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Thema: Koubek, Tomas - FC Augsburg

  1. #1
    Blickfeld
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    Standard Koubek, Tomas - FC Augsburg

    Mal wieder ein Gegentor auf seine Kappe. Das 0 - 2 ist sein Ding. Keine Ahnung was er da wollte, spekuliert und verloren ?

    https://www.youtube.com/watch?v=GrkoTSgQo9A



    der Wächter

  2. #2
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    Da hat er ein wenig gezockt. Wenn der Stürmer ihn nicht auf den Rücken bekommen hätte, hätte er evtl. eine Chance gehabt, den Ball zu erreichen (wäre aber auch sehr sehr knapp geworden).

  3. #3
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    Augsburg und seine Keeper, darüber könnte man wohl schon ein dickes Buch schreiben!

    Da fällt einem manchmal nichts mehr ein, aber vieles auf! Insbesondere die noch auf "Testmodus" häufig nicht funktionierende Abstimmung zwischen Kette und dem Keeper. Wäre sicher sinnvoll, dass auch mal aus Sicht des Keepers zu trainieren. Denn in allen Gegentoren konnte man falsche Entscheidungen im Stellungsspiel der Defensive feststellen. Wenn Augsburg in der Liga bleiben will, sollte das schnellstmöglich intensiv trainiert werden.

  4. #4

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    Hätte man Jens Lehmann ev. doch behalten sollen?
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  5. #5
    Blickfeld
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    Lehmann war Co Trainer kein Torwart Trainer


    der Wächter

  6. #6
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    Man hat ja einen mit UEFA-Torwarttrainer-A-Lizenz ausgezeichneten Keeperscoach beschäftigt.

    Schaut man sich allerdings das Anforderungsprofil und die Ausbildung ein bißchen näher an, dann wird schon deutlich, dass manches noch in den Kinderschuhen steckt und man sich nicht unbedingt auf diese erst 2017 eingeführte Lizenz verlassen sollte.

    Der Punkt ist einfach, dass sich gerade im taktischen Verhalten der Keeper sehr viel verändert hat. Doch vielfach wird immer noch nach meiner Meinung viel zu viel Technik trainiert, obwohl aus den Statistiken hervor geht, dass dort sehr wenig Fehler gemacht werden. Das Fangen eines Balles funktioniert noch genauso wie vor 20 oder 30 Jahren.

    Es sollte m.E. viel mehr "Entscheidungstraining" und seine höheren Ansprüche an die Handlungsfähigkeit, Beweglichkeit, Schnelligkeit gemacht werden. Man muß gar nicht so weit weg suchen! Da gibts einige Keeper in der Bundesliga, die gute Orientierungshilfen im Entscheidungsverhalten liefern. Z.B. Manuel Neuer für Entscheidungen an und ausserhalb des Strafraums, Yann Sommer für Entscheidungen im 5-er Bereich. Auch Nübel bringt hier einiges an guten Aktionen für die Trainer-Weiterbildung mit.

    Leider hat es der DFB nicht geschafft, das vorhandene Know-How zu bündeln, sodass nicht immer klar ist, wer nun Lehrer und wer Schüler sein soll! Das macht die Arbeit nicht leichter!

  7. #7
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    Katastrophale Leistung beim 1-5 gegen Gladbach bei den Gegentoren, alle waren vermeidbar. Bei den ersten dreien kassiert er dreimal die Schüsse ins kurze Eck, wobei er den Körper nicht richtig rausstreckt. Über das vierte Tor braucht man nicht zu sprechen und beim fünften Tor dreht er sich weg und macht so den Weg frei.

  8. #8
    Blickfeld
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    Hier die Bilder.

    Das 4. ist schon lächerlich, wenn der nächste Woche wieder sielt würde ich als Nr. 2 durch drehen und den Trainer mal fragen wieso


    https://www.youtube.com/watch?v=lN_H5KyyZwU



    der Wächter

  9. #9
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    Erst 3 x falsche Körperhaltung - Koubek steht sehr breitbeinig, weshalb die Gewichtsverlagerung zum Abkippen zu lange dauert. Beim letzten Gegentor sollte man ihn fragen, was da genau passiert ist? Mir erscheint es, als ob er gar nicht auf den Rückpaß vorbereitet ist? Denn sonst hätte er seinem Mitspieler durch die Richtungshand anzeigen können, zu welcher Körperseite er den Rückpaß haben möchte? Es könnte auch sein, dass er eine Entscheidung, wohin er passen möchte, im letzten Moment rückgängig gemacht hat, was in der verzweifelten Tat endet, dem Gegner den Weg zum Ball zu erschweren. Aber selbst der Antritt wirkt zu langsam.

