Naja, das Interview erzählt ja auch nicht viel.
Was mich interessiert, wozu dieser NFC Chip wirklich da ist... kann ich damit meinem Ball "personalisieren", also den Ball mir persönlich zuordnen? Oder werden auf dem NFC auch Daten gespeichert, wie Geschwindigkeit, Rotation, Elevation, Luftdruck oder ähnliches?
Das man die Karkasse weiter verbessert hat, keine Frage. Denn mit der Karkasse und dem darin befindlichen Luftraum entscheidet sich, wie der Ball überhaupt aussieht und viel des "Raundlaufes" hängen von der Karkasse ab, die bei günstigen Bällen immer noch aus einem Geflecht um eine Mehrkammern-Luftblase besteht - bei den teuren adidas Bällen hingegen ist die Karkasse ein Kunststoffträger aus zwei Halbschalen, deren runde Form vermessen wird und bei Abweichungen größer 0,01% wird die Karkasse verworfen.
Die nachfolgenden Schichten dienen nur als Träger und Dämpfungsmaterial, als Schonung der Karkasse, und der Panel-Aussenflächen. Hier gibt es ja inzwischen einige dutzend Formen, von den "Knochen" des Teamgeist angefangen, zu den Sternen der Championsleague Bällen bis dann eben zu der neuen Struktur des Telstar12. Meiner Meinung nach sind die Panele nicht wirlich großartig von Interesse, ausser das Material. Der Teamgeist hatte noch eine glatte oberfläche aus weichen Kunststoffen, der eurostar dann schon das gleiche Material, aber mit den runden Noppen, der Jabulani dann diese gummiartige Aussenhaut mit den Strichmustern, hin dann zur Rautenstruktur der neuen Bälle, die wieder Kunstoffe als Oberfläche haben.
Übrigens: Auch die neuen DerbyStar Bälle sollen eine feste Karkasse haben, aber da der Bundesliga auf dem Brillant APS basiert, bleibt es wohl bei der Handgenähten Hülle mit den 6 und 5 Ecken, die einst den Tango oder Telstar von damals zierten. Auch der neue Bundesliga Ball wird ein invers Noppenprofil ähnlich einem Golfball bekommen, interessant wir dann aber das Flugverhalten, weil sich hier Feuchtigkeit viel besser halten ann, und damit das Flugverhalten signifikant beeinflussen wird (Flatterbälle bei Regen!). Wer nun glaubt, die auf der alten Struktur basierenden Bälle werden günstiger, hat sich geschnitten. Rund 140 Euro kostet der Bundesliga Brillant APS, der adidas Telstar 12 hingegen geht schon für unter 100 Euro über die Ladentheke. Und wenn ich ehrlich bin, konnte ich bisher mit vielen der adidas Bällen spielen - Nachteile gabe es eher wenige.
Hingegen kenne ich die Derbystar Reihe sehr gut und stelle nur immer wieder fest, daß was früher galt, auch heute noch gilt: Mit zunehmendem Alter werden die Derbystar Bälle schlicht unrund, und die Nähte bekomen Dehnungs und Rissmarken... hingegen ist mein Jabulani immer noch in einem Top Zustand, wurde aber bei weitem nicht so benutzt...
Man darf also gespannt bleiben und ich glaube nicht, daß der Telstar12 jetzt so groß in den Unterschieden zu den adidas Bundesliga Spielbällen der Saison 2017/2018 ist.




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