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Thema: Navas, Keylor (Real Madrid, Primera División)

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  1. #1
    User des Jahres 2014
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    Avatar von übergreifer
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    Es ist so wie es xirrams sagt. Es ist lange auch bei Spitzenmannschaften Gang und Gäbe gewesen keinen Toptorhüter auf der zweiten Position zu haben. Nicht nur Barca kann als warnendes Beispiel dienen. Es ist schlicht und ergreifend unverantwortlich wenn man für jede Position auf dem Platz doppelte und dreifache Besetzung hat, und nahezu auf jeder Position 1:1 wechseln kann. Während beim Ausfall des Stammkeepers größerer Qualitätsverlust zu erwarten ist. Daher bietet es sich an eine möglichst gute Nr.2 zu haben. Es ist aber nicht nur als Zeichen der Zeit zu werten, sondern auch mit erhöhten finanziellen Mitteln der Spitzenvereine zu erklären. Und wenn das Geld da ist, dann gibt man es halt dafür aus. Und durch die Aufblähung der CL und stufenweise Erhöhung der Einnahmen in den letzten Jahren können es sich Spitzenvereine auch einen fetten Kader vollgespickt mit Stars leisten. UEFA hat diese Entwicklung gefördert und kleinere Nationen und Vereine bluten immer mehr aus. Man müßte nicht die Vereine dafür kritisieren, weil sie diese Entwicklung ausnutzen, sondern denjenigen der das fabriziert hat. Wenn man faktisch alle Topvereine eines Landes in eine CL packt, Europaleague mit "Almosen" abspeist, dann ensteht nun mal ein Leistungsgefälle. Wenn heutzutage ein Tabellendritter aus Deutschland gegen Real oder Barcelona antritt, dann liegen die Chancen aufs Weiterkommen so ziemlich sicher unter 1%. Das war früher nicht so. Und das ist wirklich erschreckend. Geld schießt Tore. Das war immer so gewesen, mag der Spruch anders klingen.

    Auch auf nationaler Ebene (in nahezu allen guten Ligen) wird dadurch der Konkurrenzkampf zerstört, und immer die gleichen Mannschaften setzen in der Tabelle deutlich vom Rest der Liga ab. Diese Entwicklung und Kommerzialisierung beobachte ich mit großer Besorgnis, zumal die nationalen Verbände somit gezwungen werden Mehreinnahmen zu generieren, in dem sie die Spieltage auf 3 Tage strecken. Sonst sind die mit anderen starken Nationen nicht mehr konkurrenzfähig. Und dadurch leidet die Basis des Amateurfußballs. Wer von euch kann von einem riesigen Schwund der Fans bei eigenen Spielen berichten? Ich kann das. Und ich denke, dass ihr das alle am eigenen Leib erfährt. Es sind so viele Gesichter nicht mehr an den Anlagen zu sehen, weil sie sich irgendwo Live oder vor dem Fernseher ein BuLi-Spiel angucken. Wir Bratwürste können nicht mit ganzen Robbens, Neuers, Huntelaars und Hummels dieser Welt konkurrieren. Es ist also eine übernationale Entwicklung die sich von der Spitze des europäischen Fußballs bis in die untersten Ligen sämtlicher Länder vollzieht. Die Auswirkungen spüren wir sogar selbst. Durch Umverteilung der Gelder in die absolute Spitze werden die Topvereine nun mal sämtliche Positionen vorsichtshalber doppelt und dreifach besetzen, und es ist zu verwundern, dass viele nicht eher auf die Idee gekommen sind, diesen Trend nicht nur bei Feldspielern zu fahren, sondern auch bei Torhütern. Ob Bayern jetzt an Navas dran ist spielt keine Rolle. Viele Keeper in dieser Qualitätskategorie werden trotzdem auf der Bank versauern. Große Vereine grasen jetzt den ganzen Markt an Weltklasse-Spielern ab. Und wenn dieser leer gefegt ist, dann fressen sie sich aus den eine Stufen tieferen Regalen die Bäuche voll. Ich bin kein Fußball-Romantiker, und schon mal gar keiner der Sorte Früherwarallesbesser. Ich finden nur die Art und Weise wie der neue "Fussballmarkt" funktioniert einfach nicht gut.

