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Thema: Patrick Foletti (Schweiz)

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  1. #1
    Freizeitkeeper
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    Auch hier nochmals, hallo miteinander!

    Ich bin zur Zeit in der Ausbildung zum Torhüter-Trainer in der Schweiz. Ich spielte in meiner Jugend über 10 Jahre im Tor und konnte auch von diversen Trainern einiges lernen.
    So war ich u.a. bei Willi Weber in der Torhüterschule welcher vollständig die alte Schule à la Sepp Meier propagierte. Die Trainnings waren unglaublich anspruchsvoll und intensiv.
    Als ich vor ca. 2 Jahren anfing selbst Training zu geben (Junioren A - D) vertrat ich selbst noch die Meinung dies wäre nicht unbedingt schlecht und versuchte auch sehr intensive Trainings zu geben - teilweise war ich da wohl auch zu sehr "Ballmaschine". Den Jungs gefiels allerdings sehr.

    Nun habe ich vor einem Jahr den ersten von 3 Torhütertrainer-Kursen belegt beim SFV. Hier wird 100% Foletti praktiziert. Mir war diese herangehensweise völlig neu, doch ich verstand schnell dass der Aufbau doch sehr sinnvoll zu sein scheint.
    Mittlerweile versuche ich mich strikt an seine Formel "Einlaufen, Analytisch 1, Analytisch 2, Situativ 1 & Situativ 2" zu halten. Meine Jungs allerdings geben mir das Feedback, dass es nun etwas zu wenig Abwechslung im Training hat.
    Dies kann natürlich auch aufgrund meiner noch grossen Unerfahrenheit in der Trainingsgestaltung liegen oder aber dieses Training könnte auch zu sehr auf den Spitzensport ausgelegt sein. Dies würde mich mal wundernehmen wie ihr das so sieht..
    Mein Verein könnte man in der Schweiz als "Sprungbrettverein" bezeichnen. Wir haben keine Auswahl-Manschaften, für einen "Amateurverein" allerdings sehr hohe Standards (3x Training die Woche in allen Stufen).

    Schlussendlich bin ich mir selbst nicht sicher, was ich genau von der Foletti-Schule halten soll. Mir erscheint es sinnvoll das Training aufbauend zu gestalten zu einem einzigen Schwerpunkt und diesen schlussendlich auch möglichst Praxisnah zu trainieren. Es engt einen aber auch sehr ein, wenn vom Verband vorgegeben wird wie man zu trainieren hat.
    Und auch wenn man eine noch so gute Alternativgestaltung macht, wird dies als "falsch" deklariert. Etwas was es meiner Meinung nach nicht geben sollte ausser in den Naturwissenschaften...

  2. #2
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    Zitat Zitat von Sam1 Beitrag anzeigen
    ....wird dies als "falsch" deklariert. Etwas was es meiner Meinung nach nicht geben sollte ausser in den Naturwissenschaften...
    Weißt Du, darüber habe ich zwei Blog Einträge verfasst.
    Vom persönlichen Standpunkt her, ist es für mich so, daß es nicht EINE Lösung geben kann. Auch in der Naturwissenschaft gibt es, in der Spitzenklasse der Naturwissenschaften, nicht bloß eine Meinung, sondern unterschiedliche Modelle und damit unterschiedliche Theorien. Wir beginnen gerade, viele davon zu verstehen und nach unserem bisherigen Stand zu bestätigen... doch nur der Hauch kann alles zum Einsturz bringen.

    Bestes Beispiel war, daß CERN meldete, man habe überlichtschnelle Teilchen gemessen. Das war nicht nur eine Sensation, sondern das bracht die Welt der Physiker in helle Aufrur. Das durfte nicht sein, daß konnte nicht sein. Wäre es so gewesen, unser ganzes Denken und bisheriges Verständnis der Physik, es wäre für die Katz gewesen. Denn viele Theorien basieren darauf, daß Lichtgeschwindigkeit eine nach oben begrenzte Geschwindigkeit ist. Wir wissen Licht kann verlangsamt werden, aber Licht beschleunigen, es wäre furchtbar für viele Modell. Bisher gibt es keine Hinweise - aber Theorien. Die legt man bisher in die Abteilung "wüste Spekulationen" ab, ABER als CERN mit der Meldung kam, es war einfach....
    Das stellte sich als Messfehler heraus, aber seit diesem Messfehler spuken immer wieder solche Sachen durch die Welt der Physiker... plötzlich ist nicht mehr viel der vermeintlichen Sicherheit da, und "wüste Spekulationen" beginnen, auch hier wieder Theorien zu forcieren, die neue Forschungen beeinflussen, ja forcieren.

    Sprich, die Naturwissenschaft macht es eigentlich vor: Es gibt nicht den einen Weg, der alles erklärt. Es gibt nicht den Weg, der ultimativ ist... Sondern es gibt viele Wege, und es gibt auch keinen falschen WEg, sondern nur einen anderen Weg.

    Leider operiert der DFB ebenso wie viele Landesverbände auch, im Großen und Ganzen so, wie Du es beschreibst - man ist rigide, man kapselt ab. Man denkt nicht selbst. Es MUSS so SEIN. Es DARF nicht ANDERS sein.
    So lange man den Weg des rigiden Denkens geht, den Weg des Mainstreams, so lange ist man dabei... ja und kann sich feiern lassen. ABER - das denken, daß verstehen setzt damit aus. Deutsche Torleute sind nicht gut geworden, weil man einen Weg gegangen ist, sondern weil die deutsche Torwartschule von vielen beeinflusst wurde und diese Leute sich dann Gedanken gemacht haben. Das setzt jetzt aus. Wir haben viele Tw Trainer, die einfach nur noch kopieren, aber gar nicht verstehen. Sie machen, weil es alle tun und alles andere lehnen diese ab - es muss schlecht sein, es DARF nicht sein.
    Begriffe wie "Verboten" geistern durch die Trainingswelt...

    Persönlich kann ich nur sagen, daß dieser Weg bestimmt nicht zielführend sein kann und sein wird, weil er den Austausch, das Denken und vor allem die Entwicklung hemmt... aber man gibt sich der Illusion hin.
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

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