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Thema: Grundtechnik 2: Training des Bogenflugs

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Internationale Klasse Avatar von strigletti
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    Zitat Zitat von Steffen Beitrag anzeigen
    Es ist nur im Moment seitens des DFB in Mode, daß die Torhüter wie in Italien üblich, auf der Seite landen. Die Falltechnik dafür kann man oft bei Rene Adler erkennen.

    Ich sage nun nichts gegen Rene Adler oder Robert Enke und deren Leistungen, doch deren Technik als alles andere als rund oder elegant. Sie ist kantig, oft überspannt. Ja oft liegen die nicht in der Luft, sondern "strampelt" mit den Beinen, um z.B. eine letzte Drehung hinzubekommen, und die Landung, sie ist weder rund noch immer weich.
    Und bei der Frage der weichen und harten Landung, sollten wir ruhig auch mal einen Blick auf den körperlichen Verschleiss richten. Denn es braucht viele Jahre, um ein richtig guter Torhüter zu werden und wenn dann die Entwicklung endlich weitgehend abgeschlossen ist, wird die Leistungsfähigkeit bereits von den ersten kleinen Abnutzungs- und Verschleisserscheinungen beeinträchtigt. Ich bin gespannt wielange ein Rene Adler auf maximalem Leistungsniveau spielen kann und wann die Verletzungspausen (Schuler-Rücken-Ellbogenprobleme etc.) anfangen, sich zu häufen.
    Stell dir vor, du gehst in dich - und keiner ist da

    Wer glaubt es reicht, wenn man bis zum Umfallen kämpft irrt sich...kämpfe darum Aufzustehen!!!

  2. #2
    Welttorhüter
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    Zitat Zitat von strigletti Beitrag anzeigen
    Ich bin gespannt wielange ein Rene Adler auf maximalem Leistungsniveau spielen kann und wann die Verletzungspausen (Schuler-Rücken-Ellbogenprobleme etc.) anfangen, sich zu häufen.
    Das habe ich mich auch bereits gefragt. Normal nimmt man es ja nicht wahr, denn nach einer verunglückten Landung oder dergleichen hat man nuneinmal einen blauen Fleck. Aber wenn man es so in der Summe betrachtet und ich mir die Ellenbogen meiner Kollegin ansehe (dabei sieht man schon etwas wie rote Stellen, die früher blaue Flecke waren und nicht richtig abheilen konnten, aus der Hallensaison o.ä.) oder auch die Hüften von anderen Torfrauen, dann frage ich mich doch, ob so etwas wirklich gesund sein kann...
    "Bangerang"

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  3. #3
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Believer,
    jetzt endlich habe ich es wieder gefunden. Vielleicht nicht genau das, aber es hilft Dir etwas zu verstehen.
    Viele Torleute haben das Abrollen nie gelernt, so auch der Torwart in diesem Video:



    Schau doch mal wie er fällt. Seine Fallschule ist, sieht man davon ab, daß er nur wenig in den Ball hinein, also nach vorn geht, völlig ohne Rollen.
    Bei 1:53 geht es los. Er fällt und muss rasch auf die andere Seite agieren. Schau mal welchen Fehler er da macht, weil er dort die Torwartwippe nicht hinbekommt.
    Achte dann bei 2:28 auf seine abschließende Technik des aufstehens.. Er rollt nicht, ABER...
    Und der Torwart ist kein schlechter, wenn ich die Zuschauer im Hintergrund mir ansehe, dürfte das auch in Richtung Nationalelf gehen.
    Er rollt nicht mal beim Hechten, das ABER bleibt aber... und ich hoffe, Du erkennst was ich meine.
    Denn irgendwie muss er die Sache kompensieren, um rasch auf die andere Seite in die andere Richtung agieren zu können.
    Was würdest Du als Trainerin bemängeln?
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