    Solche Szenen passieren jedes Wochenende. Zumeist wird nur nach dem Sündenbock gesucht. Manchmal ist es der Keeper, öfter der Trainer (als schwächstes Glied in der Kette). Doch was nützt es den Schuldigen gefunden zu haben, wenn doch keine Ursachenanalyse erfolgt, sondern danach Personen ausgetauscht werden. Die Hoffnung es würde dannach schon irgendwie besser werden, läßt sich derzeit nicht erkennen?

  10. #10

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    Aber auch hier beim 2. Gegentreffer, der kommt doch genau auf seine Seite?
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  11. #11
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    Damit setzt der Trainer das Leistungsprinzip außer Kraft, was ihn früher oder später den Posten kosten wird:
    http://www.fussballtransfers.com/nac...-schutz_110094

  12. #12
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    Fast allen Profi-Trainern kostet es irgendwann den Job. Denn egal, was warum passiert, er trägt die Verantwortung.

    Wir beobachten derzeit einen Übergang von Verbesserung durch (konstruktive) Kritik in (konstruktives) Lob. Wenn z.B. ein Keeper mehrfach gepatzt hat, dann kann ich ihm klar machen, dass das seinen Job kostet, wenns so weiterläuft. Aber das wird er selbst ganz genau wissen, weshalb ihm diese Kritik auf den zweiten Blick wenig bringt. Ja, sie kann (je nach Charaktertyp) zu Leistungsblockaden führen. Denn er wird aus einer übergroßen Angst vor Fehlern, seinen Kopf nicht frei bekommen und sich dann nicht in allen torentscheidenden Situationen mit voller Konzentration ans Werk gehen. Die meisten Profi-Keeper sind nach dem Spiel nicht kaputt von der körperlichen, sondern von der geistigen Anstrengung.

    Macht es also einen Sinn, auf seinen Patzer draufzuhaun, wenn der sowieso schon mental am Boden ist? Ein Trainer "alter Schule" hätte vermutlich nach dem Motto: "was uns nicht umbringt macht uns härter" gemacht. Nur, was habe ich davon, einen Keeper, in den ich große Hoffnungen gesetzt habe, derart ins Abseits zu drängen, dass ich mich gleich wieder nach einem Neuen umschauen muß?

    Antizyklisches Führen beschreibt die Form des "kontrollierten Lobes" des Trainers über seine Spieler. Wenn jemand Mist macht, dann erkenne ich rasch, ob er es selbst erkennt. Da brauche ich dann nicht noch extra die Keule schwingen. Dafür kann ich dann besser die Momente loben, in denen er stark war. Das hilft ihm in dieser Phase besser. Ist der Keeper mal über sich hinaus gewachsen, dass ist das der richtige Moment, um ihm zu erklären, dass er mit seinen Leistungen noch längst da angekommen ist, wo er sein könnte.

    Doch im Unterschied zu früher, wo es Zuckerbrot und Peitsche als legitimes Führungsmittel gab, wird hier durch sehr fein dosiertes Lob entlang der Leistungssteigerung gearbeitet. Denn es wäre Zeitverschwendung nach einem verlorenen Spiel oder einem Patzer mit einem dicken Hals zum nächsten Training zu kommen. Du als Trainer hast es in der Hand deine Spieler mental so stark zu machen, dass sie sich jederzeit in eine "innere Meisterstimmung" versetzen können, in der sie fast unlösbare Aufgaben mit Bravour lösen.

    Mentaltrainer und Sportpsychologen gehören bereits zum Alltag im Spitzensport.

    Wie sehr die Fragen und Kommentare vieler Sportjournalisten die Profis nervt, bringt u.a. Oliver Baumann sehr gut auf den Punkt: "mir macht es teilweise keinen Spaß mehr Fußball im TV mit Kommentatoren anzuschauen" und fügt hinzu: statt sich über die schönen Tore zu freuen wird gleich mal reflexartig negativ geschaut, ob der Ball vielleicht haltbar war. (Kommentar: das sich dahinter Menschen verbergen, deren Leistung man schon deshalb nicht beurteilen kann, weil ihnen weder der Blickwinkel und zumeist auch die Fachkenntnisse dazu fehlen, wird gern übersehen)

    Ich würde mir schon wünschen, dass ich nicht mehr zu der Ausnahme stellt, die sich auf die Seite der Torleute stellt. Mir macht es ganz einfach mehr Spaß die Keeper zu loben.

  13. #13

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    Zweimal in HZ eins wieder daneben gelangt. Sky Sprecher meinte: Er schaut gar nicht aus wie ein Torwart...Er greift ständig daneben.
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  14. #14
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    Nochmal zum Gladbach-Spiel (habe das Video gerade erst gesehen):
    Bei den drei ersten Treffern erinnere ich mich an meinem Text vom August:
    Insgesamt wirkt Koubek auf mich sehr behäbig. Auch das Spiel in Verl sah schon nicht gut aus.

