Schnappilein, ist ja gut, ich hab mich vertan, kann auch mir mal passieren, oder![]()
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Im ursprünglichen Thread habe ich bereits angedeutet, dass diese Ecken in die „Todeszone“, brandgefährlich sind. Scharf geschlagene Ecken, knapp über die im Bereich des vorderen Pfostens lauernden Gegenspieler gezogen, sind deshalb so gefährlich, weil wir als Torhüter nie wissen ob und wie ein Gegner oder Mitspieler an den Ball kommt und wir im Regelfall kaum eine Möglichkeit haben durch ein direktes Eingreifen den heranfliegenden Ball frühzeitig zu entschärfen.
Ich halte den Einwand, dass man sich da als Torhüter mit Mut, Kraft und Geschick durchsetzen kann in aller Regel für falsch. Denn wird dieser Eckball, wie schon beschrieben geschlagen, kann man als Torwart, wenn überhaupt, erst sehr spät ins Geschehen eingreifen. Das Problem ist doch, dass wir bei der Ausführung der Ecke nicht im Bereich des ersten Pfostens stehen, sondern ein gutes Stück weiter hinten; dies macht ja auch Sinn, da es noch andere Eckballvarianten gibt und wir weder den grössten Teil des Tores, noch andere gefährliche Zonen ohne unseren Schutz lassen können. Um sicher als Erster am Ball zu sein müsste der Torhüter an Freund und Feind ohne Umweg vorbei kommend mind. 5 Meter zurücklegen, und hat dafür inkl. seiner Reaktionszeit max. 1,5 Sekunden Zeit. Dies ist praktisch kaum zu realisieren, da der Torwart ja bereits im Antritt vom Gegner behindert wird und so nicht maximal beschleunigen kann. Insofern ist klar, dass wir Abwehrspieler in diesem Bereich brauchen und der Torwart muss abwarten, was vor ihm passiert und da gibt es mehrere gefährliche Möglichkeiten:
1.Der Gegner oder der eigene Spieler köpft bzw. fälscht ab ins kurze Eck
2.Der Gegner oder der eigene Spieler köpft bzw. fälscht ab ins lange Eck
3.Der Gegner oder der eigene Spieler köpft bzw. fälscht ab in die Tormitte
4.Der Gegner oder der eigene Spieler verlängert per Kopf Richtung zweiten Pfosten
5.Der Gegner oder der eigene Spieler fälscht per Kopf den Ball in den 16er ab
6.Kein Feldspieler kommt frühzeitig an den Ball
Daraus ergibt sich:
zu 1. Hierfür brauchen wir den Verteidiger am ersten Pfosten
zu 2. Hierfür brauchen wir den Verteidiger am zweiten Pfosten
zu 3. Torwartball
zu 4. Entweder der Torwart kann den Ball erreichen oder der Verteidiger am zweiten Pfosten muss klären
zu 5. Kein Eingreifen möglich, Stellungsspiel anpassen, Verteidiger am Pfosten verlassen auf Kommando des Torwarts ihre Pfostenposition
zu 6. Dies ist die „Nadine-Angerer-Situation“; hier muss der Torwart um nahezu jeden Preis versuchen an den Ball zu kommen, denn es gibt sonst so gut wie keine Möglichkeiten mehr, um zu verteidigen. Kommt der Gegner jetzt mit dem Kopf an den Ball, ist der im Regelfall im Tor, da niemand mehr reagieren kann, es sei denn er wird zufällig vom Ball getroffen. Der Torwart hat einen maximal zwei Schritte Anlauf und dann muss er mit voller Gewalt dazwischenhauen ohne Rücksicht auf eigene oder fremde Verluste. Hier sind auch die Verteidiger gefordert, die im Wissen und sich darauf verlassend, dass jetzt der grosse Hammer von hinten kommt, Richtung Tor- bzw. 5er-Linie ausweichen um nicht untergepflügt zu werden. Da ist Abstimmung auf engstem Raum erforderlich und die muss trainiert werden, denn auf gut Glück geht da gar nichts.
Bei der Verteidigung der „Todeszone“ habe ich gute Erfahrung mit drei Mann in der Zone (+ die beiden Pfostenabsicherer) gemacht, die als Dreieck stehen. Einer (möglichst kopfballstark) vorne Richtung Ecke, die hinteren beiden (Kanten die gut schieben können) zwischen den Gegnern. Selbst wenn der Gegner mit mehr Leuten anrückt habe ich das nie geändert und nie stand ein eigener Spieler zwischen mir und den Gegnern, denn die gehörten mir.
Geändert von strigletti (11.09.2009 um 16:03 Uhr)
Stell dir vor, du gehst in dich - und keiner ist da
Wer glaubt es reicht, wenn man bis zum Umfallen kämpft irrt sich...kämpfe darum Aufzustehen!!!
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