  4. #4
    Welttorhüter
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    Nun, er versucht über den Allerwertesten/Rücken aufzustehen. Das heißt, er versucht, um die - zu dem Zeitpunkt - dem Boden zugewandte Hand nicht zu benutzen Schwung zu nutzen, kugelt über den Po und Rücken, stützt sich mit der anderen Hand auf und kann dann zur anderen Seite reagieren. Den Fehler als Trainerin würde ich hierbei erstmal dabei sehen, dass er den Körperschwerpunkt zu weit nach hinten verlegt, in dem er über den Rücken kugelt. Das ist eher kontraproduktiv. Vielmehr sollte er - ich versuche mal zu erklären, wie ich das meine - sich doch mit der bodennahen Hand aufstützen, über den Po kugeln und wenn er sich dann mit der anderen Hand aufstützt, dann ist er eigentlich schon durch den Schwung mit beiden Füßen auf dem Boden. Bei dem Prozedere ist dann der Rücken eigentlich mehr oder weniger gerade. So hat es mir mein Torwarttrainer neulich erklärt.
    Ich beziehe mich da vor allem auf den Abschnitt 2:20. Da sieht man deutlich, dass bereits bei der "Landung" sein Körper nach hinten geneigt ist.
    Geändert von Believer (08.09.2009 um 23:20 Uhr)
    "Bangerang"

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  5. #5
    torwart.de-Team Avatar von Schnapper82
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    Wenn er aktiver in den Ball geht, dann passiert es gar nicht erst, dass er auf dem Rücken landet. Somit kann er wippen und direkt wieder auffedern.
    Das macht er nicht und steht somit in einer Art Breakdance Bewegung auf.

    Dieses "Problem" kann man abstellen, indem man den Keeper aktiv in den Ball gehen lässt.
    In stillem Gedenken an Spideratze und Robert Enke.
    Lasst uns rausgehen und Bälle fangen, Spiele gewinnen und was noch viel wichtiger ist:
    Lasst uns jede Sekunde des Lebens leben und geniessen - nichts ist für immer ! ! !

  6. #6
    Welttorhüter
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    Du meinst z.B. die 2. Bälle in der Ballfolge. In diese geht er deutlich aktiver als zum ersten Ball flach neben die Hütchen (2:18). Wenn er also diesen Schwung aus der Bewegung nutzen würde, könnte er über das Federn gleich wieder aufstehen - meinst du es so?
    "Bangerang"

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  7. #7
    torwart.de-Team Avatar von Schnapper82
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    Durch die aktive Bewegung nach vorne kann er gar nicht erst auf dem Rücken landen und damit fällt dieses aufstehen über Po/Rücken dann weg.
    Er kann dann einfach über die Wippe aufstehen...
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  8. #8
    Internationale Klasse Avatar von strigletti
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    Zitat Zitat von Schnapper82 Beitrag anzeigen
    Wenn er aktiver in den Ball geht, dann passiert es gar nicht erst, dass er auf dem Rücken landet. Somit kann er wippen und direkt wieder auffedern.
    Das macht er nicht und steht somit in einer Art Breakdance Bewegung auf.

    Dieses "Problem" kann man abstellen, indem man den Keeper aktiv in den Ball gehen lässt.
    Wenn ich jetzt ein Lästermaul wäre würde ich sagen, der trainiert Torwartweitrutschen....

    Korrekt ausgedrückt heisst das, dass der Torwart seine Landegeschwindigkeit direkt über den Reibungswiderstand des Bodens abbremst. Ist der Rasen stumpf geschieht das fast auf der Stelle, ist der Rasen aber etwas rutschiger hat er einen längeren "Bremsweg". Ob es Sinn macht, bei einem nassen Boden 3 Meter über den Rasen zu rutschen, bis man langsam genug ist, um in die Gegenrichtung aufstehen zu können, halte ich für sehr fragwürdig.

    Kann der Torwart den Ball nicht festhalten, was gerade bei Nässe gerne mal der Fall ist, rutscht er meterweit von dem liegengelassenen Ball davon...

