum Exitus zu entfremden (oder du machst nen neuen auf ):
    wir leben in einer Konsumgesellschaft, da wird freilich mehr gekauft als zwingend notwendig. Und das wirst du den Leuten auch nicht austreiben, solange es der Geldbeutel hergibt.

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