Sicher nicht! Allerdings zeigt hier mal wieder der Fussball seine hässliche Fratze, in der es um Macht, nicht um die Wahrheit geht. Keiner von diesen Sesselpupsern hat annähernd das für die deutsche Torwartausbildung geleistet wie Gerry Ehrmann.

Wenn man sich von ihm trennen möchte, dann sollte es genau so ordentlich passieren, wie er für diesen Verein und darüber hinaus für weitere Profivereine wertvolle Arbeit geleistet hat.

Ohne jetzt Details zu kennen, wird es normalerweise schon aufgrund des wachsenden Altersunterschieds zu den Kollegen immer schwieriger, effektiv zu kommunizieren. Allerdings gibt es immer wieder Ausnahmen. Die besten sind die Alten, die im Kopf jung geblieben sind.

Irgendwann wird es Zeit den Stab an Jüngere weiterzugeben. Das möchte man gern selbst bestimmen. Dann soll es in Würde geschehen.

Es ist etwas anderes, ob du als Coach nach zig Trainerstationen und hoffentlich einer guten Altersvorsorge das Amt an den Nagel hängst und deine Freizeit genießt oder ob du als Trainer viele Jahre in deinem Verein mit deinen Jungs bei Wind und Wetter, vom ersten bis zum letzten Platz mit ihnen durch dick und dünn begangen bist.

Ein Coach mag seinen Spielern vor den Kopf sehen, der Torwarttrainer kennt aufgrund des besonderen Vertrauensverhältnisses auch das Privatleben und die Seele seine Leute. Man ist nicht nur der Trainer, sondern der Freund, der Kummerkasten und vieles mehr, weil man es mit Individuen zu tun hat, die man für eine bestimte Zeit für Sponsoren und Präsidenten zu Erfolgen führt. Man ist nicht der, den man ein Denkmal setzt, an den schon nach den ersten Niederlagen dran gepinkelt wird, sondern einer der wie ein Hund mit seinen Keepern leidet und sich wie ein Kind über jede gute Aktion freut. Aber soetwas interessiert die meisten leider nicht! Hier im Forum findet man Gleichgesinnte, worüber ich mich sehr freue!