    Ich denke die Lande- und Aufstehtechnik dieses Torhüters mag bei trockenem Wetter ganz gut funktionieren, aber wehe es wird rutschig.
    Stell dir vor, du gehst in dich - und keiner ist da

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  9. #9
    torwart.de-Team Avatar von Steffen
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    Okay, wie man sieht, Ihr wisst was ich meine.
    Was man ja sieht, ist die "spanische Form", denn in Spanien findet man diese auch in Brasilien und Mexico beliebte form der Richtungsänderung.
    eigentlich sollte der torhüter über die Wippe nach vorn aufstehen. Statt dessen macht er eine Art Klappmesser in der Seitlage, was Ihn auf den Po wirft, wo er sich nun wieder steckt und so auf die andere Körperseite bringt. Erst dann geht in Bauchlage und richtet sich auf.
    Diese Form des Wendens wird dort aktiv den Torleuten antrainiert.
    Im Endeffekt ist diese ebenso inakzeptabel wie das Rollen. Denn ideal ist es, über die Wippe in den Stand zu kommen und von dort neu zu reagieren, als erst am Boden zu wenden und dann aufzustehen. Übrigens ist der Zeitverlust im Gegensatz zum Rollen höher, weil man beim Rollen das Abfangen der Energie, Wenden und Aufstehen kombiniert.
    Man muss also nicht erst Fallen, Klappen zum Wenden und dann Aufstehen, sondern es ist eine Flüssige Bewegung.

    Was bemängeln wir den?
    Lassen wir mal seine Bewegung nach vorn weg, so entdecken wir das er die Situation gut antizipiert, sprich er macht das allerbeste daraus, denn er weiß das das zweite Ball in Gegenrichtung kommt und wendet daher so rasch es geht.
    Ich glaube nicht, daß er dies im Spiel so machen würde.
    Problem werden für Ihn rasch schnelle Bälle auf die andere Seite sein, wo er kaum ins Laufen kommt. Denn er kommt in eine Position des Sitzens.
    Setzt Euch mal, lasst euch einen Ball seitlich werfen, locker zum Halten und dann einen Ball leicht neben auch halbhoch... Ihr müßtet nun abspringen, doch aus der sitzenden Position müßt Ihr erst den Körperschwerpunkt über die Füsse bekommen.
    Im sitzen sind diese aber weit vor eurem Körperschwerpunkt.
    Ihr müsst also die Beine anziehen, den Po über die Füsse bekommen, um nun abzuspringen.
    Im Sitzen ist also Aufstehen absolut behindert, in der Bauchlage hingegen brauchen wir bloß die Füsse anziehen und uns gleichzeitig mit den Händen aufstemmen. Damit bekommen wir Platz, bekommen die Füsse unter den Schwerpunkt und sind sofort oben und aktionsbereit...
    Also ist die Position des Sitzens mein Hauptpunkt, den ich bemängele und der Torhüter hier, der hat das ganz tief verinnerlicht.

    Believer, nehmen wir also eine Falltechnik an, die dich nach vorn bringt. Leider fallen wir mit den Schultern leicht zuerst zu Boden, was den Schwung für die Wippe bei halbhohen Bällen erschwert. Er muss also 'künstlich' erzeugt werden, auch das kostet Zeit.
    Hier hilft nur: Ausprobieren.

    Der nächste Punkt ist dann, wenn er zum Teil über die Wippe aufsteht, steht er nicht nach vorn auf, sondern dreht sich auf der linken Seite oft zum Tor hin, und somit dreht er auch wieder dem Tor den Rücken zu, und das empfinde ich viel kritischer, als wenn er den Ball hält und in der Sichtungslage dem Spielfeld den Rücken zudreht...

    Also Believer, ich hoffe Du erkennst inzwischen, daß Abrollen nicht generell zu verteufeln ist, sondern oft Fehler im Details zu suchen sind.
    Zudem habe ich gerade eine Idee im Kopf, die der Umsetzung harrt und ich hoffe, daß ich diese nach im Herbst verwirklichen kann, um der Technik des Bogenfluges mal einen interessanten Impuls zu geben.
    Mehr will ich da nicht verraten.... aber Passion beflügelt und eine Idee läßt mich seit Tagen dieser Diskussion nicht mehr los... es fehlt eben nur die Zeit und damit die Muse, diese Idee in die Tat umzusetzen... zudem fehlt mir auch jemand der hilft...
    Lassen wir das, war nie eine Leuchte...

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