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Thema: Univ.-Prof. Dr. Martin Lames: "Leistung des Torwart ist am Schlechtesten zu erfassen

  1. #1

    Daumen hoch Univ.-Prof. Dr. Martin Lames: "Leistung des Torwart ist am Schlechtesten zu erfassen

    Professor Martin Lames von der Technischen Universität München beschäftigt sich mit dem Bereich der Trainings- und Wettkampfforschung (insbesondere Sportspielforschung) und hat untersucht, dass in der Bundesliga fast jedes zweite Tor durch Zufall fällt! Welche Rolle dabei Torhüter spielen, erklärt der Wissenschaftler im Gespräch mit torwart.de! mehr
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  2. #2
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    Standard

    Auf den ersten Blick sieht das aus wie ein schlechter Scherz, wenn fast 50 % reiner Zufall sein soll. Aber es deckt sich mit den Daten von Roland Loy, der sich mit den vermeintlichen "Wahrheiten" über den Fussball auseinander gesetzt hat.
    Weil wir fast nichts über den Fussball wissen oder versuchen wir lediglich stark vereinfachte Formen einer unendliche Anzahl von Situationen zu beschreiben, um dem Zufall zu entgehen? Den großen Rest macht der Glaube, der ja bekanntlich Berge versetzt!

    Wie gehen wir mit dem Zufallsfaktor: Gück/Pech um? Sind wir ehrlich oder wollen wir darin Dinge sehen, die eher mal zufällig stattfinden? Treffen wir zu früh eine Entscheidung darüber, ob Glück/Pech oder Können/Unvermögen die Ursache für eine Aktion war. Wie läßt sich in diesem Rahmen überhaupt eine "Tagesform" beschreiben, deren Einflußfaktoren wir schon deshalb gar nicht kennen, weil wir gar nicht alle wirksamen Faktoren im sozialen Umfeld kennen und gar nicht wissen, was wie starken Einfluß hat.

    Es sind sehr viel Rätzel, die uns der Fussball aufgibt. Wenn wir nur 50 % davon wissen, weil der Rest Zufall ist, wie können wir die Geheimnisse lüften?

    Ich finde die Ansätze sehr gut, die das Heranziehen von vergleichbaren Sitatuationen in einem ausreichend großen Messzeitraum die Qualität eines Torwarts messbar zu machen. Allerdings sollte vor dem Versuch gewarnt werden, diesen Messungen allein schon das Gewicht zu geben, über das Schicksal eines Keepers zu entscheiden.

    Denn ein Torwart kann nur dann einen sehr kleinen Unterschied im Spielergebis ausmachen, wenn die Teams in etwa gleichstark sind.

    Deshalb gehört es m.E. zur Prüfung gewonnener Daten, ob es sich um eine "normale Torchance" oder eine "Großchance" handelt. Denn wenn der Keeper chancenlos ist (das ist er ja im Vergleich zum Handball nicht), dann kann man ihm keinen Strich daraus drehen dürfen.

    Ich finde, es gehört schon zur Beurteilung einer Torwartqualität, wie er sich bei Großchancen des Gegners verhält. Ferner gehört es für mich dazu, wie er durch eigenes Verhalten dafür gesorgt hat, dass der Gegner keine Großchance bekommt. Nur bei einer realistischen Abwehrchance des Keepers macht die Datenerhebung m.E. einen Sinn, weil sie in diesem Bereich vergleichbar ist.

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