  2. #2
    Amateurtorwart Avatar von NN23
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    Zitat Zitat von übergreifer Beitrag anzeigen
    Es ist so wie es xirrams sagt. Es ist lange auch bei Spitzenmannschaften Gang und Gäbe gewesen keinen Toptorhüter auf der zweiten Position zu haben. Nicht nur Barca kann als warnendes Beispiel dienen. Es ist schlicht und ergreifend unverantwortlich wenn man für jede Position auf dem Platz doppelte und dreifache Besetzung hat, und nahezu auf jeder Position 1:1 wechseln kann. Während beim Ausfall des Stammkeepers größerer Qualitätsverlust zu erwarten ist. Daher bietet es sich an eine möglichst gute Nr.2 zu haben. Es ist aber nicht nur als Zeichen der Zeit zu werten, sondern auch mit erhöhten finanziellen Mitteln der Spitzenvereine zu erklären. Und wenn das Geld da ist, dann gibt man es halt dafür aus. Und durch die Aufblähung der CL und stufenweise Erhöhung der Einnahmen in den letzten Jahren können es sich Spitzenvereine auch einen fetten Kader vollgespickt mit Stars leisten. UEFA hat diese Entwicklung gefördert und kleinere Nationen und Vereine bluten immer mehr aus. Man müßte nicht die Vereine dafür kritisieren, weil sie diese Entwicklung ausnutzen, sondern denjenigen der das fabriziert hat. Wenn man faktisch alle Topvereine eines Landes in eine CL packt, Europaleague mit "Almosen" abspeist, dann ensteht nun mal ein Leistungsgefälle. Wenn heutzutage ein Tabellendritter aus Deutschland gegen Real oder Barcelona antritt, dann liegen die Chancen aufs Weiterkommen so ziemlich sicher unter 1%. Das war früher nicht so. Und das ist wirklich erschreckend. Geld schießt Tore. Das war immer so gewesen, mag der Spruch anders klingen.

    Auch auf nationaler Ebene (in nahezu allen guten Ligen) wird dadurch der Konkurrenzkampf zerstört, und immer die gleichen Mannschaften setzen in der Tabelle deutlich vom Rest der Liga ab. Diese Entwicklung und Kommerzialisierung beobachte ich mit großer Besorgnis, zumal die nationalen Verbände somit gezwungen werden Mehreinnahmen zu generieren, in dem sie die Spieltage auf 3 Tage strecken. Sonst sind die mit anderen starken Nationen nicht mehr konkurrenzfähig. Und dadurch leidet die Basis des Amateurfußballs. Wer von euch kann von einem riesigen Schwund der Fans bei eigenen Spielen berichten? Ich kann das. Und ich denke, dass ihr das alle am eigenen Leib erfährt. Es sind so viele Gesichter nicht mehr an den Anlagen zu sehen, weil sie sich irgendwo Live oder vor dem Fernseher ein BuLi-Spiel angucken. Wir Bratwürste können nicht mit ganzen Robbens, Neuers, Huntelaars und Hummels dieser Welt konkurrieren. Es ist also eine übernationale Entwicklung die sich von der Spitze des europäischen Fußballs bis in die untersten Ligen sämtlicher Länder vollzieht. Die Auswirkungen spüren wir sogar selbst. Durch Umverteilung der Gelder in die absolute Spitze werden die Topvereine nun mal sämtliche Positionen vorsichtshalber doppelt und dreifach besetzen, und es ist zu verwundern, dass viele nicht eher auf die Idee gekommen sind, diesen Trend nicht nur bei Feldspielern zu fahren, sondern auch bei Torhütern. Ob Bayern jetzt an Navas dran ist spielt keine Rolle. Viele Keeper in dieser Qualitätskategorie werden trotzdem auf der Bank versauern. Große Vereine grasen jetzt den ganzen Markt an Weltklasse-Spielern ab. Und wenn dieser leer gefegt ist, dann fressen sie sich aus den eine Stufen tieferen Regalen die Bäuche voll. Ich bin kein Fußball-Romantiker, und schon mal gar keiner der Sorte Früherwarallesbesser. Ich finden nur die Art und Weise wie der neue "Fussballmarkt" funktioniert einfach nicht gut.
    Da stimmt so ziemlich jeder Satz, Übergreifer. Das alles erklärt allerdings nur die Persepektive der Vereine. Es erklärt nicht, warum ein ziemlich guter Keeper sich hinter einem Spitzenkeeper auf die Bank setzt statt zu spielen. Und kommt mir jetzt nicht mit Geld. Spielt es wirklich eine Rolle, ob einer wie Navas - nehmen wir fiktive Zahlen - im Jahr anderthalb Millionen verdient oder drei Millionen? Bei ihm liegt der Fall anders als beispielsweise bei Wiese, für den nach dem vergangenen Jahr so ziemlich jede Tür zu war. Es war absehbar, dass kein großartiges Angebot kommen wird. Aber Navas, nach dieser WM, für die er ziemlich gefeiert wurden? Hmmmm.

