Für meinen Geschmack sieht man diesen Ball leider viel zu oft. Das ist echt dieses Klein-Klein nach dem Motto "Bloß keinen langen Ball", das mir persönlich schlecht wird. Beim HSV hat Heuer Fernandes das eine Zeit lang so permanent gespielt, dass man fast dachte er kann einfach keinen langen Ball mehr schlagen. Für mich steht so ein Ball vom Risiko her in keinem Verhältnis zu dem was alles passieren kann (wie bei Kobel). Ich meine Maatsen kann den Ball so fast nicht nach vorne (in die risikoarme Zone) verarbeiten. Was ist also die große Idee dahinter den Ball im Zentrum haben zu wollen unter starkem Pressing des Gegners. und was wäre so schlimm daran den Ball einfach manchmal lang herauszuschlagen. Ich persönlich habe in letzter Zeit maximal bei Ederson und Ter Stegen festgestellt, dass ein guter kontrollierter Ball in fast jeder Situation gut gespielt wird (Ortega macht es aktuell auch wirklich gut). Ansonsten ist da häufig auch echt viel Glück dabei, wenn nichts weiter passiert. Wenn ich Bundesligatorwarttrainer wäre, würde ich grundsätzlich dem langen kontrollierten und zielgenauen Ball vielmehr Priorität zukommen lassen. Wenn der nämlich bei dem ein oder anderen einfach etwas besser sitzen würde, wäre es auch nicht so schlimm, wenn man den Ball öfter mal lang oder halblang ins Feld schlägt, als immer nur auf den kurzen Pass zu gehen.
Grundsätzlich zu Kobel: Ich glaube auch, dass er für ganz oben noch deutlich einen drauf legen muss. ich denke die Anlagen sind da, aber er muss sich gerade fußballerisch noch steigern. Bin gespannt, ob er sich vereinstechnisch auch nochmal was anderes zutraut.




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