Na, das ist aber nur ein Teil der "vermeintlichen Wahrheit"! Nach dem Motto "hier wird erst mal mit dem eisernen Besen aufgeräumt" hat Dieter Hecking gleich mal den Torwarttrainer in die Wüste geschickt und mit Kai Rabe einen Neuen geholt, der sich zunächst einmal ans neue Umfeld gewöhnen muß. Denn er hatte es zuletzt beim Karlsruher SC vornehmlich mit jüngeren Torleuten zu tun. Doch Hecking setzt nunmehr ausgerechnet auf die älteren Keeper des HSV. Selbst Mickel, für den "verbeamteten Torwart" bis zum Karriereende bleiben würde, könnte nunmehr Einsätze, bei denen man egal wie einfach gewinnen muß, eine ungeahnte Herausforderung bedeuten.
Für Pollersbeck ist die Nichtberücksichtung wohl auch das Resultat von Querelen in seinem beruflichen Umfeld. Ob es allerdings eine Dauerlösung ist, dass ihn sein Vater nunmehr berät, das steht auf einem anderen Blatt. Denn der wußte als Antwort auf den Verlust des Stammplatzes seines Sohnes nur die Begründung, es hätten sich die Verantwortlichen beim HSV geändert, zu sagen!

Einerseits finde ich es richtig, dass endlich auch der Wirkungsgrad von Torwarttrainern in die Verantwortlichkeiten aufgenommen werden. Denn es ist nicht mehr automatisch so, dass der gesamte Trainerstab von Verein X zu Verein Y wechselt, nur weil man den Chefcoach verpflichten möchte. Allerdings ist es allein mit der Auswechselung von Personen nicht getan. Es sollte dahinter auch ein Konzept stehen. Das kann nicht (noch) nicht bei der Verpflichtung von Kai Rabe als TW-Trainer erkennen. Aber schauen wir mal, was uns die nächsten Wochen und Monate an Überraschungen bringen?