  3. #3
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    Avatar von übergreifer
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    Zitat Zitat von NN23 Beitrag anzeigen
    Da stimmt so ziemlich jeder Satz, Übergreifer. Das alles erklärt allerdings nur die Persepektive der Vereine. Es erklärt nicht, warum ein ziemlich guter Keeper sich hinter einem Spitzenkeeper auf die Bank setzt statt zu spielen. Und kommt mir jetzt nicht mit Geld. Spielt es wirklich eine Rolle, ob einer wie Navas - nehmen wir fiktive Zahlen - im Jahr anderthalb Millionen verdient oder drei Millionen?
    Ich werde dir aber mit Geld kommen. Und das erklärt wirklich vieles. Auch die Tatsache, dass sich ein Spitzenkeeper auf die Bank setzt anstatt spielen zu wollen, ist mit Geld zu erklären. Weil sich eben Spitzenvereine mittlerweile mehr Spieler leisten können, und diese auch noch besser bezahlen können, dann tun sie es halt wenn die Möglichkeit da ist. Wenn Bayern meint einen Keeper in der Qualitäts- und Bekannheitstufe eines Keylor Navas holen zu müssen, dann tun sie es einfach, weil sie es können. Irgendeinen der nur aufs Geld schaut finden sie immer. Ob es Navas ist oder ein anderer spielt keine Rolle. Manchen ist Perspektive wichtiger, manchen eben das Geld. Jeder Berufstätige schaut zuerst auf seinen Lohnzettel. Warum sollte jeder Fußballer anders denken?

    Zitat Zitat von xirram Beitrag anzeigen
    Er stellt sich dem Konkurrenzkampf -ein Lusttorwart- dem klar ist das er noch lernen kann und muss , um Neuer zu verdrängen , welches sein mittelfristiges Ziel sein muss . Das weiss die sportliche Leitung von Bayern und verspricht sich im Umkehrschluss mehr Konstanz von Neuer . Eine win -win-win -Situation .
    Jetzt sind wir wieder beim Thema "Lusttorwart". Ich tue mich schwer damit irgendwas erklären zu wollen. Ob Navas wirklich meint irgendwann Neuer verdrängen zu können, und ob es ihm wirklich darum geht noch mehr zu lernen, können wir wirklich nicht beurteilen. Sollte er länger bei Bayern bleiben wollen, dann ist es eine Win-Win-Lose Situation. Und der Looser ist Navas.
    Geändert von übergreifer (13.07.2014 um 08:27 Uhr)

  4. #4
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    Nein Navas lernt dazu ,also gewinnt er auch, weil er sich ebenfalls verbessert und noch gutes Geld bekommt und Titel einheimst , wo er evtl . z.B. Bei Verletzung von Neuer eine tragende Rolle spielen kann.

  5. #5
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    Zitat Zitat von xirram Beitrag anzeigen
    Nein Navas lernt dazu ,also gewinnt er auch, weil er sich ebenfalls verbessert und noch gutes Geld bekommt und Titel einheimst , wo er evtl . z.B. Bei Verletzung von Neuer eine tragende Rolle spielen kann.
    Aber wer entscheidet denn ob er bei Bayern als Nr2 oder bei z.B. Atletico Madrid als Stammtorwart mehr dazu lernt?

  6. #6
    Amateurtorwart Avatar von NN23
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    Zitat Zitat von Nils1993 Beitrag anzeigen
    Aber wer entscheidet denn ob er bei Bayern als Nr2 oder bei z.B. Atletico Madrid als Stammtorwart mehr dazu lernt?
    Genau das ist der Punkt. Starke sitzt seit Jahren hinter Neuer auf der Bank. Ist er nun ein besserer Torwart? - Sah in den Spielen, die er gemacht hat, nicht unbedingt so aus. Spielpraxis ist nicht zu ersetzen. Es gibt Situationen, die kein noch so stolles Training mit noch so tollen Kollegen ersetzen kann. Das gilt für die Keeper noch viel mehr als für die Feldspieler.

  7. #7
    Legende Avatar von Bela.B
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    Zitat Zitat von NN23 Beitrag anzeigen
    Da stimmt so ziemlich jeder Satz, Übergreifer. Das alles erklärt allerdings nur die Persepektive der Vereine. Es erklärt nicht, warum ein ziemlich guter Keeper sich hinter einem Spitzenkeeper auf die Bank setzt statt zu spielen. Und kommt mir jetzt nicht mit Geld. Spielt es wirklich eine Rolle, ob einer wie Navas - nehmen wir fiktive Zahlen - im Jahr anderthalb Millionen verdient oder drei Millionen? Bei ihm liegt der Fall anders als beispielsweise bei Wiese, für den nach dem vergangenen Jahr so ziemlich jede Tür zu war. Es war absehbar, dass kein großartiges Angebot kommen wird. Aber Navas, nach dieser WM, für die er ziemlich gefeiert wurden? Hmmmm.
    Rechne das mal hoch auf 3 oder 4 Jahre.
    ohne Gegenstimmen gewählter Torwart.de User der Jahre 2016 und 2017.
    Danke an alle Beteiligten.

    Es gibt nur einen Gott
    BELAFARINROD

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