Also um zu prüfen, wie Wasserdicht diese Methode ist, muss man sie vor allem daraufhin abchecken, ob sie leicht zu umspielen ist. Kurze Verständnisfrage:

Ferner steht 1 Spieler ja immer noch zwischen den beiden Mauern
Also noch ein siebter Mann? Wenn ja, dann bitte in folgender Argumentation einen Verteidiger abziehen.

Also rein mathematisch: 6 Mann in der Mauer (Def.), 1 Freistoßschütze (Off.). Dann bleibt der Offensive eine Überzahl von 9:4, angenommen, alle würden mitmachen. Nehmen wir mal an, wir hätten eine Absicherung (mehr braucht man ja nicht, denn es müssten ja alle Spieler der Defensiven Mannschaft hinten sein, sonst haben die noch weniger Leute), dann sind wir bei 8:4. Jeder "freie" Verteidiger hätte also 2 Gegenspieler.
Wäre es jetzt nicht mit ein bisschen Trainingsarbeit einfach möglich, eine Trickvariante zu spielen, wobei der Ball i.W. quer - leicht schräg - in den 16er auf die Seite des langen Pfostens gespielt wird, wo einer oder mehrere Angreifer den Ball anlaufen und aus vollem Lauf direkt in die (ehemalige) Torwartecke abziehen könnten?
Ich meine, das wäre möglicherweise zu unterbinden, wenn man weiß, dass es kommt. Aber genauso besteht ja auch die Möglichkeit, den Ball Richtung Grundlinie an der Mauer vorbei zu spielen oder zu flanken. Und ich bin nicht sicher, ob man gegen diese Trickspielzüge im Vergleich zur konventionellen Mauer besser verteidigen kann. Intuitiv würde ich sagen: Nein, da ich aufgrund der 1:2 Unterzahl gar nicht alle Optionen covern kann.
Gegen die klassichen Angriffsmuster (direkter Freistoß aufs Tor oder Flanke vors Tor) bin ich vielleicht besser gestellt. Aber eine innovative Mauertaktik wird innovative Freistoßideen hervorbringen. Somit dürfte der Erfolg (wenn meine Argumentation stimmig ist) eher kurzfristiger Natur sein, bis sich der Gegner darauf eingestellt hat. Danach muss man gucken, ob man sich im Endeffekt Netto verbessert hat. Da bin ich unsicher.

Dennoch finde ich das interessant. Ich will die Idee nicht zerreden und würde mich freuen, wenn du eine Antwort darauf hättest.