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Thema: Schusstraining ist kein Torwarttraining, oder doch?

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  1. #1
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    Spannende These.

    Meines Erachtens kommt es auf die jeweilige Ausführung des Torschusstrainings an. Oft artet eine Einheit Torschüsse dahingehend aus, dass der Spieler beweihräuchert wird, während der Keeper zu tragischen Figur degradiert wird. Als aktiver Keeper habe ich die Torschüsse gerade an etwas schlechteren Tagen als Strafe empfunden. Du fliegst, gehst mit deiner Technik zum Ball und dann kommt der Misserfolg, der Ball kann nicht gehalten werden und der Trainer straft dich noch weiter ab. Es folgen Schreie des Trainers und Jubelarien der Stürmer. Unter diesem Aspekt würde ich sofort und kategorisch sagen, dass das Torschusstraining keinerlei Nutzen für den Torwart hat.

    Jedoch musste stet ich im Sommer meine aktive Laufbahn nahezu beenden, wodurch so langsam aber sicher die Fronten hin zum Torwarttrainer wechsle.

    Sofern ich also dem Torwart begreiflich machen kann, dass er gewisse Aspekte anwenden soll, die wir vorab geübt und besprochen haben, kann es durchaus hilfreich sein, um hier ein wenig näher an den Ernstfall, das Spiel, heranzukommen. Im Spiel kann ich nicht eingreifen, da spielt der Keeper und nicht sein Trainer, aber ich kann gewisse Bewegungsabläufe erst in der jeweiligen Übung erklären und trainieren, dann bei dem Torschusstraining gegebenenfalls unter einer gewissen Beachtung festigen und in das Repertoire einbauen, damit der Keeper es im Spiel dann auch anwenden kann.

    Andererseits kann an es passieren, dass wieder Techniken falsch angewendet werden, wodurch sich der erhoffte Nutzen regelrecht umkehrt, wodurch ich den Torwart durch die technische und mentale Komponente mehr schade als helfe.

    Daher sage ich, dass das Torschusstraining nur bedingt helfen kann, sofern der Trainer sich in den Keeper hineinversetzen kann und es somit nicht nur zur Bespaßung der Feldspieler verkommt.
    Und sie nannten ihn Piplica...

  2. #2
    Nationale Klasse Avatar von ryx0riz0r
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    Zitat Zitat von Tobias 30 Beitrag anzeigen
    Spannende These.

    Meines Erachtens kommt es auf die jeweilige Ausführung des Torschusstrainings an. Oft artet eine Einheit Torschüsse dahingehend aus, dass der Spieler beweihräuchert wird, während der Keeper zu tragischen Figur degradiert wird. Als aktiver Keeper habe ich die Torschüsse gerade an etwas schlechteren Tagen als Strafe empfunden. Du fliegst, gehst mit deiner Technik zum Ball und dann kommt der Misserfolg, der Ball kann nicht gehalten werden und der Trainer straft dich noch weiter ab. Es folgen Schreie des Trainers und Jubelarien der Stürmer. Unter diesem Aspekt würde ich sofort und kategorisch sagen, dass das Torschusstraining keinerlei Nutzen für den Torwart hat.
    Sehe ich ähnlich, Torschusstraining ist für mich eine Ergänzung zum sonstigen Training mit dem TW-Trainer. Meistens sind wir zu dritt im Torwarttraining, daher kann es auch manchmal sein, dass wir uns selbst die Bälle zuschießen, wenn mal kein generelles Schusstraining ansteht. Finde ich persönlich sogar besser, da mir meistens beim normalen Torschusstraining der Feldspieler die Ernsthaftigkeit fehlt. Da werden dann Lupfer, Schlenzer in den Winkel oder Tunnler gegen den Torwart versucht. Ich bin ehrlich: Bei sowas vergeht mit nach 5 Minuten die Lust, denn verarschen kann ich mich selbst. Dieser Faktor ist ausgeblendet, wenn wir Torleute eigenes Torschusstraining machen - zusätzlich hat man noch die Augen des TW-Trainers dabei, der auch mal unterbrechen kann, wenn was nicht passt oder gepasst hat.

    Schusstraining ist daher für mich kein Torwarttraining, sondern lediglich eine Ergänzung. Für mich ist es eher eine Übung, die die Feldspieler fordern soll das Tor zu treffen (was sie im Spiel selten genug tun) und nich eine für mich um zu glänzen. Vor einem Spiel nehme ich die Übung aber gerne mit um nochmal ein besseres Ballgefühl zu bekommen und hellwach ins Spiel zu gehen.
    “Mach' das Beste aus dir selbst, denn das ist alles, was du hast.”



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