    Warten wir's ab, ob er sich noch steigert und Augsburg helfen kann. Ich hab zwar nur die kurzen Ausschnitte der beiden Spiele gesehen, aber meine Einschätzung ist, dass da grundsätzliches fehlt (Stichwort "behäbig").

    Das scheint sich ja zu bestätigen. Im heutigen Fußball haben die Vereine doch einen Riesen-Stab an Scouts und technische Möglichektien, Spieler zu beobachten.
    Wie kann man denn zu solch einer Fehl-Einschätzung kommen?

    Ich sage jetzt mal ganz provokativ: Wenn jemand Ahnung vom Torwart-Spiel hat, sieht er schon beim einmaligen Betrachten des Torhüter-Aufwärmprogramms, ob dieser gravierende Mängel hat oder nicht. 20 Minuten Beobachten dieses Torhüters hätten meiner Meinung nach dazu gereicht, ihn nicht zu verpflichten.


  15. #15

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    Zitat Zitat von Keeper12 Beitrag anzeigen
    Nochmal zum Gladbach-Spiel (habe das Video gerade erst gesehen):
    Bei den drei ersten Treffern erinnere ich mich an meinem Text vom August:
    Insgesamt wirkt Koubek auf mich sehr behäbig. Auch das Spiel in Verl sah schon nicht gut aus.
    Warten wir's ab, ob er sich noch steigert und Augsburg helfen kann. Ich hab zwar nur die kurzen Ausschnitte der beiden Spiele gesehen, aber meine Einschätzung ist, dass da grundsätzliches fehlt (Stichwort "behäbig").

    Das scheint sich ja zu bestätigen. Im heutigen Fußball haben die Vereine doch einen Riesen-Stab an Scouts und technische Möglichektien, Spieler zu beobachten.
    Wie kann man denn zu solch einer Fehl-Einschätzung kommen?

    Ich sage jetzt mal ganz provokativ: Wenn jemand Ahnung vom Torwart-Spiel hat, sieht er schon beim einmaligen Betrachten des Torhüter-Aufwärmprogramms, ob dieser gravierende Mängel hat oder nicht. 20 Minuten Beobachten dieses Torhüters hätten meiner Meinung nach dazu gereicht, ihn nicht zu verpflichten.

    Gibt es Videos aus seiner Zeit davor?
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  16. #16
    Amateurtorwart
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    Er hat`s seinem Trainer gelohnt! Natürlich war da einige Male auch das Glück im Spiel. An den beiden Toren konnte er nichts machen. Denn da haben seine Vorderleute gepennt (nicht nah genug, um den Angreifer an der Flanke/Torschuß zu hindern).
    Dafür hat er in vielen Szenen ein richtig gutes Stellungsspiel bewiesen, war nahe genug dran, um die Schüsse des Gegners zu blocken (während viele seiner Kollegen nach wie vor zur Torlinie zurück weichen) und in jeder Phase mit der nötigen Handlungsagression.
    Normalerweise sagt man, dass der Torwart dann den Unterschied macht, wenn die Teams gleichstark sind, aber hier hat Koubek durch seine Leistung den Punkt gemacht und die Bayern erneut in eine Krise gestürzt.

    Zwar konnte Koubek emotional gar nichts falsch machen, weil der Gegner eigentlich haushoch überlegen war, so dass er einfach nur (wie immer) sein Bestes geben brauchte. Aber vielleicht war seine bisherige Spielvorbereitung nur physich, aber nicht pschyisch ansprechend?

    Der Schlüssel zum Torwarterfolg scheint gefunden zu sein, nun gilt es das Puzzle in ein System umzuwandeln. TW-Trainer und Torwart müssen sich "blind" verstehen, um effektiv arbeiten zu können. Eigentlich ist es immer so, dass der TW-Trainer sich in den Hintergrund stellt und seinen Keeper in den Mittelpunkt. Doch manchmal, wie hier genügt es nicht. Dann muß auch der Chefcoach Farbe bekennen und sich schützend vor seinen Keeper stellen. Denn den wegen fehlender Leistung auszutauschen bedeutet auch für seinen Ersatz ein besonders starker Druck.

    Koubes´s Gesamtleistung gilt es genau zu analysieren (genügend Szenen dazu gibt es), um das Gute für die nächsten Spiel mitzunehmen und für einen sicheren Rückhalt in seiner Mannschaft zu sorgen.

  17. #17
    Amateurtorwart
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    Man kann nicht sagen, dass Patzer gegen Schalke hatte, allerdings unterliefen ihm jeweils kleine Entscheidungsfehler beim 1. und 3. Gegentreffer.

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