Sehr interessantes Thema!

Ich habe, wie viele hier, schon den ein oder anderen Konkurrenzkampfe durchgemacht.
Ich denke, dass es gut ist, wenn eine Mannschaft einen zweiten Torhüter hat, den man bedenkenlos aufstellen kann, wenn der Nr.1 etwas zustößt oder nicht kann.
Am besten funktioniert es aus meiner Sicht, wenn man einen etwas routinierteren Torwart und einen jungen hat.
Hier lernt der junge Torwart viel von der Routine des älteren, auf der anderen Seite hilft es im Training, dass der ältere nicht die Zügel schleifen lässt. Mehr sollte es aus meiner Sicht aber nicht sein.

Ich habe es erlebt, dass am Anfang der Saison gesagt wurde, dass ein neuer Torwart hinzu kommt, der sich hinten anstellen muss, weil man mit mir und meinem Konkurrenten, sehr zufrieden ist. Dann stellte sich heraus, dass der Neuling der Wunschtorwart des neuen Trainers ist und schon hatte dieser junge Torwart seine Einsätze obwohl TW-Trainer, Umfeld, Zuschauer, mich nach wie vor als besseren und kompletteren Torwart gesehen haben. Naja am Ende stellt der Chefcoach die Mannschaft auf.

Ich denke, dass es nichts besseres gibt, als klare Nr.1 die Rückendeckung vom Trainer zu haben. Ich rufe in jedem Training meine Leistung ab, egal ob es Konkurrenz gibt oder nicht. Alleine schon, weil ich es liebe im Tor zu stehen. Druck lässt einen nur Fehler machen, da man nicht fokussiert an die Sache rangehen kann, eventuell Angst hat, dass man seinen Platz verliert.

Finde da die genannten Beispiele, Casillas+Kahn, äußerst treffend!

Denke auch das hier ein umdenken im Amateurbereich stattfinden muss. Hier wird gerne mal rumgewechselt auf ser Torwartpositiin oder rotiert.
Hier sollten Verantwortliche mal Richtung Profifußball gucken, wo es gesetzte Nr.1 Leute gibt. Egal ob diese mal patzen oder nicht.
Hier fehlt leider vielen Amateurtrainern die "Eier", sich zu positionieren oder gehen halt den für sich einfachsten Weg.