Die klassische Ausdauer lässt sich mit diesen Worten sehr gut erklären:
"Ausdauer ist die Fähigkeit eine sportliche Belastung physisch und psychisch über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten und sich möglichst schnell nach sportlichen Belastungen wieder zu erholen." Quelle: www.netzathleten.de
Aufrund dieser Erklärung ist der Gedanke, die Ausdauer der Fussballer mit dem Cooper-Test zu testen erstmal gar nicht verkehrt. Fussball ist "eine sportliche Belastung" und das ist Fakt. Ebenfalls ist auch Fakt, dass der Spieler diese Belastung "über einen längeren Zeitraum aufrecht [...] erhalten" soll, denn ein Spiel oder eine Trainingseinheit dauert in der Regel 90 Minuten (oder länger). Und um diese Ausdauer für die neue Saison beim Spieler zu testen, ist der Cooper-Test keine komplett verkehrte Möglichkeit.
Doch diese klassische Ausdauer, lässt sich in in vier verschiedene Formen der Ausdauer einteilen:
- Schnelligkeitsausdauer
- Kurzzeitausdauer
- Mittelzeitausdauer
- Langzeitausdauer
Quelle: www.netzathlet.de
Die Schnelligkeit im Fussball ist doch vorallem azyklisch, denn kein Fussballspieler läuft die komplette Dauer des Spiels/Trainings in der selben Geschwindigkeit. Ein Spieler läuft vorwärts und rückwärts, steht bei einem Standard oder einer Verletzungspause, sprintet bei einem Konter. Unser Sport ist Ausdauertechnisch wohl eine Mischung aus Schnelligkeitsausdauer und Mittelzeitausder, wobei die Energiebereitstellung überwiegend anerob ist.
Für eine anerobe Ausdauerbelastung ist der Cooper-Test überhaupt nicht geeignet. Der Cooper-Test eignet sich vielmehr für die Langzeitausdauer, wenn die Energiebereitstellung aerob ist, wie beim Ausdauerlauf in der Leichtathletik. Daher glaube ich, dass der Cooper-Test nicht ideal für den Fussballsport geeignet ist, denn es gibt bessere Ausdauertests für Fussballer, beispielsweiße den Shuttle-Run-Test (einfach mal googlen, ich finde ihn sehr gut!).
Doch muss ich auch sagen, dass die klassische Ausdauer nicht unwichtig für den Fussballer ist. Ist die Ausdauer gut und kann sich der Spieler schneller erhohlen. Das ist im Hinblick auf lange Wettkampfwochen ein wichtiger Indikator, beispielsweiße bei einer Englischenwoche oder zum Saiosonende hin. Der Trainer weiß, dank des Cooper-Testes, welchen Spieler er wie lang oder wie häufig ohne Leistungsabfall einsetzen kann und wie intensiv er sie im Training fordern kann.
Daher hat der Test in gewisser Weiße schon seine Berichtigung, nur werden die Ergebnisse falsch betrachtet. Um die Ausdauer auf dem Platz, während des Spiels, also wie lang es der Spieler schafft im aneroben Bereich zu laufen, zu testen, braucht es andere Tests. Wie oben schon gennant, ist der Shuttle-Run-Test ein gute Option.
Doch sind das alles nur Tests. Trainieren kann man die Ausdauertypen damit nicht. Für die aeroben Ausdauerbelastung eigenen sich lange Ausdauerläufe, dagegen für anerobe Ausdauerbelastungen sind intensive intervall Läufe die besser Option.
Noch zur Frage was ein Keeper schaffen sollte. Da bin ich der Meinung, dass auch die Kondition bei einem TW sehr wichtig ist. Seine Laufleistung wird immer höher. Mehr Sprints und mehr Wege nach vorn, zum Beispiel wenn er sich als letzter Mann anbietet. Insgesamt sollte der TW, nach meiner Auffassung, nicht weit hinter den Spielern liegen, egal ob bei Tests im aeroben oder aneroben Bereich.




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